Frage von nenelisa, 180

Darf die Krankenkasse mir die Auszahlung des Verletztengeldes der BG verweigern mit der Begründung, dass ich familienversichert bin?

Ich bin selbständige Tagesmutter und hatte einen Wegeunfall. Die BG hat Verletztengeld bewilligt. Die Bewilligung dauerte einige Zeit und ich bin in die Familienversicherung meines Mannes gegangen, weil ich bis zur Bewilligung des Verletztengeldes keine Einkommen hatte und es nicht sicher war, ob die BG meinen Anspruch anerkennt. Jetzt will die Kasse mir das Geld nicht auszahlen, solange ich familienversichert bin und fordert, dass ich wieder als selbstversicherte KV Beiträge zahle, da das Verletztengeld als Einkommen anzusehen wäre. Ich kann das nicht glauben, weil ein Angestellter, der Verletztengeld bezieht auch keine KV Beiträge davon zahlen muss.

Antwort
von Lokicorax, 134

Hoi.

Du solltest dich dringend mit der Krankenkasse und der BGW in Verbindung setzen:

"Wie hoch ist mein Verletztengeld während der Arbeitsunfähigkeit und von wem bekomme ich es?

Bei Arbeitnehmern beträgt das Verletztengeld maximal 80 Prozent des Bruttogehaltes, das im letzten Abrechnungszeitraum (in der Regel der letzte Monat) vor dem Unfall bezogen wurde. Das Verletztengeld darf das Nettoentgelt nicht übersteigen. Anteilig sind davon noch Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten.

Versicherte Selbstständige erhalten als Verletztengeld den 450. Teil der Versicherungssumme.
Das Verletztengeld wird kalendertäglich gezahlt, wobei für einen vollen Monat 30 Tage abgerechnet werden. Um den Verwaltungsaufwand gering zu halten, wird das Verletztengeld im Auftrag der Berufsgenossenschaften von der Krankenkasse ausgezahlt, bei der der Verletzte versichert ist.Über Ausnahmen und besondere Berechnungsmodalitäten informiert Sie jede Bezirksverwaltung."

https://www.bgw-online.de/SharedDocs/FAQs/DE/Leistungen_und_Beitrag/Versicherung...

Ciao Loki

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