Frage von Shinobiofmoon, 102

Darf die medizinische Fachangestellte das?

Hallo zusammen,

bevor ich den Arzt eine schlechte Bewertung gebe wollte ich hier fragen. Also ich habe letzte Woche Stechen an der rechten Seite gehabt und das den ganzen Tag. Am Abend dann hatte ich richtige Bauchschmerzen und den Rest erspare ich euch.

Am Montag dann bin ich mit ein dumpfen Schmerz im Bauch aufgewacht und immer wenn ich etwas esse, ist mir übel, (Blinddarm ist raus)

Ich hatte auch Blut auf den Toilettenpapier. Und ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil ich schmerzen an beiden Seiten hatte.

Nun ging ich heute zum Arzt und direkt hörte ich wie die Empfangsdamen über Patienten lästerten und wieso sie überhaupt kommen, wegen Lappalien.

Ich wurde dann empfangen und man fragte mich, ob ich immer noch Bauchstiche hätte. Sie fragten mich nach weitere Symptome und direkt sagte die Angestellte "Hämorrhoiden".

Ich erwähnte das ich eine Blasenentzündung habe und musste Urin abgeben. Nach zirka 20 Minuten rief mich die medizinische Fachangestellte zu sich und sagte mir das ich eine Blasenentzündung habe und das die Bauchschmerzen davon kommen. Doch die Blasenentzündung hatte ich erst seit gestern.

Sie redete noch mit mir über Medikamente die ich frei verkäuflich bekommen könnte für die Darmflora, so nachdem Motto "Wieso bist du hier?". Dann platzte die andere Empfangsdame im Labor rein und hörte sich auch meine Diagnose an, ließ auch die Tür offen.

Es ist nicht das erste mal, das bei diesem Arzt so etwas passiert. Ich kam mal mit einer Grippe und man schrieb mir auch nur direkt eine Bescheinigung.

Ist das eine normale Prozedur oder wie soll ich das auffassen? ich will nicht das Können der medizinischen Fachangestellte bezweifeln.

Antwort
von DorktorNoth, 28

Diagnosen darf nur der Arzt nach einer gründlichen Untersuchung und Anamneseerhebung, also einem Gespräch mit dem Patienten, stellen. Die Angestellte darf zwar einen Verdacht äußern, was du haben könntest, aber mehr auch nicht. Auch eine Krankschreibung benötigt eine Diagnose und damit Kontakt zum Arzt. Somit ist das von dir beschriebene Vorgehen tatsächlich nicht normal, üblich oder erlaubt. Auch mit dem Thema Diskretion, was ja verwandt ist mit Schweigepflicht, scheint in der Praxis nicht sonderlich gut umgegangen zu werden. Das ist definitiv nicht in Ordnung.

Was du daraus machen möchtest, sei jetzt dahin gestellt, ich selbst würde bei so einer Praxis definitiv nicht bleiben wollen. Alternativ käme natürlich auch ein klärendes Gespräch mitvdem Arzt in Frage. Bitte Vorsicht bei (übertrieben) negativen Bewertungen im Internet! Es hat schon Klagen von Ärzten gegen solche Bewertungen gegeben, die dann zurückgezogen werden mussten, weil das angezeigte Fehlverhalten nicht bewiesen werden konnte.

Kommentar von Belladonna1971 ,

Ich kann Ihre Aussage nur bestätigen.

Von einer Beurteilung auf Jameda und Co nahm ich Abstand. Ich bin es gewohnt, mit den Menschen direkt zu sprechen. So auch mit besagter MFA. Abgesehen von Indiskretion wollte sie mich nicht zum Arzt lassen und ein Folgeantibiotikum verordnen!

Das direkte Gespräch mit ihr war unmöglich, weil nicht kritikfähig und einsichtig. Das direkte Gespräch mit dem Arzt wurde von besagter MFA dauern unterbrochen, sie erschien immer wieder im Behandlungszimmer.... Der Arzt wand sich und ies war ihm sichtlich unangenehm. Da ich in einem kleinen Ort lebe, den Arzt grundsätzlich als ausgezeichneten Arzt und Diagnostiker erlebt habe, kann ich mich zu einem endgültigen Abgang noch nicht bewegen. Zumal er mich über Jahre in einer lebendbedrohlichen Erkrankung begleitete.

Manchmal muss man man Team - Arzt trennen und genau hinterfragen, was einem jetzt sehr wichtig ist.

Eine Lösung habe ich noch nciht gefunden und freue mich über Anregungen.

Antwort
von Muige, 52

Wow, so etwas ist mir ja noch nie passiert!

Vielleicht solltest du darüber nachdenken, den Arzt zu wechseln? Ich würde mir das nicht gefallen lassen, wer weiß, was die im Beisein anderer Patienten so über dich ausplaudern. Oder ggf. mal mit dem Arzt sprechen und sagen, dass dir das unangenehm war.

Zur Diagnose: Für mich klingt das nach aufsteigender Blasenentzündung (hatte ich selbst schon öfter), wenn sich die Bakterien Richtung Nieren ausbreiten gibt das ein fieses Stechen (Pochen) in der Seite, manchmal auich auf beiden Seiten. Eine Blasenentzündung kann sich ruckzuck ausbreiten, damit ist nicht zu spaßen. Mit Antibiotikum ist das aber meistens gut in den Griff zu kriegen. Gute Besserung!

Antwort
von Blas4me, 58

Für was eine schlechte Bewertung? Das interessiert die Arztpraxis in der Regel nicht. Du solltest dort nochmal hingehen und mit dem Arzt bzw. der Angestellen darüber reden und dass du mehr Diskretion wünscht.

Antwort
von Novoa, 38

Eine Blasenentzündung kann Bauchschmerzen weit unten lokalisiert provozieren, was natürlich nicht Ihren blutigen Stuhlgang erklärt. Ebenso wenig würde es Ihre Übelkeit erklären und irgendeine Abklärung fand auch nicht statt.

Ihre Symptomatik kann auf einen ulcus duodeni deuten, weil sie rechtseitig sagten. Trotzdem würde ich einen uclus vetriculi nicht pauschal ausschließen. Achtung: sind zwei unterschiedlcihe Lokalisationen einer sonst ähnlichen Erkrankung. Wenn das Blut am Klopapier hell war, könnte es auf Hämorrhoiden deuten, ist aber keine Bedingung. Anders wäre es jedoch bei dunklem Blut.

Eine Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn scheinen Sie nicht zu haben, wobei man selbst dass Betracht ziehen sollte.

Ansonsten kann es natürlich im Kontext der Bauchschmerzen mit der Blasenentzündung zu tun haben, wobei die Betroffenen häufig auf Toilette müssen, außerdem ist es leicht festzustellen mit einem Tesstreifen.


Kommentar von oppenriederhaus ,

Frage war :
Darf die medizinische Fachangestellte das?

Antwort
von Belladonna1971, 59

Ich habe leider ähnliches '(Niedersachsen).

Deine MFA darf es nicht!!!! Sie hat weit die Kompetenzen überschritten, ist respektlos und kennt das Wort Diskretion nicht.

Ich habe meinen Arzt darauf angesprochen und warte noch auf die Reaktion!

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