Frage von DellaMano, 165

Darf ein Arbeitgeber von mir verlangen (Mini Job als Haushaltshilfe) eine Haftpflichtversicherung abzuschließen?

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Antwort
von suzisorglos, 90

Ja. Wenn Du eine selbständige gewerbliche Tätigkeit bei ihm ausführen willst, kann er auf den Nachweis einer entsprechenden Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung bestehen. Sollte es sich jedoch um ein klassisches Arbeitsverhältnis handeln zwischen Dir als Arbeitnehmer und ihm als Arbeitgeber, kannst Du hierfür keinen adäquaten Versicherungsschutz bekommen, da dann zunächst der Arbeitgeber selbst für eventuelle Schäden aufzukommen hat, sofern diese nicht von Dir grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht wurden.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist mal - im Gegensatz zum überwiegenden Rest - eine sachgerechte Antwort!

Antwort
von gartenkrot, 99

Eine Haftpflichtversicherung ist bei deiner Tätigkeit sehr angebracht. Dir braucht bloß ein teures Kristallglas mal aus der Hand rutschen. Wer ersetzt das???? Dein Chef sicher nicht! Sowas ist auch im privaten Bereich sehr wichtig.

Kommentar von Familiengerd ,

Eine private Haftpflichtversicherung tritt nur überhaupt nicht ein, wenn es um einen Schaden in Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis geht - wie die Bezeichnung "privat" schon sagt.

Antwort
von beast, 104

Verlangen kann  ers  nicht- aber  er  muss  Dir dann  auch  den Job  nicht  geben. Du  wirst  als  Haushalthilfe  angestellt  -  ich  geh  mal  davon  aus,  dass  Dein  AG   dann  eine  private  Person ist. Dir  ist  klar,  dass  Dir  in  dem  fremden Haushalt ne  Menge  schief  gehen  kann?  Kannst  Du  die  Schäden  ersetzen  ohne  PHP ?

Kommentar von Familiengerd ,

Die Antwort ist Unsinn!

Eine private Haftpflichtversicherung tritt - wie das "privat" schon sagt! - nur ein bei privat verursachten Schäden und nicht bei solchen in Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis wie im Fragefall!

Also selbst dann, wenn der Arbeitgeber seine Forderung nach Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung durchsetzt, tritt diese im Schadenfall nicht ein!

Für einen im Arbeitsverhältnis verursachten Schaden (das gilt auch für das Arbeitsverhältnis mit einer Privatperson) hat zunächst der Arbeitgeber aufzukommen, der Arbeitnehmer (hier die Haushaltshilfe im Minijob) nur anteilig oder ganz (begrenzt durch "angemessene Höhe") je nach der Schwere der Fahrlässigkeit (gar nicht bei leichter) und bei Vorsatz.

Kommentar von beast ,

Und  woher  hast  Du  diese  Weisheit? Leider  ist  das  ganz  und  gar  nicht  so  wie  Du  hier  vorgibst   ^^

Kommentar von Familiengerd ,

Und  woher  hast  Du  diese  Weisheit?

Das ist keine Weisheit, sondern allgemeines Wissen!

Wie kommst Du denn auf die völlig unrealistische Idee, eine private Haftpflichtversicherung (von der Du ja sprichst) würde Schäden begleichen, die in Zusammenhang mit einer beruflichen, als nicht privaten Tätigkeit stehen?!?!

Leider  ist  das  ganz  und  gar  nicht  so  wie  Du  hier  vorgibst

Wie ist es denn dann?? Jetzt bin ich aber einmal gespannt ... nein - nicht wirklich, denn Du wirst mir nichts Anderes sagen können!

Antwort
von JulianeFink, 96

Als Haushaltshilfe hätte ich von Anfang an eine Haftpflichtversicherung. Man kann immer mal was kaputt machen und dann ist es besser wenn man das nicht aus eigener Tasche zahlen muss.

Kommentar von DellaMano ,

ich ging davon aus, dass dieses ein Betriebsrisiko ist.

Kommentar von JulianeFink ,

nein leider nicht. Das ist das selbe wie die profi Eigenheimputzdienste. Die müssen auch Versichert sein. Eigentlich sollen sie es über die Firma aber viele machen selber noch eine weil die Firma im Schaden nicht die Versicherung einschaltet. Lässt halt die Beiträge in die höhe schnellen wenn ein Schaden ist. 

Kommentar von Familiengerd ,

@ JulianeFink:

Das ist Unsinn.

Eine Privathaftpflichtversicherung kommt nicht für Schäden auf, die in Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis entstehen!

Solche Schäden sind zunächst mal - wie DellaMano richtig sagt - "Betriebsrisiko" des Arbeitgebers; ein Arbeitnehmer haftet für von ihm verursachte Schäden anteilig oder ganz (begrenzt durch "angemessene Höhe") je nach der Schwere der Fahrlässigkeit (gar nicht bei leichter) und bei Vorsatz.

Kommentar von JulianeFink ,

So hatte ich das ja auch gemeint. Gut dann habe ich mich falsch ausgedrückt.

Antwort
von h3nnnn3, 76

er kann es für deine anstellung voraussetzen, muss dann aber auch damit rechnen, dass du die mehrkosten auf deinen lohn umlegst. auch wenn diese relativ gering sind.

Antwort
von Odenwald69, 91

Du solltest sowieso eine private Haftpflicht haben davon mal ausgenommen das ist ein Must have.

hier wurde darüber schon gesprochen

https://www.gutefrage.net/frage/ag-verlangt-abschluss-einer-haftpflichtversicher...

Kommentar von yoda987 ,

Aach überhaupt nicht ichhabe mein ganzes leben keine abgeschlossen, nur geld macherei und wenn wirklich was ist stellen die sich noch an

Kommentar von Odenwald69 ,

sehe ich nicht so eben nicht, ist keine Geldmacherer sondern muss jeder haben fügst du jemand schaden zu man denke nur an die" berühmte Bananenendschale" dann zahlst du bist an dein Lebensende dem anderen Unterhalt. !!!

Eine Haftpflicht kostet gerade mal 40 Euro im  Jahr , das ist es mir wert.

günstige Versicherungen z.b. HUK24 oder check24.de

auch kann man einen Familientarif nutzen auch wenn man nicht verheiratet ist , Hauptsache man hat eine gemeinsame Wohnung. und ist auf beide eingetragen


Kommentar von DellaMano ,

wieso? Mein Mann hat eine, ich nicht. Und wenn mir mal ein Glas zerbricht, zahle ich das lieber als für Eventualitäten im Jahr 65 € Versicherung hinzublättern. Oder sehe ich da was falsch??

Kommentar von kim294 ,

Wenn dein Mann eine private Haftpflicht hat, solltest du eigentlich darüber mit versichert sein und brauchst keine eigene Versicherung.

Und es geht nicht um ein Glas, welches du mal runterwirfst.. da gebe ich dir Recht: Das kannst du selbst zahlen.

Wenn du aber den Flachbild-Fernseher für 2.000 Euro runterwirfst, sieht es schon anders aus.

Kommentar von Familiengerd ,

@ kim294:

Wenn dein Mann eine private Haftpflicht hat

Die hat nichts mit der beruflichen Tätigkeit wie im Fragefall zu tun!!

Die private Haftpflichtversicherung kommt nicht für Schäden auf, die jemand in seiner Eigenschaft als Arbeitnehmer verursacht - deswegen heißt es ja "privat"!

Ob ein Arbeitnehmer einen Schaden bezahlen muss und wie viel davon, hängt vom Grad der Fahrlässigkeit ab; er muss es jedenfalls bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz.

Kommentar von Familiengerd ,

@ kim294:

Ergänzung:

Mit wundert Deine Antwort sehr, da Du "Versicherungen" allgemein und u.a. auch "Haftpflichtversicherung" speziell als Deine Interessenthemen benennst.

Kommentar von Odenwald69 ,

eine Privat Haftpflicht ist wie es der name schon sagt privat und kann nicht für "Berufliche Zwecke " verwendet werden. .

wenn du beruflich irgenwo arbeitest z.b. als Putzfrau, muss eine BETRIEBLICHE Haftpflichtversicherung  abgeschlossen werden. z.b. die putzfrau sößt einen eimer um , das Parkett des Kunden "quillt" auf und muss neu verflegt werden , das kostet mehre tausend euro. 

diese muss ein Arbeitgeber für seine Mitarbeiter Abschließen. 

Antwort
von yoda987, 87

Dein Privatleben geht dein Chef einen feuchten dreck an

Kommentar von beast ,

nicht  wenn  der  Chef  eine  private  Person ist ....  Und  davon  geh  ich  mal  aus:  HAUSHALTHILFE .

Kommentar von muschmuschiii ,

klar ... die Fragestellerin möchte auch lieber den evt. angerichteten Schaden im Haus des Auftraggebers von z.B. beschädigtem Parkett im 3-4stelligen Eurobereich privat bezahlen!!

Kommentar von yoda987 ,

Kein plan ber hauptsache posten... Wenn du für jemanden Arbeitest und der Job angemeldet ist, ist für solche sachen der Chef verantwortlich 

Kommentar von DellaMano ,

nein, ich werde den Parkett pflegen wie gewohnt. Die Lüster blase ich an, dann fällt der Staub runter, den ich dann weg sauge. (Spaß)

Kommentar von Familiengerd ,

@ muschmuschiii:

Das ist völliger Unsinn!

Eine private Haftpflichtversicherung hat kommt nicht für Schäden auf, die aus der Tätigkeit als Arbeitnehmer entstehen!

Solche Schäden hat der Arbeitgeber zu begleichen, der Arbeitnehmer nur nach der Grad der Fahrlässigkeit (nicht bei geringer Fahrlässigkeit und ansonsten auch nur in angemessener Höhe) und bei Vorsatz!

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