Frage von g1992, 45

Darf ein Arbeitgeber die Zahlung der geleisteten Arbeitsstunden verweigern?

Hallo liebe Leute! Ich habe am Anfang des Monats einen Nebenjob (450€-Basis) in einer Reinigungsfirma begonnen. Leider konnte ich nur an 3 Tagen arbeiten und musste wieder kündigen, da mein Arbeitgeber aus meinem Hauptberuf mit den Arbeitszeiten nicht einverstanden war. Geleistet habe ich insgesamt 10 Stunden und müsste ungefähr 110€ bekommen. Der Stundenlohn beträgt 9,80€ und für sonntags gibt es Zuschlag. Jetzt wurde mir mitgeteilt, dass der Chef bei mir eine Sofortabmeldung durchgeführt hat, da der Aufwand und die Kosten sonst zu hoch gewesen wären. Angeboten wird mir "eine Kleinigkeit, ein Gutschein vielleicht?" oder die Anrechnung der geleisteten Stunden, falls ich evtl. erneut in dem Unternehmen arbeiten möchte. Jetzt zu meiner Frage; Darf man mir die Auszahlung der Stunden mit dieser Begründung verweigern? Was kann ich dafür tun, um mein Geld zu bekommen?

Danke!

Antwort
von Interesierter, 11

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber die geleistete Arbeit gemäß Vertrag zu vergüten. 

ABER! Wenn du nur 3 Tage gearbeitet hast, hast du wohl die gesetzliche Kündigungsfrist für die Kündigung in der Probezeit nicht eingehalten. Dies würde den Arbeitgeber zu Schadensersatzforderungen berechtigen. 

Weiter wissen wir nicht, ob in deinem Arbeitsvertrag eine Klausel mit einer Vertragsstrafe bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist aufgenommen wurde. 

Es besteht zudem die Möglichkeit, dass du dem Arbeitgeber falsche Angaben über die möglichen Arbeitszeiten gemacht hast. Auch dieser Umstand könnte dazu führen, dass du dem Arbeitgeber gegenüber schadensersatzpflichtig bist. 

Antwort
von Messkreisfehler, 26

Im Normalfall klärt man mit seinem Hauptarbeitgeber vor Beginn des Nebenjobs ab ob das ok ist.

Kommentar von g1992 ,

Hallo! Das ist zwar keine Antwort auf meine Frage, aber gut. Die Erlaubnis für einen Nebenjob und den Umfang der Stunden habe ich mir natürlich vorher geholt. Das Problem war am Ende jedoch die Uhrzeit. 

Den Nebenjob habe ich an einem Freitag (01.04.)  kurzfristig "ergattert" und gleich angetreten. Am Montag war mein Chef jedoch nicht ganz so efreut, als es hieß, dass ich auch nach 20:00 Uhr arbeiten soll. 

Davon war vorher aber nicht die Rede, sodass ich dies nicht bei meiner Jobsuche berücksichtigt habe. 

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