Frage von Einhornkotze90, 80

Darf die Mutter über die Besuchswochenenden bestimmen?

Mein Bruder hat sich von seiner Freundin getrennt, zusammen haben sie einen 2 Jährigen Sohn. Die Freundin hatte schon ein Kind mit in die Beziehung gebracht, die kleine ist alle zwei Wochenenden bei ihrem Vater.

Zu beginn der Trennung haben mein Bruder und seine Ex sich darauf geeinigt das er seinen Sohn an den Wochenenden ist, wo das andere Kind beim Vater ist. Jetzt hat sich allerdings für meinen Bruder ein neuer Job ergeben, wo er jedes zweite Wochenende arbeiten muss. Leider fällt das Arbeitswochenende auf das Besucherwochenende.

Jetzt meint die Mutter, wenn mein Bruder das nicht ändert, darf er seinen Sohn nicht mehr sehen, da der Vater der Tochter nicht die Wochenenden tauschen kann (hat wohl schon das ganze Jahr verplant).

Wortlaut der Mutter: "Du musst dich nach mir richten! Ich habe das recht beide Kinder am Wochenende zu haben."

Ich, als unwissender Bürger, würde sagen, das die Arbeit vorgeht, damit man auch den Kindesunterhalt bezahlen kann. Irre ich mich?

Ich danke euch schonmal für die Antworten...

Antwort
von conelke, 38

Für mich hört sich das so an, dass die Freundin ein komplett kinderfreies Wochenende haben möchte, um ihren persönlichen Vorlieben nachgehen zu können...

Wenn rechtlich nichts geregelt ist, kann die Mutter natürlich viel bestimmen und die Besuchszeiten nach ihren Vorteilen ausrichten, aber ich gebe Dir schon recht, wenn der Vater an den Wochenenden arbeiten muss, kann er nichts dafür. Er ist seinem Arbeitgeber verpflichtet und kann natürlich nicht seine Arbeitsstelle aufs Spiel setzen.

Meines Erachtens müsste die Mutter ihm hier entgegenkommen, aber dann hätte sie natürlich noch das andere Kind zu Hause und kann nicht auf Rolle gehen. Ich sage das jetzt hier mal so salopp - denn ein anderer Grund erschließt sich mir nicht.

Wenn ihr daran gelegen wäre, dass das gemeinsame Kind auch seinen Vater sieht, wäre sie mit Sicherheit auch bereit dazu.

Tja, sehr schade, dass das immer mit solchen Schwierigkeiten verbunden ist. Wenn sich die Freundin nicht bekehren lässt, wird der Weg zum Anwalt für Deinen Bruder unvermeidlich. Dann muss per Gericht das Besuchsrecht geregelt werden. Leider mahlen die Mühlen hier seeeeeeeehr langsam, es ist teuer und die Mutter kann immer wieder quer schießen. Besser wäre, die Beiden einigen sich irgendwie.

Vielleicht wäre das Jugendamt noch eine Möglichkeit sich im Vorfeld beraten zu lassen.

Kommentar von Einhornkotze90 ,

Die Mutter ist leider sehr darauf bedacht sich nicht immer um ihre Kinder kümmern zu müssen. Schiebt sie oft ab um ihren Bedürfnissen nachzukommen (Party, Freunde treffen...)

Ein Termin beim Jugendamt wurde schon gemacht, ich wollte nur schonmal im Vorfeld wissen, was uns erwarten könnte...

Kommentar von conelke ,

Dann habe ich mit meiner Vermutung ja genau richtig gelegen. Wenn das Jugendamt nicht vermitteln kann, bleibt wahrscheinlich wirklich nur der Weg über den Anwalt. Es würde mich wundern, gäbe es einen Richter, der die Beweggründe der Mutter nachvollziehen kann. Wenn sie am Wochenende weggehen möchte, gibt es immer noch Babysitter - vielleicht sogar Oma und Opa. Für mich ist das kein plausibler Grund, dass sie dem Vater sein Kind vorenthält, nur weil er es an den besagten Wochenenden beruflich nicht hinbekommt.

Antwort
von Nutzervater, 39

Hm das ist schwierig. . 

Bei mir gab es in dieser Sicht solch Situation nicht. . Unter diesen Bedingungen. 

Was ich sicher sagen kann ist. Dass leibliche Kind hat ein Recht den Vater zu sehen und andersherum.  Dies kann die Mutter nicht verbieten.  

Notfalls falls keine Einigung stattfindet rate ich dringend zum Jugendamt oder zur zb Diakonie .. Familienberatung zu gehen und mich dort informieren

Antwort
von Becky1605, 30

Wenn sie ein gemeinsames sorgerecht haben dann muss er sich nicht zwingend nach der mutter richten. ( bin scheidungskind und kenne es so )
Hoffe ich konnte helfen

Antwort
von ollikanns, 36

Da er nicht mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, gelten da natürlich auch andere Regeln. Er hat lediglich das Umgangsrecht und muss sich schon nach der Mutter richten, die sich ja die allermeiste Zeit um das Kind kümmert. Wenn er das mit der Arbeit nicht regeln kann (oder will), dann muss er eben die Einschränkungen im Umgang mit dem Kind in Kauf nehmen. 

Kommentar von Einhornkotze90 ,

Sie haben aber das geteilte Sorgerecht... Macht das einen Unterschied?

Kommentar von ollikanns ,

Es gibt kein GETEILTES Sorgerecht. Wenn, dann ist es ein gemeinsames Sorgerecht, aber auch das macht keinen Unterschied.

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