Darf die Krankenkasse Krankengeld ablehnen, auch wenn eigentlich eine Berechtigung besteht?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Hallo Frau Fanta,

Sie schreiben:

Darf die Krankenkasse Krankengeld ablehnen, auch wenn eigentlich eine Berechtigung besteht?

Jetzt bekommt sie aber Post von der Krankenkasse, dass sie Erwerbsminderungsrente beantragen soll. Darf die Krankenkasse das? Sie hat alle Wartezeiten und auch die Mindesarbeitszeit eingehalten.

Antwort:

Wenn an Hand der Krankenakten festgestellt wird, daß keine Aussicht auf Besserung besteht, dann hat die Krankenkasse das Recht und die Möglichkeit, dem betreffenden Krankengeldbezieher Auflagen zu machen!

Entweder, je nach Einzelfall, Antrag auf REHA bei der zuständigen DRV-Rentenanstalt oder aber wie hier geschehen, Antrag auf Erwerbsminderungsrente unter Fristsetzung!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Dies ist gesetzlich abgedeckt und vollkommen im Rahmen der zulässigen Möglichkeiten!

Denn:

Es gibt eine gesetzlich fundierte Mitwirkungspflicht!

Im Zweifelsfall Rechtsbeistand hinzuziehen!

http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Wird gegen die gesetzliche Mitwirkungspflicht verstoßen, so kann die Krankenkasse die Krankengeldzahlung einstellen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von FrauFanta
22.11.2016, 20:23

Der Arzt hat gesagt, die Erfolgsaussichten auf Heilung liegen bei 50% und man wüsste das in wenigstens 1 Jahr. Es gibt eigentlich gar keinen Hinweis auf Erwerbunfähigkeit. Jetzt noch nicht! Hat sie denn Chancen auf Widerspruch, wenn sie das so darlegt, wie ich jetzt geschrieben habe ( sie hat gerade Chemo, deshalb etwas schwach sich selber zu kümmern)

0
Kommentar von FrauFanta
22.11.2016, 20:25

Achso, Reha bekommst sie natürlich noch, aber noch nicht jetzt. Erst wird sie ein paar Monate im Krankenhaus bleiben.

0

wie ist denn die Prognose?

wurde bereits von Seiten der Ärzte eine Aussage gemacht, für wieviele Stunden sie noch arbeiten kann?

wird nach dieser erneuten Diagnose eine Reha zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit gemacht?

wie lauten die Blockfristen aus ihrem letzten Krankengeldanspruch?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von FrauFanta
22.11.2016, 16:38

Die Wartezeit ist um, es gibt keine Blockfrist mehr. Die Prognose ist völlig offen. Theoretisch ist es aber denkbar dass sie in 10 oder 12 Monaten wieder arbeiten kann.

0
Kommentar von FrauFanta
22.11.2016, 20:29

Das dauert viel länger als 3-6 Monate. Sie hat Krebs. Es gibt ja alleine schon 3 Chemos alle 2 Monate, dann eine Operation, dann evtl noch Bestrahlung, Chemo sowas. Die Reha kommt viel viel Später, erst wenn alle Behandlungen abgeschlossen sind. 1 Jahr Minimum. Danach ist sie aber mit einer 50% Wahrscheinlichkeit wieder gesund und kann arbeiten. Oder auch nicht, ok dann kann man aber immer noch Erwerbsminderungsrente beantragen. Es geht um die nächsten 1,5 Jahre!

0

Was möchtest Du wissen?