Frage von Melchie777, 38

Darf der Arbeitgeber, wenn man unverschuldet im Ausland für 6 Monate verschollen ist oder gekidnappt wurde gekündigt werden?

Antwort
von PeterSchu, 8

Ob unverschuldet oder nicht, es besteht nunmal die Tatsache, dass der Arbeitnehmer seinen Arbeitsvertrag nicht mehr erfüllen kann. Es wäre dann zwar kein schuldhaftes Fehlverhalten, aber kann dennoch wahrscheinlich eine personenbedingte Kündigung zur Folge haben.

Da eine Kündigung nur das letzte Mittel sein darf, müsste man vom Arbeitgeber erwarten, dass er vorher Erkundigungen einholt, was mit dem Arbeitnehmer ist. Eine Entführung sollte ja bekannt werden und über Angehörige kann man das ja eventuell erfahren.

Dennoch kann der Arbeitgeber natürlich zumindest die Lohnzahlung einstellen. Eventuell kann er auch die Kündigung aussprechen.

Sollte der Vermisste wieder auftauchen, wäre die Frage, ob ihm in diesem Fall nachträglich noch eine Klage gegen die Kündigung zugestanden wird. Denn schließlich kann ihm wahrscheinlich ja auch die Kündigung erst später zugestellt werden, und nach Erhalt der Kündigung besteht für drei Wochen die Frist, dagegen zu klagen.

So gesehen kann ich mir durchaus vorstellen, dass eine Kündigung im Nachhinein gerichtlich aufgehoben werden könnte. Aber da es ja wohl eine sehr seltene Rechtslage ist, kann ich nur spekulieren.

Antwort
von Maximilian112, 14

....und somit eventuell den Arbeitsvertrag "wiederzubeleben"?

Lass Dich erst mal kidnappen ;-)

Das ist aber jetzt Schattenboxen: Wenn der AG dich braucht wird er wohl auch wieder einstellen, vielleicht sogar  "wiederbeleben". Ist er gerade knapp mit Arbeit wird es bei der Kündigung trotz der unglücklichen Umstände bleiben.

Rechtlich bist du mEn raus.

Kommentar von Melchie777 ,

Es ist wirklich grad nur fiktiv gemeint aber ich habe mir diese Antworten schon gedacht. ich wollte diese Verkettung von unglücklichen Umständen nur gerne bestätigt haben. :D

Antwort
von derhandkuss, 15

Ja, er darf kündigen. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, nach Beendigung des Urlaubes seine Arbeitskraft dem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Das Risiko einer pünktlichen Rückkehr aus dem Urlaub liegt beim Arbeitnehmer.

Antwort
von Kirschkerze, 24

Japp darf er.

Kommentar von Melchie777 ,

Hat man eine Chance dies vor dem Arbeitgeber nach seiner Rückkehr zu erklären und somit eventuell den Arbeitsvertrag "wiederzubeleben"?

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