Frage von Oliviye, 96

Darf ein Chef jemanden kündigen aufgrund persönlicher Differenzen?

Hallo

Der Chef meines Paten Kindes wurde entlassen weil er seit kurzem sich eine neue c klasse gekauft hat und der Chef jedes mal ein Problem damit gehabt hat sobald der damit zur Arbeit fuhr. Nun ist mein Paten Kind dort seit 5 Jahren beschäftigt und hat dort auch seine Ausbildung abgeschlossen. Er verdient gut und hat sich dann auch verdienter weise etwas gegönnt worauf er lange gespart hat. Doch es scheint so als hätte der Chef ein gewaltiges Problem damit und er jedes mal blöde Sprüche ihm an den Kopf geworfen wie zb. "Wahnsinn du fährst ja ne dickere karre wie ich". Nun hat er leider die Kündigung bekommen aufgrund "persönlicher Differenzen".

Lg

Antwort
von peterobm, 25

bestimmt nicht wegen der Dickeren Karre, sollte das in der Kündigung stehen, lachen und ab zum Anwalt

wegen > "persönlicher Differenzen" das sollte er schon genauer beschreiben; wird nämlich vor Gericht nach gefragt

Antwort
von Lisafiischer, 46

Fristlose kündigen kann kommen aufgrund eines wichtigen Grundes. Was nicht vorliegt.  

Eine ordentliche also fristgerechte Kündigung kann man kriegen: 

Betriebsbedingt (zb Insolvenz) 

Verhaltensbedingt 

Oder Personenbedingt 

Was der Arbeitnehmer privat für ein Auto fährt ist bestimmt kein Kündigungsgrund 

Legt Kündigungsschutzklage ein beim Arbeitsgericht.  Das muss innerhalb von 3 wochen nach Erhalt der Kündigung geschehen.  

Kommentar von Oliviye ,

Vielen dank für die Info. werde mich morgen früh direkt damit beschäftigen. Danke nochmals

Antwort
von Rockuser, 39

Ja, persönliche Differenzen sind zwischen Chef und Angestellten ein Kündigungsgrund.

Ob allerdings der Besitz einer Fetten Karre ausreicht, um einen zu kündigen, bezweifle Ich.

Das Arbeitsgericht verschlaft Klarheit und im Ernstfall eine Abfindung.

Kommentar von AalFred2 ,

Ja, persönliche Differenzen sind zwischen Chef und Angestellten ein Kündigungsgrund.

Bei 10 oder mehr Vollzeitbeschäftigten grundsätzlich nicht.

Antwort
von RoCMu, 9

Kurz und knapp: Das ist - jedenfalls in der Kürze Deiner Schilderung - kein Kündigungsgrund. Ob es sich lohnt gegen die Kündigung zu klagen hängt davon ab, ob Dein Paten Kind Kündigungsschutz hat, insbesondere ob in dem Betrieb mehr als 10 Mitarbeiter tätig sind. Erst dann greift der Mechanismus, dass die Kündigung des Arbeitgebers eines Grundes bedarf. Ohne Klage wird die Kündigung nach 3 Wochen wirksam.

Sollte dies der Fall sein (also Kündigungsschutz bestehen) sollte eine Kündigungsschutzklage erwogen werden. Wichtig!!: Diese muß spätestens innerhalb von 3 Wochen nach Zustellung bei dem Arbeitsgericht eingegangen sein. Es gibt auch Formalien die müssen innerhalb einer erheblich kürzeren Frist gerügt werden.

Mein Tipp: Bei einem  versierten Anwalt eine Erstberatung einholen (oder Gewerkschaft).

Falls noch Interesse an mehr Details: http://www.kanzlei-mudter.de/die-kuendigung-im-arbeitsrecht-11-fragen.html

Viel Glück!

Antwort
von Sisalka, 43

Die Frage geht am besten an einen Anwalt. Welche persönlichen Differenzen das sind, weißt du nicht, da du ja nicht dabei gewesen bist. Du weißt nur von einer Seite und nur vom Hörensagen.

Die besten Anwälte gibt's bei der zuständigen Gewerkschaft - allerdings nur für Mitglieder. Ansonsten privat jemanden finden, der sich Vertrag und Kündigung genau ansieht.

Kommentar von Reanne ,

Fachanwalt für Arbeitsrecht, nennt man das.

Kommentar von Oliviye ,

Dankeschön

Antwort
von Xipolis, 18

In schriftlicher Form (E-Mail etc. reicht nicht aus)? Mindestens zehn Mitarbeiter (dann greift das Kündigungsschutzgesetz)? Ordentliche Kündigung unter Einhaltung der Kündigungsfrist?

Antwort
von konstanze85, 34

Wegen des wagens kann er nicht gekündigt werden, aber sehr wohl wegen persönlicher differenzen anderer art.

Erfolgte die kündigung außerordentlich?? Dann muss er den grund nennen, soweit ich weiß. Und der grund darf nicht länger als 14 tage zurückliegen.

Kommentar von Oliviye ,

er hat ihn dann aber unter 4 Augen gesagt das er besser diesen Wagen nicht hätte kaufen sollen und dabei gezwinkert

Kommentar von konstanze85 ,

Und??? Beweist gar nichts, ohne zeugen und mit zwinkern nur als spaß zu verstehen

Kommentar von Sisalka ,

Sagt das Patenkind. Du weißt schlicht nicht, was wirklich vorgefallen ist.

Es wäre sehr unwahrscheinlich, dass jemand wegen eines Privatautos gekündigt wird, das ergibt einfach keinen Sinn. Wie gesagt, ein Anwalt hilft weiter.

Kommentar von Lisafiischer ,

Naja unwahrscheinlich nicht.  Könnte ne Art mobbing sein. Konkurrenzangst die der Chef hat. Angst vor dem Verlust seiner Autorität weil einer nen bessere Auto fährt xD

Kommentar von Oliviye ,

Ja liebe konstanze das hat mein Paten Kind gesagt. diese Anspielungen fingen alle an seitdem der junge das Auto hat. Hier steht dann auch Aussage gehen Aussage und in der Kündigung steht kein triftiger Grund. Morgen früh wird ein Termin beim Anwalt vereinbart

Kommentar von konstanze85 ,

Soweit ich mich erinnere muss bei einer personenbedingten kündigung diese spätestens 2 wochen nach dem "vorfall" erfolgen, also die zustellung und der grund muss bei einer außerordentlichen kündigung genannt werden. 

Das mit dem auto ist für mich auch schwer vorstellbar, aber besser du  sicherst dich bei einem anwalt ab

Antwort
von bronkhorst, 10


"Wahnsinn du fährst ja ne dickere karre wie ich"



Wenn ich einen Chef hätte, der die Vergleichsform mit "wie" bildet, wäre ich über den Rausschmiss gar nicht so traurig - wer redet wie ein Birnenpflücker, ist meist auch einer ;)

In Deutschland gilt für Unternehmen, die nicht gerade Kleinbetriebe sind,
das Kündigungsschutzgesetz. Das regelt relativ genau, wie und aus
welchen Gründen eine Kündigung ausgesprochen werden kann und was ein Arbeitnehmer dagegen tun kann.

Falls er unter das Kündigungsschutzgesetz fällt und kein
ernstzunehmender Grund für die Kündigung vorliegt, kann man dagegen
klagen und muss das auch innerhalb kurzer Zeit tun; er sollte daher
umgehend einen Anwalt für Arbeitsrecht aufsuchen.

Oft gehen solche Arbeitsgerichtsprozesse mit einer schönen Abfindungszahlung aus - dann kann er sich das nächste Auto auch noch schön ausstatten lassen.


Antwort
von Havenari, 3

Wenn der Chef des Patenkindes entlassen wurde, kann's dem Patenkind ja recht sein.

Antwort
von jimpo, 9

Nun, der Chef ist vor Neid erblaßt.  Daß ist aber kein Kündigungsgrund weil, Dein Patenkind eine dickere Karre fährt als der Chef. Dagegen kann Dein Patenkind Einpsruch erheben. Glaube aber nicht, ob sich das lohnen wird. Könnte mir gut vorstellen, daß Dein Patenkind in der Firma kein Zuckerlecken mehr hat falls die Kündigung aufgehoben wird.

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