Frage von volklon, 87

Darf der Arbeitgeber eine Frau im Beschäftigubgsverbot mehrfach auf Arbeit zitieren?

Es gibt keine Gefahrenstoffe auf Arbeit oder schwer zu hebende Dinge. Der Arbeitgeber meint "Sie sind ja nicht krank" Paragraph 3 Abs. MuSChG bezieht sich auf das Zeugnis des Arztes welcher Leib und Leben der Mutter oder des Kindes in Gefahr sieht bei jeglicher weiteren Beschäftigung. Dies ist in meinem Fall bestätigt.

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Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 40

Der AG darf eine werdende Mutter die ein Beschäftigungsverbot vom Arzt bescheinigt hat nicht zur Arbeit "zitieren". Da muss auch keine werdende Mutter hin.

Kommentar von volklon ,

Danke ich bin der gleichen Ansicht.

Antwort
von FelixFoxx, 56

Beschäftigungsverbot ist Beschäftigungsverbot. Du könntest Deinen Arbeitgeber sogar anzeigen...

Kommentar von volklon ,

Sehe ich eigentlich auch so

Antwort
von priesterlein, 47

Er darf sie im Rahmen des Attests nicht an dem arbeiten lassen, was sie nicht arbeiten darf. Ansonsten kriegt ein findiger Anwalt das ganz leicht als in Kauf genommene Körperverletzung hin. Da die Frage nichts darauf eingeht, was da abläuft, lässt sich auch nichts dazu schreiben. Er könnte ihr kündigen.

Kommentar von lenzing42 ,

@priesterlein:

Er könnte ihr kündigen.

Und genau das darf der Arbeitgeber nach § 9 des Mutterschutzgesetz (MuSchG) nicht.

 

 

Ko

Antwort
von ArianeLothar, 5

Ich stimme auch den anderen Antworten zu, der Chef darf eine Mitarbeiterin während eines Beschäftigungsverbots vom Arzt nicht zur Arbeit zitieren! Ich habe selbst vor kurzem deshalb Probleme mit meinem Arbeitgeber gehabt... 

Ich hab dann auch im Internet geschaut und bin dabei auf diese Seite gestoßen, dort ist alles zum Thema Mutterschutz eigentlich gut erklärt: https://www.rechtsanwalt.com/ratgeber/arbeitsrecht/mutterschutz

Antwort
von Wurzelstock, 37

Ein solches Fehlverhalten des Arbeitgebers beruht fast immer auf fehlendem Verständnis. Deswegen ist es nicht sinnvoll, als erstes die Rechtsfrage zu stellen, sondern die Einsicht herzustellen.

Dies kann dein Arzt tun, der das Arbeitsverbot angeordnet hat. Bitte ihn, dass er bei deinem Arbeitgeber anruft, und ihm das in zwei, drei Sätzen klarmacht. Normalerweise ist das überzeugend.

Vielleicht geht es auch umgekehrt. Doch wenn dein Chef anruft, gibt der Arzt vielleicht keine Auskunft wegen seiner Schweigepflicht. Außerdem ist nicht sicher, ob er die Phalanx des Praxispersonals durchdringen kann.

Kommentar von volklon ,

Das wäre sicherlich eine Option danke.

Antwort
von sumsum076, 6

Hm....kommt vielleicht darauf an! zB beim BV im Kiga könnte man trotzdem auf eine Fortbildung gehen. Als Zahnarzthelfer bekommt man ein BV für die Arbeit am Stuhl, zu Bürotätigkeiten kann der AG einen trotzdem auffordern. Oder bei "fahrenden Berufen" , bei denen es ein BV gibt, kann man auch ins Büro gerufen werden.

Es kommt da aufs BV und auf die normale Tätigkeit bzw besondere Tätigkeit an.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 26

Die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes sind vom Arbeitgeber zu beachten und einzuhalten.

(1)

Ordnungswidrig handelt der Arbeitgeber,

der vorsätzlich oder fahrlässig

den
Vorschriften der §§ 3, 4 Abs. 1 bis 3 Satz 1 oder § 6 Abs. 1 bis 3 Satz
1 über die Beschäftigungsverbote vor und nach der Entbindung, zuwiderhandelt.( § 21 Abs.1 Punkt 1 MuSchG)                 
Kommentar von volklon ,

Danke für die Auskunft!

Kommentar von lenzing42 ,

Immer gerne, und einen guten Verlauf der Schwangerschaft.

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