Frage von FragenderA113, 176

Darf der abrahamitische Gott in einem Roman vorkommen?

Habe mal von einen Autor (Name Vergessen) gehört/gelesen, der den abrahamitischen Gott (Jahwe, Allah oder Gott) in seinem Roman, wo es um alle möglichen Götter der Welt ging, vorkommen lies und ihn am Ende von den anderen Göttern der Welt besiegen und verscheuchen lies. Er wird dort als eine art Bösewicht dargestellt oder eher Rivale im Kampf um die Macht auf der Erde.

Meine Frage ist jetzt, durfte der Autor das überhaupt? Hatte er dann keine Probleme und so mit Gläubigen und anderen Leuten, die vielleicht in ihren Religiösen Gefühlen verletzt wurden?

Um es klar zustellen: Ich bin Agnostiker und es geht in dieser Frage nicht darum, zu Provozieren, beleidigende Kommentare zu fördern oder eine religiöse Diskussion zu machen. Sondern, ob er das gesetzlich durfte und was für Probleme er kriegen könnte.

Antwort
von Viktor1, 73

Hallo,

 ob er das gesetzlich durfte ......was für Probleme er
 kriegen könnte.

schon eine seltsame Frage von einem Agnostiker.
Auf welches "Gesetz" beziehst du dich, von wem,  zu welcher Zeit an welchem Ort gültig ?
Die Beschreibung Gottes entspricht da wohl nicht den angelernten Vorstellungen  der Gläubigen aller monotheistischen Religionen von Gott wohl aber mancher Textstellen im AT. Je nach Befindlichkeit werden dies manche als Blasphemie bezeichnen. s.dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Blasphemie
In vielen (islamischen) Ländern wird ja alles Mögliche dem zugeordnet - und geahndet - in westlichen Ländern eventuell in Verbindung mit Verunglimpfung von Menschen wegen ihrer Religion oder Bekenntnisse.
Wer sollte aber hier zutreffende Aussagen dazu machen können, schon garnicht ohne Kenntnis der Texte des Romans.

Gruß Viktor

Antwort
von nazo85, 70

Achso..sorry. Zu deiner Frage: gesetzlich würde er keine Probleme kriegen. Glaube ich. Nehm ich mal an. Dafür müsste ihn ja jemand anzeigen.

Antwort
von Fantho, 16

Es gibt keinen abrahamitischen Gott. Es gibt eine biblische, jüdische und eine islamische Gottheit, welche jeweils eine andere Bezeichnung besitzen Gott, JHWH, Allah)...

Alle drei Hautpreligionen werden als abrahamitische Religion bezeichnet, weil diese Religionen sich auf den Stammvater Abraham berufen...

Es gibt kein Verbot darüber, wenn man in seinen Romanen all die Gottheiten verwendet; nicht einmal, wenn man sich negativ über diese äußert, oder sich lustig über sie macht....

Die einzigen, die sich dann darüber echauffieren, sind Fundamentalisten, und diese wenden die sogenannte Toleranz nur bei sich und ihresgleichen an...

Gruß Fantho

Antwort
von realsausi2, 54

Wie sollte sowas gegen bei uns geltende Gesetze verstoßen? Der Roman war ebenso Fiktion wie die Götter selbst. Also wer wäre getroffen?

Wenn sowas irgendeinen wider Erwarten vorhandenen Gott ärgert, soll er doch Anzeige erstatten.

Kommentar von Fantho ,

Wenn sowas irgendeinen wider Erwarten vorhandenen Gott ärgert, soll er doch Anzeige erstatten.

Wer ist denn da zuständig: BVG, EuGH, IGH, vatikanischer Gerichtshof, göttliches Gericht,...?

Gruß Fantho

Kommentar von realsausi2 ,

Das kommt darauf an, wo Gott dann einwohnermeldeamtlich registriert ist und auf welche Paragraphen er sich berufen möchte.

Oder das Jawhe - Justizanstalt hoffnungslos wirrer Entitäten.

Kommentar von Fantho ,

Oder das Jahwe - Justizanstalt hoffnungslos wirrer Entitäten

köstlich...

Gruß Fantho

Antwort
von earnest, 37

JEDER darf in einem Buch vorkommen. Ganz egal, ob das nun Wotan, Allah, Gott, Jahwe oder Hutzlipotzli ist. 

Gruß, earnest

Antwort
von waldfrosch64, 24

In einem Roman kann jeder schreiben was er will .

Es ist nur wichtig das die Leser dann auch zwischen Literarischen Gattungen einen Unterschied zu machen wissen .Das ist leider heute oft nicht mehr der Fall wie wie bei gewissen Fällen feststellen kann .Denn wie viele Leute nehmen die Romane von Dan Brown als bare Fakten ? 

Wenn der Autor zudem einen Abrahamitischen Gott in einem Roman als Allah -Jahwe  und noch dazu als Christlich bezeichnet und als einen Gott beschreibt... scheint er einfach ein miserabler Rechercheur zu sein .Denn wer die Gottes Bilder der Bibel und des Korans  kennt ,der weiss hier kann keinesfalls ein identischer  gleicher Gott gemeint sein .

So gesehen sind solche schund Romane dann wieder nicht mehr harmlos .

Kommentar von FragenderA113 ,

Soweit ich weiß wird er mit sozusagen Schizophrenen Zügen dargestellt, weil die These des Romans sagen will, das Götter von Menschen erschaffen und auch verändert werden können. Je nach dem, welches Bild die Gläubigen von ihm haben.

Kommentar von waldfrosch64 ,

:  ) 

Nun ja es liegt ja  in der Natur der ganzen Sache ,dass wir alle am Ende sicherlich noch in Erfahrung bringen werden, wer hier  tatsächlich der ver-rückte ist .

ich für meinen Teil bin da recht gelassen ..auch wenn andere mich meinen als komisch hinstellen zu müssen ..

Antwort
von Eselspur, 78

Außerhalb des arabischen Raumes müssen Schriften schon ziemlich religionsverhetzend sein, dass sich die Staatsanwaltschaft für so etwas interessiert. Ein Roman ist von der Definition her eine erfundene Geschichte, da darf jeder zu Recht schreiben, was er will. 

Antwort
von Hamburger02, 67

Die deutschen Gesetze sagen eindeutig ja. Das ist von der Freiheit der Kunst sowie der Meinungsfreiheit gedeckt.

Religiöse Gefühle sind kein Rechtsgut, das geschützt werden muss. Wäre das so, könnten Atheisten ein Verbot von Religion fordern, weil sie darin eine Beleidigung ihres Verstandes sehen könnten. Der Staat dürfte höchstens eingreifen, wenn der öffentliche Frieden gefährdet wäre.

Antwort
von Accountowner08, 29

Na ja, in einem Kontext, wo die Gesetze durch Aufklärung bestimmt sind, darf man so etwas schreiben. In einem Kontext, wo die Gesetze durch die Anhänger von einer Religion bestimmt werden, die so etwas als Häretisch wahrnimmt, kann man grössere Problem bekommen, ev. sogar Verurteilung zum Tode...

...kommt immer auf den Kontext an...

Antwort
von schmidtmechau, 71

Hallo FragenderA113,

die Rechtssituation ist in den unterschiedlichen Ländern verschieden. In Deutschland ist so etwas von der Kunstfreiheit gedeckt und nicht verboten. Ich wüßte auch nicht, was daran beleidigend sein sollte. Wenn jemand gläubig ist, und diese Gottesfigur für ihn wichtig ist, dann kann er doch sagen, dass dieser Roman grottenschlecht, dumm ... ist, und ihn damit abtun.

Aber es gibt sicher andere Länder, wo so etwas rechtlich anders gehandhabt wird.

Gruß Friedemann

Antwort
von Skyright, 53

Ich könnte mich damit angegriffen fühlen, dass du nicht an das heilige Spaghettimonster glaubst. Na und? Kann dir doch egal sein. Sowas nennt man künstlerische Freiheit.

Antwort
von DeathMagicDoom, 52

Die künstlerische Freiheit geht sehr weit, vom Gesetz bekommt er keinerlei Probleme. Er kann Probleme mit streng-fundamentalistischen Gläubigen bekommen und angefeindet, verfolgt oder sogar angegriffen werden.

Es gab da einen Autor, dem es so ging, Salman Rushdie.

Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, daß Jahwe und Allah nicht ein und die selbe Gottheit sind. Auf keinen Fall! Allah ist nicht Jahwe und umgekehrt - darauf lege ich persönlich sehr sehr großen Wert.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community