Frage von kathygs38, 49

Darf das Arbeitsamt mir das Geld sperren , weil ich mein unbefristetes Arbeitsverhältnis gegen ein befristetes Arbeitsverhältnis gekündigt habe?

Ich habe von Ende Januar 2013 bis zum 11. September 2015 als Reinigungskraft in einer Schule gearbeitet. Gut , ein Jahr war befristet und danach unbefristet , doch Ende Juli 2015 kam dann die betriebsbedingte Kündigung durch den Arbeitgeber , weil unser Landkreis der Firma den Auftrag gekündigt hat . Die Kündigung war zum 30.11.2015. In der Zwischenzeit hab ich aber mich anderweitig umgeschaut und hatte das Glück , ab 14.09.2015 als Reinigungskraft im Krankenhaus anzufangen. Die Stelle war auch erstmal für 12 Monate befristet mit 6 Monate Probezeit. Nach diesen 6 Monaten wurde ich entlassen. Damit hatte ich mit beiden Arbeitsverträgen zusätzlich ALG2 aufgestockt , weil das Arbeiten für 4 bis 6 Stunden waren. Da ich jetzt seit dem 16.03.2016 wieder arbeitslos bin und ich durch Aufforderung meiner ALG2 Sachbearbeiterin , Alg 1 zu beantragen , habe ich jetzt meien Bewilligungsbescheid ALG 1 gestern erhalten. Das Amt will mir eine Sperrfrist verhängen , mit dem Grund , warum ich meine Stelle in der Schule aufgegeben habe , um die befristete Stelle im Krankenhaus , die mir nun gekündigt wurde , anzufangen. Aber die Kündigung liegt doch schon von der Schule seit Ende Juli 2015 beim Amt auf dem Tisch und das es es eine betriebsbedingte Kündigung war , habe ich doch bekanntgegeben. Da die Stelle im Krankenhaus ab dem 14.09. 2015 mich einstellen wollte , konnte ich die zum 30.11.2015 gekündigte Stelle in der Schule mit Absprache meines Arbeitgebers mit einer zweiwöchigen Kündigungsfrist beenden. Das habe ich zu diesem Fragestellungsbogen bekanntgegeben und nochmal das Kündigungsschreiben von der Schule nachgereicht. Darf mir das Arbeitslosengeld gestrichen werden ? Bin Alleinlebend , habe keine Kinder und war noch nie verheiratet.

Antwort
von Wiebkege, 22

Grundsätzlich kann eine Sperrzeit bei Eigenkündigung eintreten, wenn diese bis zu einem Jahr in der Vergangenheit liegt. Daher kann grundsätzlich wegen der Eigenkündigung eine Sperrzeit eintreten.

Allerdings hattest du die Möglichkeit, durch den neuen Vertrag den Eintritt der Arbeitslosigkeit abzuwenden (auch wenn der neue Vertrag befristet war). Du hast daher mit der Eigenkündigung erstmal die Arbeitslosigkeit verhindert. Deswegen kann von einer Sperrzeit abgesehen werden (egal ob der neue Arbeitgeber vor Ende des Vertrags eine Kündigung ausspricht). Um diesen Grund nachzuweisen, müsstest du bei der Antragsabgabe auch die ursprüngliche Kündigung vom alten Arbeitgeber vorlegen, damit der Sachverhalt bei der Entscheidung vollständig vorliegt.

Da bereits ein Bescheid erstellt wurde, unbedingt innerhalb der Frist Widerspruch einlegen, dann kann alles nochmal geprüft werden.

Da kannst ggf. überbrückend Arbeitslosengeld II beantragen (beim zuständigen Jobcenter oder Landkreis/Gemeinde), bis entsprechend über die Sperrzeit entschieden wurde.

Antwort
von Ranzino, 24

Nee, da kann man nix streichen. Du hast dich doch vor dem Auslaufen des bereits gekündigten ersten Vertrages erfolgreich um eine Anschlussarbeit bemüht.

Antwort
von Stadtreinigung, 29

Infolge einer Bertriebsbedingten Kündigung ist keine Sperre Möglich.Widerspruch einlegen,falls verpasst Antrag auf Überprüfung und Klagen bei Sozialgericht.Weitere Infos: www bmas de

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