Frage von MoEddie, 69

Darf der Vermieter einen Hund halten?

Wir wohnen seit einem halben Jahr im 1. Stock und unter uns der Vermieter mit seiner Freundin und 3 Söhnen von 5-9 Jahren. Nun erzählt er, dass sie demnächst einen Hund bekommen. Und das obwohl beide arbeiten und die Kinder auch außer Haus sind bis zum frühen nachmittag. 

Mein Mann arbeitet in 3 Schichten und hat nun Bedenken, dass er nicht mehr ausreichend schlafen werden kann. Wir sind wirklich erschrocken. 3 Kinder ist schon sehr lebhaft und nun auch noch ein Hund! Darf ein Vermieter eigentlich wirklich alles machen in seinem Haus?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo MoEddie,

Schau mal bitte hier:
Haustiere Vermieter

Antwort
von schelm1, 8

Ja, im Gegensatz zu einem Mieter hat der Vermieter ein uneingeschränktes Eigentumsrecht über sein Eigentum.

Im Gegensatz zu einem Mieter ist der Eigentümer nicht an mietvertragliche Vereinbarungen gebunden, die einenM ieter z.B. in der Hundehaltung beschränken könnten.

Im Übrigen muß sich der Vermieter aber auch an seine Verpflichtungen gegenüber dem Mieter als Vermieter aus dem Mietvertrag halten.

Der Mieter wiederum kann einfach mit der gesetzlcihen Frist von drei Monaten kündigen und ausziehen, während der Eigentümer den Vemieter nicht so ohne weiteres kündigen kann und bei länger bestehenden Mietverhältnisseen zudem auch erweiterte Kündigunsfristen, bis hin zu 9 Monaten, zu beachten hat; hier ist der Mieter im Vorteil.

Antwort
von jww28, 23

Hi,

Auch wenn es nicht schön ist, diese Art Hunde leiden zu lassen ist hier gesellschaftlich und rechtlich erlaubt, das machen leider viele, weil oftmals die Empathie fehlt sich in die Welt eines Rudeltieres reinzuversetzen. Das hat dann manchmal die Folge das der Hund jeden Tag heulend Zuhause sitzt. Das einzige was man anzeigen kann ist die Ruhestörung, das gillt auch für die Wohnung des Vermieters ;)

Allerdings macht ihr euch im Vorfeld Gedanken über etwas was noch nicht eingetroffen ist, ohne den Vermieter was negatives anzuhängen könnte es ja auch so sein das der Hund einen Hundesitter bekommt oder gar mitgeht zur Arbeit, vielleicht nehmen die schwiegereltern oder sonstige Verwandte den Hund, wenn keiner da ist? Würde also eher mal abwarten, bevor ich mir ein Kopf um Sachen mache die evtl gar nicht eintreten.

Wenn man allgemein unzufrieden mit der Wohnsituation ist , ist es oftmals besser sich nach einer besseren Wohnung umzuschauen die evtl ruhiger ist. Es spart Nerven ;)

Kommentar von MoEddie ,

Wir sind doch "gerade erst" eingezogen...

Natürlich hat man seine Bedenken.

Zudem alle dann außer Haus sind - nur mein Mann im Bett... (Zur Arbeit können sie den Hund nicht mitnehmen.)

Kommentar von jww28 ,

Oh das ist in der Tat dann ärgerlich. Aber rechtlich gesehen muss man die Sache erstmal auf sich zukommen lassen. Vielleicht bellt der Hund nicht und zerstört dafür lieber die Inneneinrichtung des Vermieters. ;) da würde es sich bestimmt von alleine erledigen :) 

vorsorglich evtl einfach erstmal Oropax besorgen, als erste Abhilfe für den Fall das die Befürchtungen eintreten. 

Antwort
von Gina1230, 23

Das mit dem Schichtdienst ist übel, aber das liegt nicht in der Verantwortung des Vermieters.

Was bedeutet " Darf ein Vermieter eigentlich wirklich alles machen in seinem Haus"? Der Mann hat ein Haus, eine Familie mit 3 Kindern und (dann) einen Hund. Beide arbeiten und vormittags ist niemand zu Hause. Das hört sich für mich total normal an.

Antwort
von blueIibelle, 16

"Darf ein Vermieter eigentlich wirklich alles machen in seinem Haus?" Ja, das darf er. Die Kinder waren ja bei eurem Einzug bereits vorhanden! Falls es wirklich durch den Hund möglich sein sollte, dass dein Mann nach erfolgter Nacht- oder Frühschicht nicht in den Schlaf kommt, wäre ein klärendes Gespräch mit dem Vermieter immer noch eine Möglichkeit, sich friedlich zu einigen. Jetzt schon gegen den Hund zu protestieren, wäre verfrüht.

Aber wartet doch erst einmal ab, was kommt. Dann könnt ihr immer noch entsprechend handeln, notfalls eine ruhigere Wohnung suchen und dann umziehen. 

Antwort
von Lexa1, 28

Eigentlich schon, es ist sein Eigentum. Und solange der Hund nicht zu lange oder zu unmöglichen Zeiten bellt, müsst Ihr das hinnehmen.

Etwas anderes ist es, wenn der Hund den ganzen Tag alleine ist, das würde schon fast an Tierquälerei grenzen. ( Auch ohne bellen oder jaulen )

Antwort
von Dog79, 30

Ja darf er. Er darf Hundehaltung gestatten oder untersagen, folglich auch einen Hund anschaffen.

Wie er das dann mit Arbeit, Kindern und Hund macht geht dich frühestens etwas an wenn du dadurch beeinträchtigt wirst.Da es sich aber nicht um dein Haus handelt solltest du über einen Umzug nachdenken.

Antwort
von anitari, 18

Darf ein Vermieter eigentlich wirklich alles machen in seinem Haus?

Fast alles. Unter anderem einen Hund halten ohne jemanden zu fragen.

Antwort
von NightHorse, 39

Ein Vermieter darf in seinem Haus nicht machen was er möchte. Allerdings einen Hund halten darf er sich, muss in diesem Falle aber auf die Mieter rücksicht nehmen.

In bestimmten Fällen würde euch eine Mietminderung zustehen, falls ihr vom Lärm des Hundes belästigt werdet.

Und wenn sich der Vermieter einen Hund zulegt und im gleichen Haus wohnt, kann er euch im umkehrschluss die Haltung von Haustieren im übrigen auch nichtmehr verweigern.

Kommentar von Gina1230 ,

Zu:
"kann er euch im umkehrschluss die Haltung von Haustieren im übrigen auch nichtmehr verweigern."

Bist du dir da sicher? Wo steht das?

Kommentar von NightHorse ,

Es gab vor ein paar Jahren ein BGH Urteil, welches besagt, das ein Vermieter die Erlaubnis zur haltung von Haustieren nur ein begründeten Einzelfällen verweigern darf.

Wird vom Vermieter im einem Mehrfammilienhaus die Tierhaltung für eine Partei erlaubt, kann der Vermieter die Tierhaltung für eine andere Partei nicht mehr verbieten, da die möglichen gründe für ein Haltungsverbot hinfällig sind.

Außnahme wäre da nurnoch ein Kampfhund oder beispielsweiße eine Ausgewachsene Dogge in eine 30m² Wohnung.

Kommentar von anitari ,

Wird vom Vermieter im einem Mehrfammilienhaus die Tierhaltung für eine Partei erlaubt, kann der Vermieter die Tierhaltung für eine andere Partei nicht mehr verbieten, da die möglichen gründe für ein Haltungsverbot hinfällig sind.

Das ist schlicht falsch.

Das der Vermieter, der im selben Haus wohnt, einen Hund hat wäre schon mal ein plausibler Grund den Mietern die Hundehaltung zu untersagen.

Kommentar von Gina1230 ,

O.k., danke NightHorse. Davon habe ich auch schon gehört.

Aber das gilt, wie du schreibst, für Mehrfamilienhäuser. Meist handelt es sich ja um Einfamilienhäuser mit sog. Einliegerwohnung (oder um Zweifamilienhäuser). Ob das da auch so ist? (Weil der BGH in seinem Urteil offenbar ausdrücklich von Mehrfamilienhäusern ausgeht.)

Kommentar von anitari ,

Weil der BGH in seinem Urteil offenbar ausdrücklich von Mehrfamilienhäusern ausgeht.

In dem Urteil steht rein gar nichts zur Art des Hauses.

Kommentar von bwhoch2 ,

kann er euch im umkehrschluss die Haltung von Haustieren im übrigen auch nichtmehr verweigern.

Wenn es sich, wie in diesem Fall offenbar, aber um ein Haus mit nur einer Mietwohnung handelt und der Vermieter selbst drin wohnt, kann er aber den §573a BGB nutzen, um mit drei Monaten längerer Kündigungsfrist Mieter samt Hund abzuschaffen.

Insofern glaube ich auch nicht, dass ein BGH-Urteil zu diesem Fall passt, denn ein solcher Fall geht normalerweise nicht bis zum BGH, bevor die Mieter nicht aufgrund dieses § längst ausgezogen sind.

Antwort
von Strolchi2014, 37

Natürlich darf er einen Hund halten. es ist sein Haus.

Wenn es euch dort zu laut ist, müsst ihr euch halt eine neuen Wohnung suchen.

Antwort
von flareb, 26

Wer sollte es ihm verbieten?

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