Frage von oktobeeer, 87

Darf die Versicherung Daten/Infos etc. an x-beliebige Dritte weitergeben?

Vor wenigen Monaten hatte ich einen Autounfall.. Mit dem Auto meines Freundes... Den habe ich dem General Agent bei dem die Versicherung abgeschlossen worden ist gemeldet. Bei diesem General Agent ist ebenso die Frau von meinem Onkel "versichert". Dieser weiß auch, dass diese Frau meine "tante" ist. Zufälliger weise habe ich durch meine Cousine erfahren, dass dieser General Agent meiner Tante, die mit meiner anderen Tante da war, von dem Unfall erzählt hat (wahrscheinlich dachte er sie weiß davon und wollte smalltalk führen) und unnötige Details erwähnt.. Wie zum Beispiel mit wem ich da war und das schlimmste, dass ich einen Unfall hatte!

Meine Frage ist.... Ich bin ja nicht so gesehen versichert aber im Endeffekt wurden Informationen von einem anderen Versicherten (meinem Freund - sein Auto - seine Versicherung) weiter gegeben. So gesehen habe ich durch den Unfall ja auch mit der Versicherung zu tun. Das gibt ihm ja aber alles nicht den Grund dazu einfach irgendwelche Sachen anderen Leuten zu erzähle von seinen anderen "Kunden"

Darf er das? Wie gehe ich jetzt am besten dagegen vor?

Antwort
von Ekztelaj, 34

Kurz gesagt das darf nicht passieren. Du musst jetzt entscheiden ob du ihm bzw seinen vorgesetzten/dem Unternehmenshauptsitz davon in Kenntnis setzt damit es zu einer Abmahnung oder dergleichen kommen soll. Oder du gehst den von den anderem weg den die user hier geraten haben. Das kann dann schon die Zulassung oder den job kosten.

Antwort
von MoechteAWissen, 50

Natürlich darf er das nicht!
Dieses Vorgehen kann ihn seinen Job kosten.

Antwort
von Apolon, 24

Jeder Versicherungsvermittler muss sich an das Bundesdatenschutzgesetz halten und darf nicht beteiligten Dritten keine Informationen übermitteln.

http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg\_1990/index.html#BJNR029550990BJNE0077011...

Wenn die Tante aber als Fahrzeughalterin eingetragen ist, dürfte er ihr Informationen übermitteln.

Ansonsten - Beschwerde an das Versicherungsunternehmen.

Antwort
von tapri, 47

das wird nur interne Konsequenzen haben. Er darf das selbstverständlich nicht. Wenn du was dagegen machen möchtest, dann schreib den Vorgesetzten dieses Versicherungsmaklers an. Dadurch dass er den Unfall einer Verwandten von dir erzählt hat, hätte er wirklich davon ausgehen können, dass sie Bescheid wusste, deshalb wird er wohl eine Abmahnung bekommen.

Mehr wirst du nicht erreichen. Du kannst ihn nicht verklagen, denn es sind dir weder Scherzen, noch ein greifbarer Schaden entstanden oder Nachteile

Kommentar von MoechteAWissen ,

Es handelt sich nicht um einen Versicherungsmakler!

Es geht um einen Ausschließlichkeitsvermittler
(Der Kerl arbeitet nur für eine Versicherungsgesellschaft)

Richtig ist, er kann sich bei den/dem „ Vorgesetzten „ wie z.B. Orgaleiter, Regionalleiter, etc. beschweren, doch leider wird das nichts bringen. Die Damen und Herren decken sich! Das war schon immer so und wird sich auch niemals ändern.

Datenschutzverstöße liegen leider an der Tagesordnung, auch
wenn man nach außen hin anderes versucht zu suggerieren.

Kommentar von tapri ,

sag ich doch, wird kaum was dabei raus kommen. Das einzige was so ne Gesellschaft stört sind gekündigte Versicherungen. Also alle Versicherungen kündigen und zu nem Makler gehen

Kommentar von Apolon ,

@MoechteAWissen,

ich muss mal wieder widersprechen.

Die meisten Außendienstler eines Versicherungsunternehmens sind Selbständige und diese haben keine Vorgesetzten, sondern sind ihr eigener Chef.

Und eine solche Beschwerde sollte man auch nicht an einen Orgaleiter schicken sondern an den Vorstand des Versicherungsunternehmens.

Kommentar von MoechteAWissen ,

so, so,  mal wieder widersprechen….

In meinem Text habe ich das Wörtchen „ Vorgesetzten „  bewusst hervorgehoben 
;-)

Zu deiner Vorstandsbeschwerde.

Wir richteten regelmäßig Beschwerden an Vorstände von VU.
Raus gekommen ist nie etwas. Der Vorstand übergibt diese Fälle an den Datenschutzbeauftragten, der wiederum wendet sich an die Verantwortlichen vor Ort und das sind dann wieder RD, OL, VKL, oder  wer auch immer.

Letztendlich wird dann der Kunde  von dem Datenschutzbeauftragten
angeschrieben, mit den Worten das der Fall ausgiebig geprüft wurde und das es sich um  „ einen Einzelfall „ handelte oder ein Systemfehler vorlag… bla bla …

Ich hoffe, dass irgendwann, irgendwer mal den VU genauer auf
die Finger schaut und deren willkürlichen Verhaltensweisen rügt.  

PS: wesentlich effektiver ist es gleich den Bundesdatenschuzbeauftragen anzuschreiben.

Antwort
von Sivsiv, 39

Es handelt sich um einen Datenschutzverstoss. Das wird gerne als Lappalie abgetan; ist es aber nicht.
Beschwere dich über das Unternehmen, nicht den einzelnen Vertreter. Informationen:
http://www.bfdi.bund.de/DE/Datenschutz/Ueberblick/MeineRechte/Artikel/Beschwerde...

Kommentar von Apolon ,

 Beschwere dich über das Unternehmen, nicht den einzelnen Vertreter.

Dieser Hinweis ist unsinnig, denn nicht das Versicherungsunternehmen hat hier Mist gebaut, sondern der Versicherungsvermittler.

Also wäre es sinnvoll, die Beschwerde an das Versicherungsunternehmen zu leiten.

Kommentar von Sivsiv ,

Ja, genau. Richte die Beschwerde an das Versicherungsunternehmen. Das "bemüht" dann seinen Datenschutzbeauftragten und am Ende passiert nichts. Ob der "General Agent" sich nun in einem Anstellungsverhältnis befindet oder ob er im Auftrag des Unternehmens selbstständig handelt ist für den Datenschutz völlig unerheblich.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community