Frage von tapancs, 39

Darf die Grundsicherung meines Mannes (Altersrentner) bei der Bedarfsermittlung für mein Alg2 bei ihm als Einkommen berücksichtigt werden?

Antwort
von landregen, 23

Natürlich! Was für eine Frage... ?

Das Jobcenter bezahlt, was euch als Bedarfsgemeinschaft zusteht. Da werden natürlich alle Einkommen der Gemeinschaft berücksichtigt.

Kommentar von tapancs ,

Ich glaube, du hast das Kernproblem nicht verstanden. Das alles Einkommen angerechnet wird, weiß ich selber. Aber wir sind eine gemischte BG. Mein Mann ist Altersrentner und deshalb vom Alg2- Bezug ausgeschlossen. Er bekommt als Altersrentner Leistungen nach dem SGB 12 und nicht nach dem SGB2 und muss Grundsicherung beantragen, da seine Rente nicht reicht, um seinen Bedarf zu decken. Funktioniert genau wie beim Alg2. Erst wird der Bedarf ermittelt, also Regelsatz + die halbe Miete und bei ihm noch ein Mehrbedarf wegen Schwerbehinderung. Diesem Bedarf wird sein Einkommen entgegengesetzt, also seine Rente. Aus dieser Berechnung geht hervor, dass sein Bedarf um ca. 60,00 € höher ist als sein Einkommen und deshalb bekommt er diese 60€ als Grundsicherung gezahlt.

Nun habe ich meinen Antrag auf Alg2 gestellt. Die Berechnung  des Bedarfs erfolgt analog der Berechnung der Grundsicherung. Einkommen (Rente) und Bedarf meines Mannes werden zwar mit berechnet und berücksichtigt, aber nur um festzustellen, ob bei ihm etwas drüber ist, was bei mir abgezogen werden kann oder muss. Da er Altersrentner ist, bekommt er kein Geld vom Jobcenter, sondern eben vom Grundsicherungsamt.

Für mich ist es nicht nachvollbar, wieso die 60,00€ Grundsicherung, die mein Mann zur Abdeckung seines Bedarfes vom Grundsicherungsamt erhält, vom Jobcenter als Einkommen bei ihm berücksichtigt werden. Da nimmt uns doch das eine Amt teilweise wieder weg, was das andere Amt bewilligt hat. Durch die Berücksichtigung der Grundsicherung als Einkommen bei meinem Mann ergibt sich ein Überschuss bei ihm, der von meinem Alg2 abgezogen wird (ist zwar nur einer geringer Betrag - aber mir geht es ums Prinzip).

Wären wir keine sogenannte gemischte Bedarfsgemeinschaft dann würde das ganze anders aussehen, weil dann nur eine Stelle für die Berechnung zuständig ist und demzufolge auch keine Sozialleistungen eines anderen Amtes als Einkommen berücksichtigen kann.

Ich verzichte auf Kommentare von Leuten, die nur glauben, Ahnung zu haben. Wir wollen uns hier nichts erschleichen. Aber ich kann diese Verfahrensweise echt nicht nachvollziehen und mir auch nicht vorstellen, dass das rechtens ist. Würde mich über eine Antwort von jemandem freuen, der sich in der Materie auskennt und nicht nur pauschal schreibt, dass das Jobcenter uns nur bezahlt, was uns als Bedarfsgemeinschaft zusteht. So schlau bin ich auch und mehr als uns zusteht wollen wir nicht. Wie gesagt, mir geht es hauptsächlich ums Prinzip, denn es handelt sich nur um einen geringen Betrag, der bei mir abgezogen wird und damit könnte ich leben.

Kommentar von landregen ,

Tut mir leid, deine Frage hat nicht mehr hergegeben. Dieser Kommentar zeigt erst, worum es geht.

Kommentar von landregen ,

Der Mehrbedarf auf Grund von Schwerbehinderung aus der Grundsicherung muss auch vom Jobcenter als Mehrbedarf angerechnet werden und darf nicht abgezogen werden.

Antwort
von lindgren, 18

Ja, klar. Alles Einkommen wird angerechnet, bzw. berücksichtigt.

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