Darf der Anwalt mein Geld behalten?

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5 Antworten

Ohne jede juristische Kompetenz meinerseits würde ich aus dem Bauch heraus auch vermuten, dass sich der Anwalt hier unkorrekt verhält. Das mit der Anwaltskammer scheint mir ein guter Rat zu sein, vielleicht kann auch die Verbraucherzentrale helfen. Deinerseits einen weiteren Anwalt einschalten erscheint mir nicht so klug, denn der will ja auch wieder Geld sehen.

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Wendet euch bitte an die Anwaltskammer. Das klingt nicht sauber. Bei der Anwaltskammer gibt es Juristen, die den schwarzen Schafen auf die Finger hauen, weil die dem Ruf des Berufsstands Schaden zu fügen.

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Ich weiß zwar nicht ob er das behalten darf - vermutlich nicht - aber ich würde mir wohl schleunigst einen anderen Anwalt suchen

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Kommentar von peter1923
25.07.2016, 07:37

Habe etwas bedenken für einen neuen Anwalt, die tun sich doch nicht gegenseitig weh, die lachen doch eher über die dummen Klienten (hab ich selbst mal erlebt).

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Der Anwalt ist seltsam, Dein Freund aber auch.

Wenn ein Anwalt von mir einen Kostenvorschuss in der Höhe haben will, nur um die Vollstreckung  eines vorliegenden Vollstreckbaren Urteils einzuleiten, wäre ich etwas pikiert udn würde es einfach selbst machen. Einen Brief an das zuständige Amtsgericht, Gerichtsvollzieherstelle zu schreiben, dauert ca. 10 Minuten, dafür brauche ich keinen Anwalt, das geht ggf. sogar von Hand.

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Kommentar von frodobeutlin100
25.07.2016, 08:27

Das Wörtchen Execution deutet daruf hin, dass das Ganze in Österreich stattfindet ... möglicherweise ist es dort anders geregelt als in D ....

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Kommentar von peter1923
25.07.2016, 08:50

Glaube das habe ich wohl etwas unglücklich formuliert.

Erst erging eine Anfrage, ob er denn eine Betreibung machen würde und wenn ja, was das kosten würde. Die Antwort war 180 bis maximal 360 Euro, dann erhielt er den Auftrag.

Mittels europäischen Mahnverfahren hat dann der Anwalt ein Verfahren in Spanien in Gang gesetzt, welches nach 21 Monaten endlich ein Urteil erging in dem nur steht "dem Kläger wird rechtgegeben" (natürlich auf spanisch). Dieses Urteil erhielt mein Bekannter ohne jeden weiteren Kommentar vom Anwalt (auch die Klageschrift bekam er nie zu sehen und weiss deshalb auch nicht, für was er denn Recht bekommen hat). Und mit dem Urteil erhielt er eben schon erwähnt neue Rechnung, was ihn (wie er sagte) "vom Stuhl warf". Er erhob Einspruch auf die Rechnung, nur der Anwalt bestritt alles und es wäre keine Vereinbarung getroffen worden (das Angebot wurde mündlich am Telefon gemacht, der Bekannte zeichte mir aber die Gesprächsnotzen vom Telefonant und dort steht es so, wie er es mir erklärte).

Mein Bekannter hat bereits bei der 1. Rechnung moniert, dass diese höher wäre als vereinbart, auch die 2. Rechnung wurde beeinsprucht, doch der Anwalt erfand immer neue Ausreden ("das Fax beim spanischen Gericht funktionierte nicht recht", etc.), wurde aber letztlich dann doch bezahlt.

Mein Bekannter hatte eigentlich bereits nach den ersten Problemen das Vertrauen in den Anwalt verloren und hoffte eigenlich nur noch eine baldige erfolgreiche Beendigung der Betreibung.

Und jetzt eben das.

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Hm....also dein "Freund" hat einen Anwalt beauftragt und will den nicht zahlen. Du hast dann im Namen deines Freundes an den Anwalt eine Anzahlung gemacht und willst diese wieder zurückhaben.

Das Problem ist hier nicht wirklich der Anwalt.

Grundsätzlich: auch in Österreich ist es so, dass man für Dienstleistungen zahlen muss. Und wenn ein Anwalt eine Dienstleistung erbringt, dann entstehen eben Anwaltskosten.

Der Anwalt sieht wohl die Gefahr, dass er, auch nach Vollstreckung des Titels, kein Geld von seinem Mandanten bekommt. Natürlich stellt der dann irgendwann die Arbeit ein und macht nur weiter, wenn er auch bezahlt wird. Dass er bereits erhaltenes Geld (das seine Forderungen nicht vollständig deckt) nicht wieder zurückzahlt, ist doch klar.

Lösungsvorschläge:

1. Zahlen. Nachher sollte ja genügend Geld da sein. Ein Kredit dürfte da ja kein Problem sein, wenn man die so gut wie sichere Forderung als Abtretung anbietet.

2. Zivilrechtlich gegen den Anwalt vorgehen.

Ich persönlich würde erstere Lösung bevorzugen.

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Kommentar von peter1923
25.07.2016, 07:33

Ja das ist schon richtig, doch wenn ich mir die ganze Geschichte meines Bekannten ansehen, hat er doch vorab einen Kostenvoranschlag eingeholt. Dabei hat ihm der Anwalt einen Preis von 180 bis maximal 360 Euro genannt für die (wie er es bezeichnet) "Betreibung". Nun scheinbar versteht der Anwalt auch was "Betreibung" heisst, denn er selbst bezeichnet es dann als "Zwangsvollstreckung der Geldforderung". Nun so soll es doch heissen, dass die Arbeit bis zur Zwangsvollstreckung maximal 360 Euro kosten soll (so hat es mein Bekannter verstanden und ich würde es auch so verstehen).

Nur hat der Anwalt seine Arbeit noch nicht abgeschlossen und doch wesentlich höheres Honorar verrechnet als vereinbart war.

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