Frage von DominikCgn, 51

Darf die Deutsche Post bei großen Briefen / Bücher- / Warensendungen von der Zustellung absehen?

Große Sendungen mit der Deutschen Post (nicht DHL!) lasse ich an meine Eltern liefern, weil dort tagsüber i.d.R. jemand zu Hause ist. Jetzt ist es schon mehrfach bei Briefsendungen vorgekommen, dass sich eine Abholkarte im Briefkasten befand, aber der Postbote nicht geklingelt hat. In der Überschrift auf der Karte steht u.a.: "[..] leider war es nicht möglich, Ihnen Ihre Sendung heute persönlich zu übergeben". Aber der Versuch erfolgte ja noch nicht einmal!

Als gestern der Postbote durch war und meine Mutter direkt zum Briefkasten ging, hatte sie wieder eine Abholkarte erhalten. Diesmal ist sie dem Postboten hinterhergegangen und hat ihn zu Rede gestellt. Er sagte, dass zu große Sendungen, die voraussichtlich nicht in den Briefkasten passen, gar nicht erst mitgenommen würden. Insofern konnte er die Sendung auch nicht aushändigen.

Ist diese Praxis bei der Deutschen Post zulässig? Schließlich zahlt man das Porto doch für die Zustellung zur Hausadresse? Oder macht es Sinn sich bei der Post, bzw. Bundesnetzagentur zu beschweren?

Antwort
von JuliusCesar53, 34

"In der Überschrift auf der Karte steht u.a.: "[..] leider war es nicht möglich, Ihnen Ihre Sendung heute persönlich zu übergeben". Aber der Versuch erfolgte ja noch nicht einmal!"

Ein 2. Zustellversuch wird bei solchen Sendungen nicht unternommen.

"dass zu große Sendungen, die voraussichtlich nicht in den Briefkasten passen, gar nicht erst mitgenommen würden"

:'D Ich habe herzlich Gelacht.. Natürlich muss diese Sendung mitgenommen werden und wenn sie nicht in den Briefkasten passt auch bei dem Empfänger geklingelt werden.

"Ist diese Praxis bei der Deutschen Post zulässig? Schließlich zahlt man das Porto doch für die Zustellung zur Hausadresse?"

Ich denke nicht, denn die Sendung sollte schon mitgenommen werden und falls Unzustellbar auch bei einer Filiale abgegeben werden. (Es gibt auch Ausnahmen wo es über die ZB läuft)

PS: Ich würde mir die Nummer deiner nächstgelegenen Zustellbasis raussuchen und mit dem Zustellbasisleiter reden und ihm die Situation erklären meist ändert sich auch was. (Am besten noch vor 8:30 Uhr)

Antwort
von Petrasilie, 31

Also mich würde das auch mächtig ärgern und ich würde wahrscheinlich nachhaken. Unser Postbote klingelt, wenn er eine größere Sendung dabei hat. Ansonsten kenne ich dieses Gebaren nur von Hermes.

Antwort
von lilatrudi, 26

Wenn der Zusteller die Kapazität der Zuladung überschritten hat, kann er  natürlich nicht alle Sendungen mitnehmen.

Die betreffenden Kunden bekommen daher eine Benachrichtigungskarte zur Abholung, um u.a. die Laufzeiten einzuhalten.  

Ist diese Praxis bei der Deutschen Post zulässig?

Ja, ist zulässig, denn mehr Zuladung als bis zur Belastungsgrenze der Zustellmitttel ist nicht möglich.

Kommentar von DominikCgn ,

Selbst im Falle einer Kapazitätsüberschreitung halte ich diese Praxis für völlig unangebracht: In dem Falle kann der Zusteller die Sendung halt erst am nächsten Tag austragen und nicht von mir verlangen zur nächsten Poststelle zu laufen, welche u.U. sogar weit entfernt sein kann (die Post hat ja in den letzten Jahren etliche geschlossen!). Zeitlich macht das für mich als Kunde keinen Unterschied, da ich die Sendung mit der Abholkarte auch erst am nächsten Werktag abholen kann.

Kommentar von lilatrudi ,

In dem Falle kann der Zusteller die Sendung halt erst am nächsten Tag austragen.

Wenn auch am Folgetag das gleiche Problem ( erhöhte Sendungsmenge) auftritt, wie lange sollen denn die Sendungen auf den nächsten Tag geschoben werden ? 

Zumal das eigenmächtige Rückstellen von Sendungen auf den nächsten Tag für den Zusteller disziplinarische Folgen haben kann.

Es ist zwar ärgerlich für den betreffenden Kunden, aber postalisch ist diese Vorgehensweise so vorgesehen.

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