Frage von elismana, 61

Darf der Vermieter reine Wohnungskatze ablehnen, weil die Nachbarn nicht zustimmen?

Guten Abend!

In meine Wohnung soll eine Katze mit einziehen. Das Tier ist eine reine Hauskatze und würde die Wohnung nur gesichert in der Transportbox, eventuell mal an der Leine, verlassen. Mein Vermieter möchte hierzu das Einverständnis aller Nachbarn aus meinem Haus.

Nun ist es aber so, dass sich die Mitmieter offenbar nicht dafür interessieren, mein deutlich sichtbar im Treppenhaus angebrachter Brief wird konsequent ignoriert. Da sich die Katze derzeit bei meinem Freund befindet, dort aber auch wieder raus muss, stehe ich etwas unter Zeitdruck.

Ich wohne in einem Block, in dem alle Häuser denselben Vermieter haben. Es gibt hier neben Hunden auch einige Katzen, die Freigänger sind. Meine Katze würde wie gesagt die Wohnung nicht verlassen, somit werden die Mitmieter im Grunde nicht gestört.

Ich weiß auch, dass mein Vermieter kein grundsätzliches Verbot erteilen darf, bzw. ein Verbot sinnvoll begründen müsste.

Meine Frage ist nun, ob das als Argument reicht, wenn ich das entsprechende Schreiben aufsetze, oder ob noch Jemand eine weitere Idee hat?

Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von andie61, 59

Dann gehe zu den einzelnen Mietern und lasse sie eine Einverständniserklärung unterschreiben das sie nichts gegen Katzenhaltung haben,so lernst Du gleich Deine Nachbarn kennen.

Antwort
von Dackodil, 29

Du mußt den Vermieter um Erlaubnis fragen. Der darf die Erlaubnis nur mit einer guten Begründung verweigern.
Eine stichhaltige Begründung wäre z.B., wenn einer der Mitmieter eine Katzenhaarallergie hätte.
Wie andere hier schon sagten, solltest du Klinken putzen gehen und alle Mitmieter persönlich ansprechen und ihr Einverständnis einholen.

Antwort
von imager761, 20

Was genau ist an der Aussage des Vermieters nicht zu verstehen? Du hast die Einwillgung aller Mieter des Hauses beizubringen, bevor er über deinen Antrag entscheidet.

Natürlich unterschreibt kein Mieter einfach einen Aushang, ohne dich und vor allen die Katze je gesehen zu haben - da wirst du schon jeden einzelnen persönlich aufsuchen müssen.

Die Duldung zur Haltung eine Katze wäre selbst dann allerdings lediglich  widerruflich erteilt. Man stelle sich vor, ein Mieter, Besucher oder Handwerker leidet an einer Tierhaarallergie. Nach seiner ersten Beschwerde, Mietkürzung oder Weigerung, das Haus zu betreten, hättest du die Katze "in Abwägung der widerstreitenden Interessen" wieder abzuschaffen - warum willst du das dem Tier antun?

G imager761

Antwort
von TrudiMeier, 39

Ob du einen Aushang am Schwarzen Brett machst oder das Papier gleich in den Müll wirfst, bleibt sich gleich.  Du solltest bei deinen Mitmietern vorstellig werden und sie die Einverständniserklärung persönlich unterschreiben lassen.  Und ja, dein Vermieter kann die Katzenhaltung verbieten, wenn er einen stichhaltigen Grund dafür hat. Dass andere Mieter Hunde und Katzen halten ist irrelevant. Der Vermieter ist nicht verpflichtet alle Mieter gleich zu behandeln.

Antwort
von portobella, 21

Mir würde es als Nachbar auch nicht gefallen, wenn jemand einen Brief aushängt und ich unterschreiben soll, und ich denke, das es einfach höflicher ist, die Nachbarn persönlich zu fragen, und dann auch unterschreiben zu lassen, das sie nichts gegen die Katze haben.

Antwort
von Johannisbeergel, 56

Anders gefragt: Wenn man einen Hund hätte, würde der sicher mal bellen und man würde euch täglich 2-3x rein und rausspazieren sehen. 

Was würde man von einer Katze hören und sehen? Ungefähr nichts. 

Du könntest sogar illegale Schlangen und Spinnen halten, ne Drogenküche einrichten und in deiner Wohnung Camsex machen - niemand würde es je mitbekommen, weil ohne deine Erlaubnis niemand rein darf. 

Antwort
von UserDortmund, 23

Auch wenn er es gesetzlich nicht verbieten kann gibt es wegen und Möglichkeiten.

Generell empfehle ich eine Tierhaltung mit dem Vermieter abzusprechen.

Antwort
von KotoriPii, 47

Gibt es denn tatsächlich Nachbarn die sagen sie wollen das nicht ? Oder wie muss ich das verstehen ?

Antwort
von Delveng, 61

@elismana,

ein Vermieter darf, wenn überhaupt, nur ein begründetes Verbot für die Haltung von Hunden aussprechen, nicht jedoch ein Verbot für die Haltung von Katzen.

Kommentar von TrudiMeier ,

nicht jedoch ein Verbot für die Haltung von Katzen.

Und wie kommst du auf das schmale Brett? Gesetzesgrundlage?

Kommentar von Furino ,

würde mich auch interessieren. Wenn Sie hier Roß und Reiter nennen akzeptiere ich das. Andernfalls halte ich das für einfach dummes Geschwätz.

Antwort
von kenibora, 52

Wie groß ist denn die Wohnung? Persönlich tut mir nur die Katze leid...ablehnen kann sie niemand! (Wenn es nicht im Mietvertrag steht!)

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