Frage von Danubi, 58

Darf der Kollege 12 Euro Tagesgeld ansetzen?

Ein Kollege wurde als Berater für die Firma mit Dienstsitz in Hamburg eingestellt. Er lebt in Bremen, hat einen Dienstwagen und hat in ganz Deutschland Einsätze. Nun hat er seit einiger Zeit einen Einsatzort in der Nähe seiner Wohnung (20 km enternt). Darf er trotzdem die 12 Euro Tagesgeld ansetzen? Ist das steuerlich in Ordnung? Ist das Unternehmen verpflichtet zu zahlen? Danke für die Antworten.

Antwort
von ngdplogistik, 19

Lieber Danubi.

Bei dem Tagegeld "handelt' es sich wahrscheinlich um ein Verpflegungsgeld, dass von der Finanzbehörde festgelegt wird. 

Meines Erachtens ist dies rechtens, da er innerhalb und ausserhalb seines Wohnortes Einsätze hätte, die eine Verpflegung zu Hause kaum gewährleisten würde. Das wäre dann auch, wenn dies der Fall sein sollte, steuerlich in Ordnung.

Wenn er zu Hause tätig wäre oder in 

u n m i t t e l b a r e r 

Nähe seines Wohnortes, so dass eine Verpflegung innerhalb des Hauses möglich ist, könnte eine Zumutbarkeit gegeben sein, so dass evtl. das Tagegeld entfallen würde.

Dies ist keine Beratung oder gezielte Information, aus der abgeleitet werden könnte, dass diese gemäss der Frage, bestehender Gesetze oder Verordnungen anwendbar ist.

Hier wird lediglich der Versuch unternommen, eine Frage ohne rechtlichen Hintergrund zu beantworten, weshalb jegliche Haftung ausgeschlossen wird.

Der Fragesteller, wenn dieser eine Handlung aus seiner Sichtweise vornimmt und Inhalte dieser Antwort nutzt, "handelt" in eigenem Interesse und unterliegt der eigenen Verantwortung.

Liebe Grüße

Kommentar von gerolsteiner06 ,

@ngd...: Du bist eindeutig ein Jurist.

Wer anders kann auf die Idee kommen, bei der Beantwortung einer GF-Frage einen Haftungsausschluß zu formulieren.   !!!!

Ich lach mich tot ... erkennst Du eigentlich noch wo die Juristerei aufhört und das "normale" tägliche Leben anfängt ??

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Wenn Dich jemand auf der Straße nach dem Weg zum Bahnhof fragt,  wie würdest Du Deine Antwort formulieren ???   .... ich kann es mir vorstellen :-))

Kommentar von ngdplogistik ,

Das war keine Frage zum Bahnhof 

sondern eine Frage ...ob der Kollege etwas ...darf und die Steuer dies akzeptieren würde und ich in der Antwort etwas vorsichtig formulierte - aus gutem Grund. 

Wenn Du gutefrage.net nimmst, schreiben die Ähnliches auf den Inhalt bezogen und zwar zur Absicherung - auch aus gutem Grund.

Liebe Grüße

Kommentar von ngdplogistik ,

Viel Spass beim Totlachen.

Liebe Grüße

Antwort
von gerolsteiner06, 21

das ist alles aus Wikipedia:
Verpflegungsmehraufwand
steht für die zusätzlichen Kosten, die eine Person zu tragen hat, weil sie sich aus beruflichen Gründen außerhalb der eigenen Wohnung und außerhalb der  ersten Tätigkeitsstätte aufhält und sich daher nicht so günstig wie zu Hause verpflegen kann. Dieser beruflich bedingte Mehraufwand kann als Betriebsausgabe (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG) oder Werbungskosten (§ 9 Absatz 4a EStG) geltend gemacht werden.

Nur wenn der Verpflegungsmehraufwand beruflich oder geschäftlich veranlasst ist, ist er steuerlich absetzbar. Die individuelle Ermittlung wäre aufwändig und deshalb werden Pauschalbeträge/Pauschbeträge vorgegeben, die abhängig von Reisedauer und Reiseland sind.
Auswärtige Tätigkeiten ohne Übernachtung
12 Euro für den Kalendertag oder die Nacht, an dem der Arbeitnehmer ohne Übernachtung außerhalb seiner Wohnung mehr als 8 Stunden von seiner Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte abwesend ist. Maßgebend ist die Abwesenheitsdauer von der Wohnung und der „Ersten Tätigkeitsstätte“.
Ende Wikipedia.

Der Abstand dieses Einsatzortes von der Wohnung oder 1.Tätigkeitsstätte ist nicht von Bedeutung. Dies kommt erst bei der Abrechnung von Fahrtkosten in die Diskussion.

Kommentar von Danubi ,

Danke :-)

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