Frage von bokker, 68

Darf die gesetzliche Krankenkasse Beiträge für ein Kind nachfordern das in der Familienversicherung versichert war?

Unser Sohn war von 2012-Ende 2015 bei meiner Frau mit Familienversichert in der gesetzlichen. Ich bin privat versichert. Die gesetzliche hat nie irgend Welche Einkommensnachweise von uns gefordert. Ab 2016 haben wir ihn nun privat versichert weil wir schon immer über der Jahresentgeldgrenze lagen. Jetzt verlangt die KK alle Steuerbescheide ab 2012 von uns um zu prüfen ob eine Familienversicherung in dieser Zeit überhaupt möglich gewesen wäre. Nun die Frage dürfen die das so viele Jahre rückwirkend prüfen und die Beiträge einfordern ? Das hat die all die Jahre ja auch nicht interessiert

Antwort
von sassenach4u, 37

Auf dem Fragebogen für die kostenfreie Familienversicheurng wird immer nach dem Einkommen des anderen Elternteiles gefragt. Hätten sie dort Angaben (evtl. die richtigen) gemacht, wäre es der Kasse schon direkt aufgefallen. So hat sie Recht, die Nachweise zu fordern und wird ihnen dann eine Rechnung aufmachen für diese Zeit.

Kommentar von bokker ,

2012 waren wir ja noch unter dieser Einkommensgrenze und haben das richtige Gehalt angegeben. Ab 2013 dann nicht mehr aber die KK hat nie wieder nachgefragt und wir wussten über düse Grenzen nicht Bescheid.

Kommentar von sassenach4u ,

Auf dem Bogen für die Familienversicherung steht :Jede Aenderung in den Einkommensverhaeltnissen ist mitzuteilen. Hat einer von euch unterschrieben. Damit hattet ihr die Bringschuld und die Krankenkasse prüft und fordert jetzt zu Recht ca. 170.00 Euro je Monat nach. 

Antwort
von catchan, 34

wer in der kostenfreien Familienversicherung mitversichert werden darf, ist klar gesetzlich geregelt:

>Einkommen des nicht krankenversicherten Elternteils -Ist der mit dem Kind verwandte Ehegatte/Lebenspartner des gesetzlich Versicherten nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, besteht für das Kind kein Anspruch auf Familienversicherung, wenn das monatliche Gesamteinkommen des Ehegatten/Lebenspartners

>regelmäßig ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt (3.450 Euro für 2003 bzw. 3.487,50 

Euro für 2004) und

>regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist.

>Sind beide Eltern in der gesetzlichen Krankenkasse versichert, besteht

>unabhängig von der Höhe des elterlichen Einkommens Anspruch auf
Familienversicherung für das Kind.

http://www.iww.de/lgp/archiv/familienversicherung-das-sind-die-spielregeln-fuer-...

Die gesetzliche Krankenkasse will nun nachprüfen, ob das Kind überhaupt in der Zeit familienversichert werden hätte dürfen.

Kommentar von catchan ,

Leider hat das mit den Zitat nicht geklappt.

Antwort
von schleudermaxe, 30

... die gehen hier bei uns 10 Jahre zurück und sind recht brutal mit ihren Forderungen. Keine Stundung meist. Viel Glück.

Meine Kids haben die auch aus der gesetzlichen geworfen. Der damals zuständige K. nennt sich Kohl und sein AM Blüm.

Aber dies will heute auch keiner mehr wissen.

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