Darf der Mieter wegen dem Mindestlohn die Miete über die Betriebskosten erhöhen?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Wenn die letzte Nebenkostenabrechnung eine kräftige Nachzahlung ergeben hat oder der Wirtschaftsplan für das kommende Abrechnungsjahr tatsächlich erheblich gestiegene Kosten ausweist, dann können die Nebenkostenvorauszahlungen angepasst werden.

Das Argument, die Mindestlöhne seien gestiegen, hat ihr eigentlich nichts zu suchen. Das hat er wahrscheinlich nur ergänzend und erklärend gesagt.

Die Kaltmiete hat er offensichtlich nicht erhöht, oder? Wenn das der Fall wäre, dann gelten gesetzliche Regelungen: innerhalb von drei Jahren maximal 20%, in einigen Regionen maximal 15% (sogenannte Kappungsgrenze). Und auch nur bis maximal 10% über Mietspiegel.

Nb: Es muss heißen "wegen des Mindeslohns".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine solche Begründung für die Erhöhung (Anpassung) der Vorauszahlungen für Betriebskosten ist unwirksam. Du brauchst sie nicht zu zahlen. Hier liegt wohl keine Mieterhöhung (Nettomiete!) vor sondern der Betriebskostenvorauszahlung. Deren Erhöhung wäre nur dann zulässig, wenn du eine Nachzahlung leisten sollst. Dann wäre der monatliche Anstieg 1/12 des Nachzahlungsbetrages und erst ab übernächstem Monat nach Zustellung der Abrechnung zulässig.

Dagegen muss die Erhöhung der Nettomiete nach den Vorgaben des BGB begründet und angekündigt werden.

Lass uns wissen, was nun tatsächlich Sache ist um dir zu bestätigen, was rechtens ist oder auch nicht. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

kann man durchaus, hängt aber von einigen punkten ab.

zum einen müsst ihr mindestens 15 monate in der wohnung wohnen, vorher darf er euch überhaupt nichts erhöhen. außerdem dürfen mieten nur um 15-20% innerhalb von 3 jahren steigen. ob dies der fall ist, wisst nur ihr selbst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Mieterhöhung hat mit Löhnen/Lohn indirekt nichts zu tun... die Nebenkosten steigen, weil die Unternehmen z.B. Instandsetzungen, Sanierungen mehr kosten, u.a. durch Lohnerhöhungen....Nur, weiß nicht was Du für eine Heizung hast....diese Energiekosten sind um einiges gesunken

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Wuermchen3
07.09.2016, 20:59

die Nebenkosten sind gesunken. Sowie auch die Heizkosten.

0

... die geschuldete Miete hat m.E. nichts mit einer BK-Abrechnung am Hut und der Mindestlohn nichts mit den BK.

Verteilt werden dürfen doch nur die Kosten und Lasten und da spielt ein Mindest-Lohn keine so große Rolle, oder übersehe ich etwas?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alle mieter zusammen 50,- pro monat mag sein , sie allein 600,-im jahr ist ein wahnsinnger rechen fehler des vermieters .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Wuermchen3
07.09.2016, 21:03

ich werde dem nochmal auf den Grund gehen. vor allem ist der Vermieter ein sehr Großer im Ort. Nicht alle haben diese Erhöhung bekommen. Sind auch welche die Geld wieder bekommen und keine Erhöhund diesbezüglich haben.

0

Betriebskosten sind keine Miete, sondern tatsächlich vorhandene Kosten.

Wenn davon Hasusmeister und Reinigungskraft bezahlt werden und deren Löhne gestiegen sind, dann sind die Nebenkosten nun mal höher.

Du wirst ja hinterher eine Abrechnung erhalten und wenn ihr zuviel gezahlt habt, gibts das ja wieder ausbezahlt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Habt ihr nen Hausmeister exklusiv nur für eure Wohnung? Der Mindestlohn ist von €8,50 auf €8,84 gestiegen. Bei einer 40h-Woche geht man von 174 Stunden im Monat aus. Mal 34 Cent macht das knapp 60 Euro pro Monat.

Wenn ihr jetzt 50 Euro alleine bezahlen sollt, kommt mir das ein wenig arg hoch vor...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schleudermaxe
09.09.2016, 12:01

... und warum sollte ein Mieter einen Hausmeister bezahlen müssen, der meist mit Reparaturen und Verwaltungsarbeiten beschäftigt wird, oder übersehe ich etwas?

0

Was möchtest Du wissen?