Frage von Wissensdurst64, 73

Darf der Pflegedienst nach 1 Minute einfach gehen, wenn Kunde nicht schnell genug öffnet und für ein nochmaliges Kommen dann Geld berechnen?

Meine Schwester bekommt über einen Pflegedienst Medikamente verabreicht, morgens und abends (u.a. Psychopharmaka, Schmerzmittel)?Die Aufgabe des Pflegedienstes ist es nur, die Medikamente zu verabreichen.

Aufgrund eines Zwischenfalls vor ca. 3 Jahren

(kaum Deutsch sprechende Pflegekraft schob meine Schwester beiseite, sie sagte so etwas wie "kein Zeit mach schnell du", meine Schwester schob diese dann aus der Tür, weil sie Angst hatte, die Pflegekraft behauptete dann später, sie sei angegriffen worden, sie sei so klein und dünn, meine Schwester groß und schwer usw.- das war einziger und erster Vorfall in 60 Lebensjahren!, meine Schwester neigt nicht zu Gewalt!)

kommen die Pflegekräfte nicht mehr in die Wohnung und verabreichen die Medikamente an der Tür. Dies ist ohnehin schon ein demütigender Zustand! Der Pflegedienst kommt zu unterschiedlichen Zeiten, morgens so zwischen 07:15h und 08:45h und am Abend zwischen ca 17:30h und 19:00h, angeblich können sie das nicht anders einteilen. Manchmal kommen sie gar nicht, meine Schwester hat eine Norfallration zuhause.Auch dieses Nichtkommen finde ich unmöglich, denn dann wartet sie vergeblich!

Meine Schwester läuft mit Gehstöcken oder ganz langsam auch mal ohne.Der Pflegedienst erwartet, dass meine Schwester in 1 Minute an der Tür ist, in dieser Minute klingeln die Pflegekräfte (besonders die Chefin) oft bereits 2 oder 3 mal.Ich war vor einigen Wochen wieder einmal anwesend, als der Pflegedienst kam (auf dem Balkon). Meine Schwester ging zur Tür, das ganze dauerte wohl so 1,5 Minuten, da klingelte es in dieser Zeit 4 mal lange. Ich hörte, wie die Pflegekraft schimpfte.Man kann nicht verlangen, dass Menschen neben der Tür sitzen und warten, dass der Pflegedienst kommt, es dauert eben ein wenig, bis jemand an der Tür ist, besonders, wenn diese Person schlecht laufen kann.Zudem kann man** auf Toilette** sein oder anderes erledigen in der Wohnung, da kann das auch mal etwas länger dauern.

Meine Schwester ist immer zuhause, wenn der Pflegedienst kommt, wenn etwas anliegt, sag sie vorher ab.

Die Pflegekräfte sagen, sie hätten so einen dichte Zeitplan, da müssten die Leute sofort bereits stehen!Man kann ja nicht 1, 1,5 oder zwei Stunden neben der Tür auf dem Stuhl sitzen bleiben!

Schlüsselübergabe ist ja nun sowieso ausgeschlossen und dies wollte meine Schwester auch nicht, es würde nun auch nichts bringen, wenn jemand z.B. auf Toilette ist .

Ich bin der Meinung, eine Pflegekraft muss eine angemessene Zeit warten, ich denke, so 3 Minuten müssen schon immer drin sein.

Gibt es gesetzliche Regelungen?

Letztens hat meine Schwester wohl wieder nicht schnell genug geöffnet, sie war auf Toilette und rief sogar, das hört man außen, da Toilette genau neben der Eingangstür ist), da fuhr die Pflegekraft weg und kam später nochmal, dafür soll meine Schwester nun privat bezahlen.

Es muss doch Vorgaben geben, niemand sitzt doch neben der Tür!

?

Antwort
von Griesuh, 48

So wie ich den Text interpretiere, scheint deine Schwester nicht unbedingt unkompliziert zu sein.

Zum einen gibt es keine gesetzlichen Vorgaben für eine Wartezeit. Zum anderen könntet ihr dem Pflegedienst doch Schlüßel zur Wohnung aushändigen. Dann kommen solche Dinge nicht mehr vor.

( Auch wenn du glaubst, dass das nicht möglich sei)

Ihr wärt nicht die einzigen die Schlüßel an einem PD aushändigen.

jetzt denke einmal nach: eine Pflegekraft im ambul. PD hat in der Frührunde 10-15 Kunden. jetzt steht sie bei jedem KUnden 3-5 min. vor der Tür bis geöffnet wird. Das sind pro Tour schon 45 bis 75 min. die verloren gehen.

Ein ambul. PD ist auch nur ein wirtschaftlicher Betrieb. Auch er muss sehen, dass er nicht nur miese einfährt.

Bei den Honoraren, die die Kassen bezahlen, ist für medikamentengabe leider nur eine Zeitspanne von maximal 5 min. möglich.

Dass der PD nun eine zweite Anfahrt privat berechnen will, finde ich nun aber auch überzogen.

Setzt euch doch nochmals mit der Pflegedienstleitung zu sammen und besprecht dieses Problem. Es wird sicherlich eine Lösung geben.

Denn zu solchen Ereignissen gehören immer zwei.

Dann bleibt noch die Möglichkeit, dass ihr euch einen anderen ambul. PD sucht, wenn keine Einigung möglich ist.

Kommentar von Wissensdurst64 ,

Bei den Honoraren, die die Kassen bezahlen, ist für medikamentengabe leider nur eine Zeitspanne von maximal 5 min. möglich.

Die Medikamentenübergabe dauert keine 30 Sekunden, das weiß ich, weil ich ja selbst schon öfter in der Wohnung war, wenn der PD kam.

Normal ist meine Schwester nach 1 Minute an der Tür, im Einzelfall kann es dann eben auch mal  3  Minuten dauern.

Wenn bis 5 Minuten kalkuliert sind, dann ist das ja alles im grünen Bereich.

So wie ich den Text interpretiere, scheint deine Schwester nicht unbedingt unkompliziert zu sein.

Das ist sie bestimmt nicht, das macht alleine schon ihre Krankheit aus, die ist nun mal Renterin aufgrund ihrer Psyche.

Ich denke aber auch, dass zu einer Pflege eine solide Ausbildung gehört, Hilfen die kaum Deutsch sprechen, sind bestimmt nicht geeignet, psychisch Kranke zu betreuen.

Ich glaube eher, dass einige sich mehr rausnehmen, wenn sie wissen, dass man dem psychisch Kranken sowieso nicht galubt.

Ich glaube, ich werde in der nächsten Zeit immer mal zu dieser Uhrzeit anwesend sein und schauen, wie sich die Kräfte weiter verhalten. Wenn das nochmal vorkommt, dass sie so unfreundlich werden, obwohl meine Schwester zügig öffnet, werde ich es dem medizinischem Dienst melden.

Gespräche gab es schon, der PD ist immer 100% davon überzeugt, dass sie alles richtig machen.

Kommentar von Wissensdurst64 ,

Mir fält noch ein: Wie gesagt, den Schlüssel möchte sie nicht geben und das finde ich in Ordnung, denn die Übergabe erfolgt sowieso an der Tür. Zudem nutzt es ja nichts, wenn jemand auf der Toilette sitzt, wenn man ihm die Tabletten zum Mund geben soll.

Zudem sollte der Pflegedienst immer ca. zur gleichen Zeit kommen, denn einen Zeitrahmen von 2 Stunden morgens und abends ist eine Frechheit, der Patient ist ja dann so gebunden, nur wegen 2 mal 30 Sekunden.

Kommentar von Griesuh ,

Wenn du dich über den PD beschweren willst, musst du das bei der Kranken/Pflegekasse machen. Der MDK wird nicht aktiv, wenn privat Personen sich dort auslassen. Der MDK wird erst nach Auftrag durch die Kasse aktiv.

Antwort
von Griesuh, 40

Mir ist gerade ein Beitrag zu diesem Thema von 2009 aufgefallen mit gleichem Inhalt

Habt ihr das Problem schon so lange?


Kommentar von Wissensdurst64 ,

Ich wüsste nicht, ich habe hier nie geschrieben, war bestimmt ein anderer Fall.

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