Frage von Quickwarrior1, 70

Darf der Arbeitgeber bei einer Dienstreise mein Fortbewegungsmittel festlegen?

Hallo,

ich bin Auszubildender im öffentlichen Dienst (TVÖD).

Ab Januar sieht mein Ausbildungsplan 4 Monate in einer Berufsschule die nicht im Landkreis aus dem ich arbeite her. Die Berufsschule ist 40 Kilometer entfernt (hinfahrt).

Mein Arbeitgeber würde mir die Bahnfahrt zur Schule komplett erstatten. Allerdings weigert er sich auch den PKW zu erstatten.

Habe ich ein Recht darauf mein Fortbewegungsmittel zu wählen? Und ein Recht auf die Kostenerstattung? Kennt sich da jemand aus?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 38

Dein Arbeitgeber muss Dir die Kosten für den Weg zur Berufsschule nur dann bezahlen, wenn die vertraglich oder durch einen entsprechenden Tarifvertrag vereinbart ist.

Wenn Dein Arbeitgeber Dir die Bahnfahrt erstattet, tut er mehr als er muss, wenn es keine andere, anwendbare Regelung dazu gibt.

Du kannst das Angebot annehmen und mit der Bahn fahren oder eben ohne Zuschuss, bzw. Kostenübernahme, des AG Deinen Pkw benutzen. Im letzten Fall hast Du dann die Möglichkeit Dir Dein Geld über den Lohnsteuerjahresausgleich zu holen. Beim Berufsschulbesuch bekommst Du übrigens mehr als für Fahrten in den Betrieb.

https://www.buhl.de/steuernsparen/fahrtkosten-von-azubis/

 

Kommentar von Hexle2 ,

Danke fürs Sternchen

Antwort
von derhandkuss, 51

Du hast sehr wohl die Wahl, welches Verkehrsmittel Du nehmen möchtest. Das kannst Du selbst entscheiden.

Dein Arbeitgeber ist aber nicht verpflichtet, Dir Fahrgeld zu zahlen. Das ist seine freiwillige Sache. Daher kann er auch festlegen, dass er Dir die Fahrkarte für die Bahn zahlt, mehr aber auch nicht.

Antwort
von Bitterkraut, 25

Die Fahrt zur Schule ist doch keine "Dienstreise". Sowenig, wie der Weg zum Arbeitsplatz. Dein AG kommt dir entgegen, indem er dir ein Ticket zahlt, wenn du es nicht willst, mußt du eben selber sehen, wie du klarkommst.

Antwort
von Omikron6, 36

Er zwingt dich doch nicht. Du kannst ruhig mit dem Auto fahren. Allerdingst gibt es dann kein Fahrgeld vom Arbeitgeber.

Kommentar von Quickwarrior1 ,

Indirekt zwingt er mich ja.

Nehme ich die Bahn bekomme ich die Erstattung.

Nehme ich das Auto keine Erstattung.

Gibt es dafür denn kein Gesetz, ob mir im allgemeinen Fahrgeld zusteht?

Kommentar von Omikron6 ,

Ob Bahn oder Auto ist  D E I N E  Entscheidung! Die triffst du OHNE Zwang. Das deine Entscheidung ggf. Konsequenzen hat (Fahrgeld oder kein Fahrgeld), kann auch nicht indirekt als zwang bezeichnet wedren. zwang wäre, wenn der Arbeitgeber dich jeden Tag gewaltsam in die Bahn verfrachten würde.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

niemanden steht im allgemeinen Fahrgeld zu .......

es gibt Länder auf der Erde, wo der Weg zur Arbeit nicht als Werbungskosten absetzbar ist ....

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