Frage von wiestvi, 30

Darf der Arbeitgeber am Ende des Folgemonats trotz anderer Vertragsklausel zahlen?

Ich arbeite als studentische Aushilfe bei einem Unternehmen und bekomme so viel Gehalt, wie ich Stunden arbeite.

Im Vertrag steht: "Der Mitarbeiter erhält einen Brutto-Stundenlohn von *€, der monatlich bargeldlos auf das von dem Arbeitnehmer benannte Konto [...] jeweils zum dritten des Folgemonats überwiesen wird."

Nun habe ich bis heute kein Gehalt vom Monat Juli bekommen, wobei meiner Meinung nach der "dritte des Folgemonats" schon verstrichen ist.

Auf Anfrage bekam ich die Antwort, dass das ja klar sei und Studenten einen Monat länger warten müssten, da erst gerechnet werden müsse.

Da ich mit dem Gehalt gerechnet habe und Zahlungen tätigen muss, würde ich nun interessenshalber gerne wissen, wer im Recht ist und was ihr tun würdet.

Vielen Dank.

Antwort
von DarthMario72, 24

Wenn das vertraglich vereinbart wurde, muss man sich auch daran halten - egal ob das nun "klar" ist oder nicht. Ansonsten hätte das anders vereinbart werden müssen.

Kommentar von wiestvi ,

Das habe ich mir auch gedacht, aber was soll ich tun?

Ich will den Job auch nicht verlieren. ^^

Kommentar von DarthMario72 ,

Ggf. kannst du einen Vorschuss bekommen?

Wurde eine Probezeit vereinbart? Wenn ja und wenn du den Job behalten willst, musst du wohl oder übel die Füße stillhalten und dir das Geld anderweitig - legal! - beschaffen.

Ansonsten wenn du es darauf ankommen lassen willst und evtl auch für den Fall der Fälle eine Alternative hast, kannst du deinen AG auch abmahnen, weil er seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Kommentar von Familiengerd ,

Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Standard-Vertragsformulierung handelt und schlicht die Tatsache vergessen wurde, dass die gearbeiteten Stunden bei variabler Stundenzahl erst am Ende des Monats feststehen und das entsprechende Geld auch erst danach angewiesen werden kann - wenn der "Durchlauf" für die Arbeitnehmer mit fester Stundenzahl/festen Entgelten schon erledigt ist.

Von der finanziellen Situation her spielt die "Verzögerung" eigentlich nur beim ersten mal eine Rolle - Hauptsache, das Geld kommt danach in regelmäßigen Abständen.

Es ist wie bei der Umstellung der Rentenzahlung vom Anfang auf das Ende eines Monats: es gab einmal eine Lücke, danach war die Situation praktisch wieder wie vorher.

Im Prinzip ist das - wenn es sich so verhält - nichts, weswegen man sich "aufregen", beunruhigen muss!

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