Frage von Blumendori, 286

Darf BG nach 8 Wochen Behandlung ablehnen?

Hallo, ich hatte vor 8 Wochen einen AU. Ich bin aus ca. 80cm Höhe rückwärts von einer Palette gestürzt und mit Kopf aufgeschlagen, dadurch hatte ich leichte Gehirnerschütterung und eine Schürfwunde am Hinterkopf. Mein AG veranlasste den Transport mit RTW in das nächste Krankenhaus. Dort wurde ich nur abgetastet. Kein CT, MRT & Röntgen. Danach wurde ich heim geschickt. 2 Tage später ging ich mit starken Schmerzen zu einem D-Arzt, welcher mich erstmals gründlich untersuchte. Es wurde eine Zerrung/Prellung der HWS, LWS & BWS diagnostiziert. Ich musste zum Röntgen, Schädel- MRT (ohne Befund), HNO-Arzt ( Spontan-Nystagmus) und Neurologe. Ich bekam bzw bekomme noch Physiotherapie ( manuelle Therapie) Wochenlang litt ich unter starken Kopfschmerzen, Schwindel, Nacken-& Schulterschmerzen. Ich traute mich nicht den Kopf zu drehen, hatte dadurch auch eine Schonhaltung. Die Bewegungsfähigkeit des Nackens ist mittlerweile besser, jedoch quälen mich starke Rückenschmerzen, so das ich nicht lange sitzen, laufen,stehen oder liegen kann. Mit Schmerzmitteln, Wärme und Bädern geht es halbwegs. Morgen soll ich nun nochmals zum MRT der LWS & BWS. Der D-Arzt meinte heute das, wenn nichts beim MRT rauskommt, die BG nicht weiter für mich zuständig wäre. Aufgrund der Diagnose Zerrung würde die BG weitere Beschwerden meines Rückens nicht als Unfallfolge anerkennen. Ich hatte aber früher nie Probleme mit Rückenschmerzen, erst seit dem Unfall. Ich würde gern wieder arbeiten gehen, aber da ich im Job (Gartencenter) schwer heben muss, weiss ich nicht wie lang ich das durchhalte. Zumal ich im Alltag momentan nicht mal eine Einkaufstüte tragen kann ohne Schmerzen. Weiss jemand Rat, wie ich mich verhalten soll wenn die BG sich tatsächlich querstellt?

Antwort
von emib5, 227

Wenn die BG nicht mehr zuständig ist, dann ist die Krankenkasse zuständig

Antwort
von Lokicorax, 255

Hoi.

Natürlich darf sie das und muss es auch. Wenn das Unfallgeschehen nicht mehr zu den Unfallfolgen passt, muss die BG die Behandlung einstellen und die Krankenkasse führt das Heilverfahren weiter.

Ein Sturz aus 80cm Höhe hätte bei einer gesunden Wirbelsäule nicht diese Unfallfolgen gehabt(sofern eben das MRT nichts weiter ergibt). Daher ist anzunehmen, dass die Wirbelsäule vorgeschädigt ist(z.B. durch die Arbeit oder alterbedingt) und dass diese Folgen auch bei einem Sturz im privatem Bereich hätten auftreten können: sogenannte Gelegenheitsursache. 

Deshalb soll nicht nur der Arbeitgeber für die Kosten aufkommen(die BG-Beiträge zahlt ja der Arbeitgeber alleine), sondern die Kosten soll die Krankenkasse übernehmen(die ja durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert werden).

Ciao Loki

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