Frage von lotte27, 55

Darf der Chef aufgrund von Minusstunden Geld zurück verlangen?

Hallo, ich brauche kurz Rat.

Ich habe einen Job auf 400€ Basis. Festgelegt sind nur 24h zu einen bestimmten Stundensatz.

Nun wurde mir gekündigt und ich soll von den letzten 3 Jahren die nächsten 2 Monate alle Minusstunden nacharbeiten.

Um ein ordentliches Zeugnis zu bekommen soll ich auch noch selbst kündigen ansonsten wird mir gekündigt und ich soll die Minusstunden zurück zahlen.

Die Minusstunden kamen durch Urlaub und Fehlzeiten über einen Zeitraum von 3 Jahren. Gestört hat sich nie einer dran und das Gehalt wurde immer voll ausgezahlt.

Wenn ich ab sofort nicht mehr hingehe da es ja eh ein Fass ohne Boden ist darf der Chef rückwirkend das Gehalt der Minusstunden zurückfordern?

Herzlichen Dank für ein Feedback.

Antwort
von lotte27, 35

Naja ich habe Urlaub genommen und keiner hat weiter gefragt. Es wurde aber auch nie angeordnet diese nachzuarbeiten. Blau habe ich natürlich nicht gemacht.

Das Ding ist ja das es die nächste Abrechnung erst Ende Februar gibt, wenn ich jetzt aufhöre soll mir ja egal sein wenn er nicht mehr zahlt. Mir geht's eher um die Rückzahlung. Darf er das wirklich verlangen?

Kommentar von Familiengerd ,

Die Minusstunden kamen durch Urlaub und Fehlzeiten über einen Zeitraum von 3 Jahren.

Soll das heißen, Dir wurde kein bezahlter Urlaub gewährt? Durch zustehenden Urlaub können keine Fehlzeiten entstehen!! Und bei den Fehlzeiten kommt es auch auf die Gründe an!

Grundsätzlich können Fehlzeiten vom Arbeitgeber nur dann reklamiert werden, wenn es eine Vereinbarung zu einem Arbeitszeitkonto gibt und diese Vereinbarung auch Regelungen zum Umgang mit Plus- und Minusstunden enthält.

Ohne Arbeitszeitkonto und Regelungen zum Umgang mit Minusstunden darf der Arbeitgeber keine Minusstunden verrechnen!

Ab wann rückwirkend macht der Arbeitgeber Ansprüche geltend?

Selbst für den Fall, dass er berechtigte Ansprüche hätte, könnte er wegen der gesetzlichen Verjährungsfrist von 3 Jahren erst ab 01.01.2013 entstandene Ansprüche geltend machen. Sind Ausschlussfristen vereinbart (arbeitsvertraglich mindestens 3 Monate; falls ein Tarifvertrag anzuwenden ist, mindestens 1 Monat), wäre alle davor entstandenen Ansprüche verfallen.

Außerdem wäre zu klären, ob die Ansprüche des Arbeitgeber - wenn sie denn überhaupt berechtigt wären - nicht durch sein Verhalten (Untätigkeit/Duldung der Fehlzeiten über einen langen Zeitraum) verwirkt wären.

Antwort
von ollikanns, 41

Wenn du die Stunden absichtlich nicht gearbeitet hast oder nicht zur Arbeit erschienen bist und blau gemacht hast: JA.

Kommentar von pn551 ,

Das ist schon richtig so, aber man wartet damit doch keine 3 Jahre, sondern verrechnet es doch ziemlich Zeitnah.

Kommentar von ollikanns ,

Als ich die Antwort gab, stand da nur die Überschrift der Frage und SONST NICHTS. Wenn der Fragesteller nicht fähig ist, in einem Zug Frage und Text zu formulieren, kann ich nichts für.

So ein Mist sollte von GF unterbunden werden. Hier sollten zukünftig Fragen nicht mehr modifiziert werden können. Sonst kann man sich sämtliche Antworten ja sparen.

Und auf eigene Fragen zu antworten sollte auch verboten sein.


Antwort
von danitom, 38

Er die Minusstunden bei der nächsten Abrechnung einbehalten.

Kommentar von Familiengerd ,

Woher willst Du das wissen?

Wir wissen ja nicht einmal, ob es überhaupt ein Arbeitszeitkonto mit Regelungen zum Umgang mit Minusstunden gibt, das erst einmal Voraussetzung wäre, Minusstunden verrechnen zu können, wenn sie denn überhaupt in die Verantwortung des Arbeitnehmers fallen!

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