Frage von Ina2519,

Darf die Krankenkasse dem neuen Arbeitgeber Auskunft über Krankheit geben

Hallo,

habe mal wieder eine Frage: angenommen man tritt ein neues Arbeitsverhältnis an und man war bis kurz vor dem Neustart 6 Monate erkrankt. Darf die Krankenkasse den neuen Arbeitgeber darüber informieren? Ich habe es natürlich nicht erzählt und die Gründe für meine Erkrankung lagen an dem Unternehmen. Nun ist auch noch folgendes zu beachten, im Arbeitsvertrag steht folgende Klausel geschrieben, dass der Mitarbeiter verpflichtet ist Personalangaben wahrheitsgemäß gemacht zu haben und sollten diese sich als falsch entlarven, ist der Arbeitgeber berechtigt fristlos zu kündigen.

Würde das in diesem Falle auch zutreffen? Ich meine wenn bei der Einstellung die Krankenkasse dem "neuen Arbeitgeber" Informationen über mich preisgibt, ist das dann eine gerechtfertigte Kündigung, bzw. darf die Krankenkasse das überhaupt?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Ina

Antwort von homme,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du kannst von Glück reden in einem so sozialen Land zu leben, in dem ein Arbeitnehmer in speziellen Situationen selbst seinen Arbeitgeber belügen darf, ohne die Kündigung fürchten zu müssen. - Krankheit und beispielsweise auch eine Schwangerschaft bei Frauen gehören mit zu diesen "speziellen Situationen".

Du brauchst auch keine Angst zu haben, dass die Krankenkasse "plaudert", denn sie darf gar keine Angaben über die Krankheiten ihrer Mitglieder machen. Das machen aber manchmal Andere - ehemalige Arbeitskollegen zum Beispiel, oder der neue Chef kennt den Alten Chef....

Wer lügt hat also nie gute Karten und kann nie sicher sein, dass er nicht irgendwann auffliegt. - Nicht umsonst heißt es auch "Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen".

Antwort von Nunuhueper,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, die Kasse darf dem Arbeitgeber keine Informationen über Krankheiten und Dauer weitergeben.

Ich denke, dass eher der "Buschfunk" vom alten Arbeitgeber zum neuen Arbeitgeber funktioniert, wenn man sich kennt.

Antwort von magni64,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, dich nach Krankheiten zu fragen, auch nicht nach Schwangerschaft. Eine eben darauf folgend falsche Antwort auf eine solche Frage darf auch keine Folgen für dich haben. Die Krankenkasse darf auf keinen Fall irgendwelche Informationen über deinen Gesundheitszustand zu irgendeiner Zeit an deinen Arbeitgeber weitergeben.

Kommentar von Nightstick,

Ganz so einfach ist es leider nicht! Als Ergänzung Folgendes:

Zitat: "Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, dich nach Krankheiten zu fragen, auch nicht nach Schwangerschaft. Eine eben darauf folgend falsche Antwort auf eine solche Frage darf auch keine Folgen für dich haben." Zitat Ende.

==> Das ist in den meisten Fällen so, jedoch lange nicht in allen! Wenn es die Art der Tätigkeit erfordert (z.B. im Gesundheitswesen oder in der Lebensmittelbranche) darf er nach bestimmten (ansteckenden) Krankheiten fragen. Wenn es die Art der Tätigkeit nicht zulässt (z.B. Tänzerin) oder wenn Beschäftigungsverbote greifen (z.B. Bauarbeiterin, Busfahrerin) darf der Arbeitgeber sehr wohl auch nach einer bestehenden (!) Schwangerschaft fragen... und eine falsche Antwort würde ihn in beiden Fällen zur erfolgreichen Anfechtung des Arbeitsvertrages befähigen.

Kommentar von magni64,

Das sind Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Antwort von sunnyhyde,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das darf keine Krankenkasse. Mach dir mal keine Sorgen

Antwort von MightyM01,

Die Krankenkasse wird deinem neuen Arbeitgeber sicherlich nicht Auskunft über deine Krankheitsvorgeschichte geben. Ich frage mich ob die das überhaupt können. Die Patientenakte hat doch der jeweilige Arzt und wird doch nicht an die Krankenkasse übermittelt?

Im allgemeinen gehört das zu einer der unerlaubten Fragen in einem Vorstellungsgespräch. der Chef darf dich das nicht Fragen, und wenn doch musst du ihm darauf nicht antworten. wenn du es von dir aus selbst erwähnst bist du selber schuld, aber lügen solltest du auf keinen Fall.

um es kurz zu machen, es gibt keinen Grund für dich ein schlechtes gewissen zu haben.

Kommentar von 19Uhr30,

Nunja... Die Krankenkasse weiß schon genug über die Krankengeschichte seiner versicherten. Schließlich muss der Arzt zu Abrechnungszwecken angeben was er behandelt hat. Sie erfahren auch welche Medikamente Apotheker ihnen in Rechnung stellen.

Weitergeben dürfen sie diese Daten ohne Zustimmung des Versicherten allerdings nicht.

Antwort von altawas,

das macht die kasse nicht.

und wenn du was verschweigst, sind das keine falschen angaben

Antwort von saureBohne,

ob die KK das darf weiss ich nicht, aber nach der Probezeit wird sich wohl alles erledigt haben.

Kommentar von magni64,

herzlichen Glückwunsch! du hast es geschafft, keine Antwort zu geben und dafür Punkte zu bekommen.

Kommentar von saureBohne,

danke,wo sind die blumen ?

Antwort von ichhierundda,

Nein. Niemals. Das ist Datenschutz. mfg

Antwort von Memphisqueen,

Der neue AG wird von der Kasse nicht erfahren, warum du krank warst, diese Auskunft dürfen sie nicht herausgeben!!! Das fällt unter Schweigepflicht. Du darfst nicht sagen, das du eine Frau bist, wenn du ein Mann bist, oder 35 statt 22 ...alles andere ist deine Sache...

Kommentar von magni64,

Die dürfen nicht mal mitteilen daß der Versicherte Krank war.

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