Frage von Minihoerly, 111

Darf die Schule mit das verbieten?

Hallo liebe Community,

In unserer Schule gibt es in der Einführungsphase (10Klasse bei G8) ein Videoprojekt. Hierbei muss man einen Zettel(Einverständniserklärung) unterschreiben um die Kameras zu bekommen, dabei unterschreibt man auch, dass die Schule die dabei entstandenen Kurzfilme bei Veranstaltungen zu zeigen darf, womit ich auch kein Problem habe. Allerdings meint die Schule auch mir zu verbieten, diesen Film bei einem Schul externen Filmfestival einzureichen.
Hier meine Frage, darf die Schule das überhaupt und ist diese Einverständniserklärung über Haupt gültig (ich bin Minderjährig)?

Danke schonmal im Voraus

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Minihoerly,

Schau mal bitte hier:
Schule Film

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ahzmandius, 26

Es geht dabei nicht um die Kamera.

Die Schule leiht dir die Kamera und als Gegenleistung erwartet sie von dir ein Video.

Wie das Video vermarktet wird, regelt deine weitere Absprache mit der Schule.

So wie von dir beschrieben, möchte die Schule das exklusive (wahrscheinlich zeitlich unbegrenzte) Recht auf dein Video (was an sich schon ziemlich dreist ist, meiner Meinung nach).

Es gibt noch ein Paar Fragen von meiner Seite:

1)Ist die Veranstaltung Pflicht, Wahlpflicht oder ist als besondere Aktion in deiner Schule zu verstehen?

2Wie sind die weiteren Rahmenbedingungen der Schule

    -Wo will die Schule das Video veröffentlichen?

    -Was ist der Zweck (Kommerziell, nicht Kommerziell)?

    -Darf die Schule Ausschnitte oder gar das ganze Video an dritte     aushändigen?

Kommentar von Minihoerly ,

Es ist Pflicht

Die Schule will den Film auf dem schuleigenem Filmfestival und am Tag der offenen Tür, als auch für den Unterricht, sowie bei anderen schulischen Veranstaltungen benutzen.

Für Eigenwerbung online will die Schule es nicht benutzen.

Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs und ein paar Lehrer bekommen die eigenen Kurzfilme und die von anderen ausgehändigt(DVD).

Ich finde es auch dreist(es ist nicht explizit die zeitlich unbegrenzte Nutzung angegeben, gilt das dann z.B. nur 5 Jahre oder so?)

Kommentar von Ahzmandius ,

Es ist eine Pflichveranstaltung und ihr werdet quasi gezwungen alle Rechte abzutreten? Wow, in die Schule wäre ich ungern gegangen. Gibt es da Noten drauf? Wie alt bist du?

Kommentar von Ahzmandius ,

Es gibt einige Schulbehörde und Schulaufsichtsbehörden. Wenn du die Konfrontation mit der Schule nicht scheust, dann wende dich an so eine.

Kommentar von Minihoerly ,

Es gibt Noten auf dieses Projekt(Klausurersatz).
Ich bin 15.

Kommentar von Ahzmandius ,

Ich glaube der Knackpunkt hier ist, dass es eine benotete Pflichtveranstaltung ist. Aus diesem Grund, kannst du die Teilnahme nicht verweigern (zumindest nicht ohne Konsequenzen)

Wenn es also wirklich so ist, dass du nicht stattdessen was anderes machen könntest, dann halte ich die Forderung der Schule für unhaltbar.

Das sind aber alles nur meine Meinungen, wenn du richtigen Rat brauchst, musst einen richtigen Anwalt fragen.

Antwort
von kottlett, 111

Ja, das darf die Schule in diesem Fall, da du an sonsten von jeder Person, die auf den Videos zu sehen ist, eine Einverständniserklärung holen müsstest, wenn du die Videos an einem anderen Ort als in der Schule zeigen möchtest. Die Einverständniserklärung, die du unterschrieben hast, gilt nicht außerhalb der Schule - Wenn es in der Schule ausgestrahlt wird, bleibt das Videomaterial quasi "unter euch".

Ja, du darfst hier denke ich mal für dich selber unterschreiben, da du das ja für dich selber bestimmen kannst, ob du das möchtest oder nicht.

Lg

Kommentar von Minihoerly ,

Ich werde mir aber auch Einverständniserklärungen für die Benutzung außerhalb der Schule holen.

Kommentar von LizFlower ,

Was genau möchtest du denn mit dem Film machen? Dreh doch einfach einen zweiten mit deiner Kamera und reiche den dann auf dem anderen Event ein.

Antwort
von grossbaer, 69

Wenn du die Kamera einzig und allein nur für das Videoprojekt bekommst, dann darf sie dir auch verbieten, das gefilmte Material für externe Filmfestivals zu benutzen. Hier geht es um Datenschutz. Die Mitschüler und Lehrer die du da filmst, darfst du im Rahmen des Videoprojektes filmen und das Video dann auch in der Schule vorführen. Eine externe Vorführung bedarf der Einverständniserklärung aller in dem Film vorkommender Personen.

Kommentar von Minihoerly ,

Ja hierbei ist auch der Knackpunkt, der leitende Lehrer hat meiner Gruppe erlaubt eine eigene Kamera zu benutzen, dass heißt ich bin nicht an die Kamera der Schule gebunden und wir sollten nur formal eine Kamera zugewiesen bekommen.
Auch nicht, wenn ich der Urheber bin?
Wie sieht das mit der Einverständniserklärnug aus, da ich ja minderjährig bin und meine Eltern haben nicht unterschreiben!?

Kommentar von apophis ,

Die Einverständnis aller vorkommenden Personen ist nicht zwanghaft erforderlich.
Wird beispielsweise eine Menschenmenge gefilmt und diese steht im Fokus des Films (und nicht eine einzelne Person), dann brauchst Du nicht die Einverständnis aller Personen.

Kommentar von Minihoerly ,

Das weiß ich
Aber kann die Schule es trotzdem verbieten?

Kommentar von grossbaer ,

Meiner Meinung nach kann die Schule das so regeln. 

Antwort
von enia23m, 33

Das ist ja asozial von deiner Schule!  Sie darf natürlich, aber es gibt keinen ersichtlichen Grund dafür?!?
Vielleicht möchte sie sich nur die besonders guten Projekte einbehalten.
Also bei uns in der Uni läuft es so: Wir bekommen Filmmaterial auch nur
mit Einverständniserklärung und nur im Rahmen von bestimmten Seminaren, bzw. gezielten Uni-Projekten zur Verfügung gestellt.
Aber es ist uns nicht verboten, die Filme anschließend auch noch anderweitig zu zeigen. Ein Komilitone hat sein Filmprojekt (welches auch im Rahmen eines Seminars entstanden ist) nämlich auch bei einem Filmfestival eingereicht.
Die Geschichte mit den Menschen ist schwieriger, allerdings nicht in der Verantwortung der Schule. Sie könnte euch höchstens darüber aufklären. Wenn eine bestimmte Zahl an Leuten auf dem Video überschritten wird, ist es rechtlich in Deutschland kein Problem mehr.
Aber du kannst dich hier auch nochmal einlesen und dich vielleicht bei der Schule nochmal erkundigen, warum sie das überhaupt von dir verlangt?
http://anwalt-im-netz.de/urheberrecht/urheberrecht-faq.html

Antwort
von apophis, 43

Klar, Du übergibst die Bildrechte der Schule.
Und selbst wenn dem nicht so wäre, sind diese Einschränkungen einfach Voraussetzung für den Verleih der Kamera.

Sofern es nicht gegen geltende Gesetze verstößt, darf die Schule(und jeder andere auch) für einen Verleih voraussetzen was er will.

Kommentar von Minihoerly ,

Ja aber ich bin nicht Volljährig also bin nicht befugt eine Einverständniserklärung rechtlich zu unterschreiben ohne die Einverständnis meiner Eltern, oder?

Kommentar von apophis ,

Volljährigkeit ist keine Voraussetzung dafür.

Kommentar von Minihoerly ,

Nein ich übertrage der Schule nur die Nutzungsrechte zum Zeigen und nicht die Bildrechte

Kommentar von apophis ,

Andersherum, die Schule überträgt Dir die Nutzungsrechte für die Kamera. :)
Für das Bildmaterial allerdings nicht.

Kommentar von Ahzmandius ,

Die Veranstaltung ist Pflicht(hat der Fragesteller mir so gesagt). Das heißt er MUSS ein Video machen. Daraus folgt die Schule nutzt gnadenlos ihre Schutzbefohlenen aus. Das ist zumindest höchst unmoralisch (und meiner Ansicht nach Illegal).

Kommentar von apophis ,

Nein, die Schule erfüllt ihre Pflicht der Bildung.
Weiterhin erfüllen sie ihre Pflicht als Schutzbefohlene sehrwohl, und zwar indem sie gerade verhindern, dass Bildmaterial von der Schule bzw. von den Schülern - welches exklusiv für den Lehrbedarf erstellt wurde - weiter verbreitet oder gar veröffentlicht wird.
Das ist nicht illegal, sondern Pflichtbewusst.

Kommentar von Ahzmandius ,

Es ist eine Pflichtveranstaltung, der Schüler kann die Teilnahme nicht verweigern. Und genau das ist höchst unmoralisch.

1)Damit berauben sie den Schaffender jeder Wahl, wie er sein Werk vermarkten möchte(und zwar ohne, dass er eine Wahl hat)

2)Der Schaffende (hier der Schüler) hat überhaupt keine andere Wahl, als das Video zu diesen Konditionen abzutreten.

3)Wäre es eine freiwillige Veranstaltung... ok. Da es aber Pflicht ist, hat der Schüler keine Möglichkeit abzulehnen.

4)Wenn es darauf auch Noten gibt, dann könnte es sogar Erpressung sein.

Wir hatten an unserer Schule auch solche Filmprojekte und durften sie veröffentlichen ;-)

Antwort
von SleipnirFan3, 34

Nein.Eigentlich nicht ,aber was sagt der Rektor

Antwort
von LizFlower, 11

Fragst du dich das einfach nur so, oder hast du irgendeine Absichr dahinter?

Kommentar von Minihoerly ,

Ich möchte mir die Möglichkeit offen halten, den Kurzfilm z.B bei einem Filmfestival einzureichen.

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