Frage von regini43, 30

Darf der Eigentümerverwalter ohne Zustimmung des Beirates bestehende Wartungsverträge kündigen und neue abschließen?

Ich bin Mehrheitseigentümerin in einem privaten Wohnhaus mit 30 Wohneinheiten. Wir werden über eine Heizungsanlage im Keller mit Fernwärme versorgt. Die Immobilie wurde 1997 zusammen mit dieser Heizungsanlage erbaut. Seit dieser Zeit wird die Heizungsanlage von einer Firma gewartet, deren Inhaber diese Heizung selber mit eingebaut hat. Wir waren mit dieser Firma immer zufrieden, . Unser Eigentümerverwalter hat dieser Firma 2015 einfach gekündigt und eine 2-Mann Firma aus seiner Nachbarschaft, die sich nur mit Heizungen im Eigenheimbereich beschäftigt, uns vertraglich neu vor die Nase gesetzt. Jetzt kommt seit letztem Winter ein 65 jähriger Mann, dem man eigentlich eine gewisse Erfahrung zutraut, zu uns ins Haus. Ich merke aber aufgrund von Gesprächen mit ihm, , dass er von unseren großen Anlage keine Ahnung hat. Meine Frage nun, darf ein Eigentümerverwalter einfach mal so ohne Zustimmung des EIgentümerbeirates einen jahrelang bestehenden Wartungsvertrag kündigen, um einen befreundeten Nachbarn vertraglich bei uns unterzubringen. Vielen Dank

Antwort
von Zakalwe, 18

Nein, das müsste schon in einer Eigentümerversammlung zur Abstimmung gebracht werden.

Kommentar von regini43 ,

Hallo Zakalwe, vielen Dank für Ihre Antwort. Ja ich gehe auch davon aus und wenn Sie das auch so sehen, bin ich mir schon sicherer. Es gibt eine Verwaltervollmacht, wo drin steht, er darf Verträge löschen und neue abschließen, aber nur mit Zustimmung des Beirates und ich bin im Beirat.  Demnach müsste er sich auch daran halten. Ich war mir nicht sicher, ob es nicht noch irgendwo eine versteckte Klausel gibt, auf die er sich berufen könnte. Ja das Problem für mich ist nämlich, ich bin eine Frau und ich wohne als einzige Eigentümerin auch hier vor Ort im Haus. Alle anderen 23 Eigentümer leben in den alten Bundesländern. Ich bin somit die Einzige, die alles mitbekommt und einige der Eigentümer sind froh, dass ich hier wohne und aufpasse und diesem Schlitzohr auf die Finger sehe (Vetternwirtschaft) .Daher habe ich diese Frage im Netz gestellt, um mir andere Meinungen diesbezüglich noch einzuholen. Ja,  es wird ein Thema für die nächste Eigentümerversammlung sein. Vielen Dank noch einmal. Ihre rigini.

 

Kommentar von Zakalwe ,

Wenn ihr unzufrieden mit dem Verwalter seid, dann würde ich mich mal nach einem anderen umsehen, wenn der Vertrag ausläuft.

Kommentar von regini43 ,

Hallo Zakalewe, ich würde das sofort tun. Aber dazu bräuchte ich die anderen Eigentümer. Wir sind ca. 23 Eigentümmer, zur Eigentümerversammlung sind immer nur  4 da. 3 aus Bayern und ich aus dem Osten. Und das ist jedes Jahr so. Ich kenne die anderen gar nicht  Die machen nur ihre Kreuze mit ja oder nein. Wir 4 sind im Moment informiert und auch im Gespräch.Jetzt muss er uns erst einmal spätestens zur Eigentümerversammlung die Frage beantworten, wieso er eigenmächtig handelt. Also ich kann jedem nur abraten sich eine Eigentumswohnung zuzulegen. Ich habe mir meine nicht freiwillig zugelegt, ich habe sie durch einen Todesfall übertragen bekommen. Vielen Dank Zakalewe. Ihre rigini

Kommentar von Zakalwe ,

Also ich kann jedem nur abraten sich eine Eigentumswohnung zuzulegen.

Das lässt sich sicherlich nicht pauschalisieren, schwarze Schafe gibt es überall. Zum Vermieten würde ich mir auch keine mehr anschaffen, aber wir wohnen nun seit ca. 10 Jahren in einer eigenen ETW und können eigentlich nicht klagen. Es gab auch mal gewisse Probleme mit dem Verwalter, aber mit dem neuen sind wir alle zufrieden.

Die Adressen der anderen Eigentümer sind doch sicherlich bekannt. Dann schreibt man oder telefoniert mit denen, was da so abgeht - wenn sie es nicht schon wissen - und setzt den Punkt Verwalterwechsel bei der Eigentümerversammlung auf die Liste. Da sollte man dann halt schon einen Nachfolger präsentieren können. Aber das geht halt eigentlich erst, wenn der Verwaltervertrag ausläuft. Vielleicht geht das bei groben Verfehlungen des Verwalters auch außerordentlich, soweit kenne ich mich leider nicht aus.

Antwort
von archibaldesel, 18

Schau in den Verwaltungsvertrag.

Kommentar von regini43 ,

Hallo archibaldesel, ich habe mir vor 2 Stunden den Verwaltervertrag noch einmal genau durchgelesen, ganz genau. Daran hängt eine Verwaltervollmacht, aus der hervorgeht, das er bei solchen Aktionen immer die Genehmigung des Beirates braucht.Klingt eigentlich sehr logisch.  Ja und ich bin im Beirat und ich weiß von nichts. Ich wohne als einzige Eigentümerin in der Immobilie. Ich müsste die erste sein, die er fragen sollte. Ich bin sehr böse und ich werde dafür sorgen, dass er Ärger bekommt.Dieser Mann ist ein ganz  arroganter Mensch. Aber die nächste Eigentümerversammlung kommt. Vielen Dank noch einmal

Kommentar von archibaldesel ,

In dem Fall ist das ein klarer Verstoß, er kann sich sogar schadensersatzpflichtig machen.

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