Frage von tanja45701, 62

Darf ein Arbeitgeber Wohnungswechsel als Bedingung im Arbeitsvertrag anfügen?

Ein Bekannter von mir hat vor zwei Monaten eine neue Arbeitsstelle angetreten, bei der er 1. Dauerrufbereitschaft machen muß, bis auf 24 Stunden wöchentlich (Freizeit von Freitag abernd 19.00 Uhr bis Samstagabend 19.00 Uhr) und zweitens Mobilität gefordert wurde. Das Ganze zu einem Nettolohn von 1100€. Im Arbeitsvertrag steht eine Klausel, die verlangt, dass er sich am Arbeitsort eine Wohnung sucht. Das hat er nun gemacht, KFZ angeschafft, Wohnung gefunden und die alte Wohnung gekündigt. Und nun bekam er die fristgerechte Kündigung, weil der Arbeitskollege (Kumpel) , durch den er die Stelle bekommen hat, sich mit dem Chef überworfen hat und ebenfalls gekündigt wurde. Ist das alles so rechtens? Ein Umzug ist ja jetzt finanziell eher nicht so machbar. Die ARGE hat einem Umzug zugestimmt unbd zahlt auch Aufstockung. Zahlen die jetzt trotzdem den Umzug, obwohl es die Steile nicht mehr gibt?

Antwort
von alarm67, 60

Das Problem wird sein, dass Dein Bekannt sich sicherlich noch in der Probezeit befindet/befand!? Oder nicht?

Weil dann hat er eigentlich großes Pech! Innerhalb der Probezeit kann der Chef Deinen Bekannten kündigen ohne dieses überhaupt begründen zu müssen!

Sollte sich Dein Bekannter nicht mehr in der Probezeit befinden, sollte und muss er innerhalb von 3 Wochen nach Übergabe/Eröffnung der Kündigung beim Arbeitsgericht Klage eingereicht haben. Sonst wird die für sich unwirksame Kündigung rechtlich nicht mehr anzugreifen sein!

Kommentar von Nightstick ,

Ich ergänze:

Auf jeden Fall sollte er mit seinem zuständigen Berater der ARGE in engem Kontakt bleiben!

Ich kenne ähnliche Fälle, in denen die Behörde sogar eine Klage gegen den Arbeitgeber als Voraussetzung für weitere Unterstützung gefordert hat.

Insgesamt eine Spiegelbild unserer pervertierten Arbeitswelt... :(((

Antwort
von BrutalNormal, 47

Für so Fälle in der Zukunft vertraglich zusichern lassen, dass der AG für die daraus resultierenden Verpflichtungen aufkommt im Falle einer Kündigung von AG Seite aus.

Man kann doch als AN nicht das komplette Risiko übernehmen, das macht doch keinen Sinn.

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