Frage von stiefiii88, 107

darf ein Arbeitgeber zwei personen das komplett gleiche Arbeitszeugniss ausstellen?

Ich und meine Kollegin wurden letzten monat gekündigt,nun wurden wir beide auf grund unserem "schlechten" Zeugniss nicht eingestellt.

Nun fiel uns auf dass einfach in den Zeugnissen nur unsere Namen geändert wurden,darf das sein????

Antwort
von DarthMario72, 76

Wie schlecht ist denn das Zeugnis?

Wenn es wortwörtlich dasselbe ist, zeigt es, dass euer AG sich keinerlei Mühe gegeben hat. Ein deutlicher Hinweis auf seine "Wertschätzung" euch gegenüber.

Mir ist allerdings kein Gesetz oder ein Urteil bekannt, dass das verbieten würde. Und wenn es der Wahrheit entspricht, dürfte das m. E. zulässig sein.

Kommentar von Nightstick ,

Selbstverständlich sind identische Arbeitszeugnisse zulässig - wenn Mitarbeiter gleich gut oder gleich schlecht waren.

Ich würde allerdings gerne das Gesicht des Recruiters sehen, der beide Zeugnisse als Anlage zu den (hoffentlich nicht gleichen) Anschreiben in der Hand hält... :))  

Antwort
von bikerin99, 85

Erkundigt euch bei der Gewerkschaft oder Arbeiterkammer (in Österreich die Vertretung für Arbeitnehmer), ob ihr Einspruch erheben könnt.

Antwort
von Wolfgang57234, 26

Nirgends steht, dass das verboten wäre...

Antwort
von Sharanok, 67

Frage dich, ob es wahr ist, was in dem Zeugniss steht. Wenn ja, würde ich damit leben, denn dann hast du es verbockt. Wenn nicht, dann versuche gegen vorzugehen, da gibt es genügend Arbeitnehmerverbände die dir dabei helfen.

Prinzipiell ist es nicht falsch zweimal das gleiche Zeugniss auszustellen, solange die Aussagen desselben wahr sind.

Kommentar von stiefiii88 ,

Wahr is dies was drin steht keines wegs...denn ich habe wie verrückt jetz mein Arbeitgeber davor angerufen die mir den Ausbilderschein und Meister bezahlt haben.

Die waren immer mehr als zufrieden und wollen mich zurück genau wie der Lehrbetrieb!

Der das Zeugnis nun ausgestellt hat ist nicht annähernd mit den vorigen betrieben zu vergleichen,also sehr viel schlechter!läuft auch nicht deswegen die Kündigung.

Da stehen Sachen drin wie kein verlass usw. und ich bin ein Mensch der mit 40 Fieber dort stand und noch 4 Wochen nach Kündigung dort durchgezogen hat!

Kommentar von DarthMario72 ,

Da stehen Sachen drin wie kein verlass usw.

Im Arbeitszeugnis? Dass sowas drinsteht, ist sehr unwahrscheinlich. Das würde dem Grundsatz des Wohlwollens widersprechen.

Kommentar von Nightstick ,

Dann soll sie es doch hier einmal (anonymisiert), jedoch vollständig (!) einstellen.

Kommentar von rotreginak02 ,

@stiefiii88: Negativformulierungen dürfen in einem Zeugnis nicht vorkommen, wenn das wirklich im Zeugnis so formuliert wurde, kannst du problemlos dagegen vorgehen und der AG muss dir ein wohlwollend formuliertes, durchschnittliches Zeugnis ausstellen. Aber auch dabei hat er die Möglichkeit, einem zukünftigen Arbeitgeber bestimmte Botschaften zu vermitteln....
Da dein alter Betrieb dich ja zurückhaben will, wird es nun nicht an dem Zeugnis scheitern.....

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