Frage von Marcuzie, 38

Darf der Arbeitgeber eine versprochene Entschädigungszahlung auf den Bruttolohn legen, so dass davon Steuern abgezogen werden?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerHans, 21

Wofür ist denn die Entschädigung?

Spesen und Mehraufwand für Verpflegung, kann der Arbeitgeber brutto für netto auszahlen.

Kommentar von Marcuzie ,

Mein Freund arbeitet als Reifenmonteur bei einer großen Kette und wurde Anfang des Monats an eine andere Filliale ausgeliehen, da dort ein Engpass war. In solchen Fällen bekommt man eine Aufwandsentschädigung, je nach Fahrstrecke (ca. 50 km). In seinem Fall waren 200 Euro ausgemacht. Der Fillialleiter der ausleihenden Filliale wollte den Betrag in Bar auszahlen, aber der Chef meines Freundes sagte, dass er den betrag mit dem nächsten Lohn überweist. Das hat er auch, allerdings eben auf das Bruttogehalt draufgeschlagen, so dass Lohnsteuer und Versicherung mit abgerechnet wurden. Dadurch hat mein Freund jetzt weniger Geld rausbekommen...

Kommentar von DerHans ,

Wenn es als Gehaltszulage gezahlt wurde, hat der Betrieb das korrekt gemacht.

Man hätte das aber auch als "Spesen" brutto für netto zahlen können. Da hätte der Betrieb ebenfalls die Sozialabgaben gespart.

Kommentar von Marcuzie ,

Okay, vielen Dank. Entschädigung war wohl auch zu übertrieben formuliert, mir fiel nur kein besseres Wort ein. Wir hatten uns nur gewundert, da es erst bar auf die Hand gezahlt werden sollte und wussten nun nicht, ob ein Fehler vorliegt. Aber gut, ich denke es ist eher als eine einmalige Gehaltszulage, als als Spesen anzusehen. Meine Firma zahlt monatlich einen bestimmten Betrag als Fahrkostenzuschuss, aber das eben immer Brutto für Netto.

Antwort
von Guekeller, 31

Ich weiß zwar jetzt nicht, was eine Entschädigungszahlung sein soll, aber alle Beträge, die aus arbeitsvertraglichen Gründen zu zahlen sind, fallen unter die Steuerpflicht und müssen natürlich auf den Bruttolohn aufgeschlagen werden.

Kommentar von Nightstick ,

(Zitat) ... fallen unter die Steuerpflicht (Zitat Ende) ... und somit in den allermeisten Fällen auch unter die Sozialversicherungspflicht.

Antwort
von wilees, 23

Alles was seitens Deines Arbeitgebers an Dich gezahlt wird, unterliegt der Steuer- und Sozialversicherungspflicht.

Kommentar von kevin1905 ,

Nope.

Vgl.: u.a. § 3 EStG.

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