Darf die Polizei mir nachträglich eine Strafe geben obwohl sie mich nicht auf frischer Tat ertappt hat (StVO)?

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5 Antworten

Hallo Nox2k5,

also ich halte die Geschichte für frei erfunden, kann im Moment nur nicht beurteilen, ob sie von Dir oder von Deinem Freund erfunden wurde.

Zwar muss man nicht zwingend sofort angehalten worden sein, damit ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden  kann. Aber so wie Du das geschildert hast, kann sich die Sache auch nicht zugetragen haben.

  1. Wie kann Dich Dein Freund als Fahrer benannt haben, wenn er gar nicht wusste, dass Du gefahren bist?
  2. Wenn Du wie verrückt durch die Stadt gefahren wärst, hätte Dich die Polizei sofort versucht anzuhalten und kommt nicht erst später vorbei.
  3. Legt die Polizei weder das Bußgeld, noch andere Folgen fest
  4. Nimmt die Polizei einen den Führerschein nicht ab, nur weil man eine Ordnungswidrigkeit begangen hat
  5. Woher soll die Polizei gewusst haben, wo Dein Freund arbeitet?
  6. Die Polizei hätte auch gar keinen Grund Deinen Freund auf der Arbeit aufzusuchen

Wenn die Polizei wirklich einen oder mehrere Verstöße festgestellt hätte, währe der Ablauf wie folgt gewesen;

  1. Da Du vor Ort nicht angehalten wurdest, fertigt die Polizei eine Ordnungswidrigkeitenanzeige die sich zunächst an den Halter des Fahrzeuges richtet.
  2. Die Polizei ist nicht für die Ahndung der Ordnungswidrigkeit zuständig, sondern sie übermittelt die Ordnungswidrigkeitenanzeige an die zuständige Bußgeldstelle
  3. Die Bußgeldstelle schickt dem Halter des Fahrzeuges einen Anhörungsbogen zu. In dem Anhörungsbogen wird der Tatvorwurf angegeben, und dem Halter wird die Möglichkeit gegeben:
  4. Die Tat zuzugeben oder
  5. Den Tatvorwurf zu bestreiten oder
  6. einen anderen Fahrer zu benennen
  7. zudem hat man die Möglichkeit sich zu den Tatvorwurf mit eigenen Worten zu äußern
  8. Hat der Halter Dich als Fahrer angeben, erhältst Du den Anhörungsbogen mit den in den Punkten 4 - 7 angeführten Möglichkeiten. Dieser Anhörungsbogen muss Dir innerhalb von 3 Monaten zugestellt werden, sonst kann die Tat nicht mehr verfolgt werden.
  9. Nach Rücksendung des Anhörungsbogens, erlässt die Bußgeldstelle den Bußgeldbescheid mit dem:
  10. Bußgeld plus 28,50 Euro an Verwaltungskosten. Die im Bußgeldkatalog angeführten Regelsätze gelten übrigens nur bei fahrlässiger Begehung. Wird Dir eine vorsätzliche Begehung vorgeworfen, so sind die Regelsätze zu verdoppeln.
  11. den Punkten
  12. dem Fahrverbot. Ist es Dein erstes Fahrverbot, kannst Du Dir in der Regel den Zeitraum aussuchen, so dass Du das Fahrverbot in die Zeit des Urlaubs legen kannst. Und wie gesagt, es ist nicht die Polizei die den Führerschein sicherstellt. Lediglich, wenn man von der Fahrerlaubnisbehörde aufgefordert wird den Führerschein abzugeben, kann man dieses auch bei der Polizei.
  13. Eintrag als A - Verstoß.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von Eichbaum1963
03.05.2016, 01:49

also ich halte die Geschichte für frei erfunden

Jo, nicht nur du; evtl. heißt ja der FS oder sein Freund mit Nachnamen Grimm. :P

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Entscheidend ist nicht die Frage, ob du auf frischer Tat ertappt wurdest, sondern ob dir die Tat/Taten nachgewiesen werden können. 

Es wäre zu klären, wie sich die Höhe der Strafe zusammensetzt. Letztlich können hier auch verschiedene Tatbestände zusammenkommen, die dann in Summe mit Gebühren etc. den Gesamtbetrag ergeben. 

Letztlich bleibt dir nur abzuwarten, was passiert. Wenn du Post bekommst, stehen deine Chancen schlecht, da der Halter des Wagens dich als Fahrer angegeben hat. 

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Kommentar von Nox2k5
02.05.2016, 22:25

Es war Samstag Abend gegen 22 Uhr... Bei meinem Kumpel stand die Polizei um 16 Uhr heute am Montag vor der Tür. Das heißt die Polizei wertet innerhalb von einem Tag das Bußgeld um es direkt am Montag vor die Tür zu bringen mit sofortiger Entziehung des Führerscheins? Ich hab keinen umgefahren oder Sonst was damit man den Führerschein SOFORT einziehen kann?? Ich habe mal die Polizei blöder weiße von rechts überholt die sind mir sofort hinterher gefahren mit Blaulicht... Das gab damals 50 Euro aber eigtl nur weil ich die Geschwindigkeit überschritten hab und mit Gefährdung. Jetzt wundern mich die 600 Euro?? Das ist doch unnormal...

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Das erscheint mir kurios. Die Polizei muss beweisen können dass du zu schnell gefahren bist. Wenn sie dich nicht inflagranti erwischt hat, braucht es ein Video oder ein Blitzerfoto. Ich weiß auch nicht ob das tatschlich üblich ist dass die Polizei dann Hausbesuche macht. Normalerweise wird einem dann ein Bescheid zugestellt in dem der Beweis enthalten sein müsste (bspw. Blitzerfoto) gegen den man dann in einer bestimmten Frist Widerspruch einlegen kann, aber ich kenn mich damit nicht so genau aus...

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Das muss die Polizei nicht gesehen haben und da muss dich auch nicht jemand anhalten noch genau an dem tag kurz danach oder sonst wann.

Stell dir das mal vor, das Auto, dass du überholt hast, hat sich das Kennzeichen gemerkt und ist zur Polizeit, hat die Geschichte etwas verschönert und angezeigt wegen Gefährdung etc (keine ahnung wie man das alles nennt)

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Kommentar von Nox2k5
02.05.2016, 22:16

Aber ich kann aussagen dass ich es nicht war was wollen sie denn machen? Mein Kumpel hat zwar gesagt ich hatte das Auto und bei mir wurde noch eine zweite Person im Wagen gesehen. Die "Polizei" war ja hinter mir somit kann ich jetzt meine Aussage verweigern indem ich sage ich war Beifahrer aber mein Familienmitglied das ich mitgenommen habe ist gefahren. Und da darf ich schweigen. Und was wollen sie dann machen? ... 

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Einfach abwarten. Auf einen Führerscheinentzug denk ich kannst dich vorbereiten aber einfach gechillt die Wahrheit sagen und hoffen dass es gut geht

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