Frage von Modrian, 104

Darf ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer das Tragen eines Messers verbieten?

Ich arbeite in einem Beruf indem Konflikte vorprogrammiert sind. Auch wenn ich ein sehr ruhiger und friedlicher Mensch bin, sind auch bei mir schon Anfeindungen vorgekommen. Mein Arbeitsplatz im Büro ist zusätzlich noch so gestaltet, dass wenn jemand das Büro betritt, derjenige fast direkt hinter mir steht und mir nebenbei jeden Fluchtweg nimmt. Mein Arbeitgeber sieht das ganze sehr locker und wirft mir quasi Militarismus vor, wenn ich mich für den Fall der Fälle vorbereiten will, obwohl der Vorgänger meines Vorgesetzten im Dienst erschossen wurde.

Daher überlege ich mir, demnächst regelmäßig mein Fahrtenmesser an den Gürtel zu packen. So verbessere ich wenigstens meine aktuelle Situation. Aber ich denke, dass wird bei meinem Arbeitgeber nicht gut ankommen.

Lange Rede kurzer Sinn. Dürfter er mir das verbieten? Mein Messer ist im Sinne des Waffengesetzes keine Waffe und daher eher als Werkzeug anzusehen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von tryanswer, 104

Ja, das darf dir dein Arbeitgeber verbieten, sofern dein Auftreten nach Außen dem Unternehmen schaden könnte. Wenn du mit einem Messer am Gürtel im Büro sitzt, kann man das durchaus als ein aggressives Auftreten deuten (insbesondere, da du das Messer wohl kaum als Werkzeug benötigen wirst).

Kommentar von Modrian ,

Egal. Trag ich es halt verdeckt oder steck mir einen Schraubenzieher oder ähnliches unmissverständliches Werkzeug, dass man leicht als Waffe nutzen kann, an.

Kommentar von Dackodil ,

Ich finde man sollte dich dringend ins Archiv versetzen - zu deinem und zum Schutz der Allgemeinheit.

Kommentar von Modrian ,

Meine Kommune hat das Archiv an die Kreisverwaltung abgegeben.

Immer da wo Unbewaffnete rumlaufen, haben es Kriminelle extrem leicht ein Blutbad anzurichten. Ich würde es gerne vermeiden als Blutbad zu enden.

Antwort
von XC600, 82

du willst sozusagen bewaffnet im Büro sitzen und der Vorgänger vom Chef wurde erschossen ? WO arbeitest du denn bitteschön ?

Kommentar von Modrian ,

Ordnungsamt ^^

Antwort
von Dackodil, 87

Gewalt schafft Gewalt und die Zurschaustellung eines Messers wirkt abschreckend auf den Normalbürger und provozierend auf den gewaltbereiten.

Ich gehe mal davon aus, daß du auch mit Messer einem erfahrenen gewaltbereiten nicht gewachsen wärst. Wenn du Pech hast, wirst du mit deinem eigenen Messer verletzt.

Ein Selbstverteidigungskurs, in dem du auch lernst, wie du einem mit Waffe begegnen kannst und daran anschließend ständiges Training, bis es in Fleisch und Blut übergeht, würde mir präventiv sinnvoller erscheinen.

(OmG! ich stelle mir grade vor, ich komme ins Ordnungsamt und der Sachbearbeiter trägt ein Messer am Gürtel! Ich würde einen Schreikrampf kriegen und flüchten). Also ich hoffe, dein Chef bleibt bei dem Verbot.

Kommentar von Modrian ,

Ich gehe mal davon aus, daß du auch mit Messer einem erfahrenen gewaltbereiten nicht gewachsen wärst. Wenn du Pech hast, wirst du mit deinem eigenen Messer verletzt.

Wenn ich Pech habe ja. Wenn jemand gewaltbereit und erfahren ist, habe ich auch ohne Messer in der Regel Pech. Mit Messer stehen meine Chancen wesentlich besser Glück zu haben. Ein Messer entwaffnet oder blockt man nicht so schnell.

Kommentar von Dackodil ,

Besuch mal so einen Kurs und laß dir vom Trainer zeigen, wie schnell ein Messerheld zu entwaffnen ist.

Außerdem hilft ein Messer nicht gegen eine Distanzwaffe, wie eine Pistole

Kommentar von Modrian ,

Menschen die ein wenig Ahnung von Messerkampf haben (das sind nicht so wenige wie man glaubt), lachen über diese Entwaffnungsmethoden. - Aussage eines Polizisten.

Mir ist klar, dass ein Messer nicht gegen eine Distanzwaffe hilft. Distanzwaffen sind in Deutschland aber mitlerweile rar gesäht. Wie gesagt. Ich verbessere nur meine Chancen. Nur weil ich keinen 100% Schutz erreichen kann, wäre es schlicht dumm bei 0% Schutz zu verbleiben. Das sollte dir auch einleuchten.

Kommentar von Dackodil ,

Wem nicht zu raten ist, ist nicht zu helfen.

Kommentar von Modrian ,

Ich mag dich auch nicht.

Kommentar von Modrian ,

Nebenbei erwähnt: Das Ordnungsamt Frankfurt trägt Schusswaffen. Also wein nicht so rum ^^

Kommentar von Nightstick ,

@Modrian

Lösung: Ein verdeckt getragenes Messer, das nach den Bestimmungen des Waffengesetzes erlaubt ist, z.B. ein feststehendes, einseitig geschliffenes Messer mit einer Klingenlänge bis zu 12 cm.

Allerdings ist jede Waffe nur so gut, wie der Waffenträger damit umgehen kann.

Wenn Du also ein Messer als Verteidigungswaffe wählst, solltest Du zusehen, dass Du eine entsprechende Ausbildung (Messerverteidigung/Messerkampf) absolvierst.

Gruß  @Nightstick

Antwort
von HenrikHD, 81

Wo arbeitet man denn bitte so gefährlich?

Kommentar von Modrian ,

Ordnungsamt ^^

Kommentar von HenrikHD ,

What?

Kommentar von Modrian ,

Was ist daran so verwunderlich? Es werden immer mal wieder Behördenmitarbeiter im Dienst umgebracht.

Antwort
von lohne, 86

Warum denn nicht gleich eine MP. Ja, er darf es dir verbieten!

Kommentar von Modrian ,

Weil eine Maschinenpistole am Gürtel unhandlich wäre.

Kommentar von lohne ,

Das ist ein gutes Argument.

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