Seit neuestem reduziert der Betrieb das Stundenkonto für eingelegte Raucherpausen. Ist das rechtens?
Antworten (10)
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7Antwort von
schurkeschurke
Es ist doch wohl mehr als unfair, wenn Raucher ihre Raucherpausen bezahlt bekämen. Andererseits heißt es ja, das Pausen unter 15 Minuten vom Berieb bezahlt werden müssen. Da bleibt dem Betrieb nur, Raucherpausen prinzipiell zu verbieten oder den Nichtrauchern auch Sonderpausen in Länge einer Zigarette zu gewähren.
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6Antwort von
tinchen44tinchen44
Ich glaube, das ist seit neuestem rechtens. Warum auch nicht? Die Nichtraucher arbeiten in der Zeit ja auch. Warum sollten die Raucher in der Zeit, in der sie nichts tun, auch noch bezahlt werden? Wäre doch reichlich unfair, oder?
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5Antwort von
bitmapbitmap
Warum sollte das nicht recht sein? In der Zeit arbeitet man ja nicht. Oder?
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4Antwort von
WolfRichterWolfRichter
Das ist umstritten. Eine höchstrichterliche Entscheidung gibt es dazu meines Wissens noch nicht.
Wäre sicher mal interessant, das durch die Instanzen zu ziehen. Ohne Anwalt hat das aber wenig Sinn.
Je nachdem, wie die Regelung ausgestaltet ist, könnte das durchaus Aussicht auf Erfolg haben. Ich würde zunächst versuchen, es auf der formalen Ebene zu knacken. ( Arbeitsvertrag; evtl. Verletzung Beteiligungsrechte)
Kommentar von
bitmapbitmap "Wäre sicher mal interessant, das durch die Instanzen zu ziehen."
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Raucher einer Firma da alle deswegen Klage einreichen würden. Und für andere Arbeitgeber ist das Urteil dann auch nicht von Bedeutung, weil die sich zwar an Gesetze halten müssen, aber nicht an Rechtsprechung.
Kommentar von
WolfRichterWolfRichter Es ist zwar richtig, daß Urteile grundsätzlich nur inter partes wirken, allerdings sind die entsprechenden Untergerichte gebunden, so daß gleichwohl eine Leitentscheidung Wirkung entfaltet.
Innerhalb derselben Firma würde die Entscheidung übrigens auch für andere Betroffene unmittelbare Wirkung entfalten, unabhängig davon, ob sie geklagt haben, weil - natürlich nur im Erfolgsfalle - die entsprechende Regelung aufzuheben wäre.
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3Antwort von
SophistSophist
Rauchen ist eine Vergnügungssucht - sollte man die Zeit auch noch bezahlen? Ganz ehrlich: Für Biertrinker, Schokoladenkuchenesser, Sexbesessene, Puzzlesüchtige etc. macht man ja auch keine Pausen - die müssen ihrem Vergnügen privat und (meist) zu Hause nachgehen; warum sollte man Raucher da bevorzugen? Es ist vollkommen rechtens, dafür die Zeit abzuziehen!
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3Antwort von
kirstenkirsten
Ich weiß nur, dass man die Zeit, die man geraucht hat, nacharbeiten muss. Kommt wohl auf den betrieb an. Hab mal gehört, dass viele Raucher bis zu 40 minuten und mehr am Tag Rauchenpausen machen, während die Nichtraucher in der Zeit ihrer Arbeit nachgehen. Ich als Nichtraucher finde das fair, wenn das so ist wie du es beschreibst. Aber ob das so rechtens ist...keine Ahnung.
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2Antwort von
schlossgeistschlossgeist
Bei mir in der Firma (und die ist wirklich kulant), müssen Raucher wegen der Raucherpausen 15 Min. am Tag länger arbeiten, da am Arbeitsplatz nicht geraucht werden darf.
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1Antwort von
MathiasMuenchMathiasMuench
Der Trend in der Rechtsprechung geht klar in die Richtung, dass Raucherpausen nicht bezahlt werden müssen. Das Bundesarbeitsgericht hat sich aber noch nicht geäußert. In jedem Fall muss, wenn eine solche Regelung im Betrieb eingeführt werden soll, der Betriebsrat beteiligt werden. Dieser hat ein einklagbares Mitspracherecht.
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0Antwort von
demosthenesdemosthenes
Unabhängig mal von der Rechtsprechung wäre das auch dann "legal", wenn der Betriebsrat dem zugestimmt hätte und es auch eine entsprechende Betriebsvereinbarung gäbe.
Dann müsste man aber auch Pausen zum Pinkeln, Kaffee holen usw. vom Lohn abziehen.
Ich bin zwar Raucher aber kein Kaffeetrinker. Wenn ich aber sehe wieviel unproduktive Zeit mancher mit dem Gang zur Kaffeemaschine (auf dem Weg natürlich auch noch das eine oder andere Pläuschchen abgehalten)verbringt, dann frage ich mich doch ob nicht auch diese Zeit angerechnet werden sollte.
Bei uns stehen die Kaffeemaschinen nicht in den einzelnen Büros. Es sind in den Etagen zentral aufgestellte, große Kaffeeautomaten.
Das kannste ja mal beim Arbeitgeber vorschlagen. Der wird sich freuen und es gibt bestimmt nen feuchten Händedruck dafür. ;-)
Das tun ja auch wohl alle. Aber Raucher verschwenden zusätzlich teure Arbeitszeit.
Was ist denn da der Unterschied zwischen der Zeit die ein Raucher mit dem Rauchen verbringt oder dem 'Kaffeetourismus'?
Wir haben zum Spaß mal mitgezählt und dabei festgestellt dass manche Kaffetrinker es auf bis zu zwölf 'Kaffeepausen' bringen bei denen sie meist 10 Minuten oder länger nicht am Arbeitsplatz sind.
Der Unterschied besteht darin, daß Raucher aus politischen Gründen geächtet werden sollen, Kaffeetrinker aber nicht.
Das nenn ich mal ne Begründung! Zwar nicht intelligent, dafür aber richtig! ;)
Naja - Politik und Intelligenz - zwei Welten prallen aufeinander :-P