Frage von FrageCompany, 125

Darf beim Auto das Warnblinklicht beim kurzzeitigen, korrekten Halten am Fahrbahnrand (nicht im Park-/Halteverbot; nicht in zweiter Reihe) eingeschaltet werden?

Darf beim Auto das Warnblinklicht/die Warnblinkanlage beim kurzzeitigen, korrekten Halten am Fahrbahnrand (nicht im Park-/Halteverbot; nicht in zweiter Reihe) eingeschaltet werden, etwa, wenn man korrekt parkt/hält (bis zu drei Minuten), aber man zusätzlich auf das stehende Fahrzeug aufmerksam machen möchte, etwa wenn man kurzfristig an einer befahrenen Straße am Ende einer Parkreihe für kurze Zeit zum Be- oder Entladen hält und einen Auffahrunfall durch andere schnell fahrende Fahrzeuge und unaufmerksame Autofahrer zum Selbstschutz einschalten möchte (etwa wenn der Bereich bei überhöhter Geschwindigkeit anderer Autofahrer schwer einsehbar ist, also als Präventionsmaßnahme)?

Außerdem darf man beim kurzzeitigen Halten am Straßenrand auch den Seitenblinker zur Parkrichtung einschalten (ist doch richtig?!), der anzeigt, dass man am Fahrbahnrand steht. Sobald der Motor ausgeschaltet wird, funktioniert der Blinker allerdings nicht. Ist dann der Warnblinker als Ersatz zulässig, da dieser auf funktioniert, wenn das Auto bzw. bei Verbrennermotoren die Zündung ausgeschaltet ist.

Dieser Fall wird mir aus der Straßenverkehrsordnung nicht eindeutig ersichtlich:

§ 15 Liegenbleiben von Fahrzeugen

Bleibt ein mehrspuriges Fahrzeug an einer Stelle liegen, an der es nicht rechtzeitig als stehendes Hindernis erkannt werden kann, ist sofort Warnblinklicht einzuschalten. Danach ist mindestens ein auffällig warnendes Zeichen gut sichtbar in ausreichender Entfernung aufzustellen, und zwar bei schnellem Verkehr in etwa 100 m Entfernung; vorgeschriebene Sicherungsmittel, wie Warndreiecke, sind zu verwenden. Darüber hinaus gelten die Vorschriften über die Beleuchtung haltender Fahrzeuge.

§ 16 Warnzeichen

(1) Schall- und Leuchtzeichen darf nur geben, 1. wer außerhalb geschlossener Ortschaften überholt (§ 5 Absatz 5) oder 2. wer sich oder Andere gefährdet sieht.

(2) Wer einen Omnibus des Linienverkehrs oder einen gekennzeichneten Schulbus führt, muss Warnblinklicht einschalten, wenn er sich einer Haltestelle nähert und solange Fahrgäste ein- oder aussteigen, soweit die für den Straßenverkehr nach Landesrecht zuständige Behörde (Straßenverkehrsbehörde) für bestimmte Haltestellen ein solches Verhalten angeordnet hat. Im Übrigen darf außer beim Liegenbleiben (§ 15) und beim Abschleppen von Fahrzeugen (§ 15a) Warnblinklicht nur einschalten, wer Andere durch sein Fahrzeug gefährdet oder Andere vor Gefahren warnen will, zum Beispiel bei Annäherung an einen Stau oder bei besonders langsamer Fahrgeschwindigkeit auf Autobahnen und anderen schnell befahrenen Straßen.

(3) Schallzeichen dürfen nicht aus einer Folge verschieden hoher Töne bestehen.

https://dejure.org/gesetze/StVO/16.html

Antwort
von NickiLittle, 41

das ergibt sich eigendlich schon aus der bezeichnung... warnblinkanlage...

mit dieser anlage warnst du andere verkehrsteilnehmer vor drohenden gefahren oder machst auf eigene gefahren aufmerksam z.b. nach einem Unfall oder einer Panne, oder wenn du anderweilig in schwierigkeiten steckst...

ist das fahrzeug korrekt abgestellt, besteht hier keinerlei bedarf, das die warnblinkanlage einzuschalten!

im zweifelsfall bei unzureichender beleuchtung muss am fahrzeug das Stand oder Parklicht eingeschaltet werden.

ein bekannter von mir arbeitet beim ordnungsamt und freut sich jedes mal über die ganzen sprinter und co, die zum be und entladen mit warnblinker im halteverbot stehen... "ei da is ja schon wieder einer, der unbedingt auf sich aufmerksam machen möchte"

lange rede kurzer sinn. der missbrauch des warnblinkers ist eine ordnugswiedirigkeit. wie hoch die jeweiligen verwarngelder ausfallen, das kann ich nicht genau beziffern, es kann aber variieren.

im vorliegenden fall dürfte es nicht all zu hoch ausfallen, es sei denn es entsteht durch den missbrauch ein weiteres chaos z.b. dass andere autofahrer im glauben hilfe leisten zu müssen weitere verkehrstörungen verursachen, das sind aber dann wiederum einzelfallentscheidungen, die gerichtlich getroffen werden müssen.

lg, Nicki

Expertenantwort
von fuji415, Community-Experte für Auto, 22

Bein halten und parken darf man die Warnblinkanlage nicht nutzen auch wen das halten und parken dort erlaubt ist nur der Blinker der die Seite anzeigt  .

Also kann  das parken oder halten keine Gefährdung darstellen und somit die Nutzung unrechtmäßig was ein Bussgeld nach sich zieht .

Die Benutzung der Warnblinkanlage ist Einzelnen vorgeschrieben bei:

einer Panne 

(

§ 15

 

und

 

§ 15a

 

StVO),beim

 

Abschleppen

 

(das geschleppte Fahrzeug, soweit mind. eine Achse auf der Straße mitrollt) 

(

§ 15

 

und

§ 15a

 

StVO),

Warnblinklicht darf darüber hinaus nur eingeschaltet werden, um vor einer Gefahr zu warnen (z. B. Annäherung an einen Stau auf der Autobahn, letztes Fahrzeug in der Kolonne, 

Unfall, Gefährdung anderer durch das eigene Fahrzeug), § 16 StVO 

das liegt bei parken oder halten auch nicht vor Strafe der Missbrauch den das ist es  bei parken oder halten kommt jedes mal 5 Euro man darf nur den Blinker an der jeweiligen Seite nutzen mehr nicht  

Das mit dem Bus sollte jeder wissen wen der die an hat was dann zu machen ist wer nicht zurück zur Fahrschule .

Kommentar von FrageCompany ,

Ja, aber wenn man den Motor abstellt, dann gehen die Blinker ja nicht mehr. Darf man dann die Warnblinkanlage, die auch ohne laufenden Motor funktioniert, ersatzweise einschalten oder muss man den Motor laufen lassen und die Umwelt versauen, damit der Seitenblinker funktioniert?

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 53

Was verstehst du an den von dir zitierten Gesetzen nicht?

§§15 bezieht sich auf das LIEGENBLEIBEN von Fahrzeugen. Frewiliiges Stehenbleiben ist kein Liegenbleiben.

§§16 (1) bezieht sich auf Hupe und Lichthupe.

§§16 (2) auf Omnibusse und durch äussere Einflüsse herbeigeführte Gefahrensituationen.

Wer absichtlich so stehenbleibt, dass er meint, andere zu gefährden, hätte erst gar nicht dort halten dürfen.

Antwort
von DerGrillator, 48

Zitat aus einer dpa-Mitteilung – "Die Warnblinkanlage an Fahrzeugen darf nur in Gefahrensituationen eingeschaltet werden. Wer sein Auto mit leuchtenden Blinkern abstellt, um etwa kurz einkaufen zu gehen, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit mindestens fünf Euro Bußgeld rechnen."

Deine Frage bezieht sich auf eine Situation, in der man das Gefühl hat, der Warnblinker wäre angebracht. Das ist zwar rechtlich nicht korrekt, aber mache lieber zu viel als zu wenig.

Erst wenn du damit einen Unfall verursachst, was kaum vorstellbar ist, bekommst du richtig Ärger.

Antwort
von Pupsabaerchen, 44

Steht doch schon da

§ 16 Warnzeichen

(1) Schall- und Leuchtzeichen darf nur geben, 1. wer außerhalb
geschlossener Ortschaften überholt (§ 5 Absatz 5) oder 2. wer sich oder
Andere gefährdet sieht

Antwort
von sebastianla, 35

Nein.

Wenn du der Ansicht bist, dass es sich um eine unübersichtliche Straßenstelle handelt, wo durch das Halten der Verkehr gefährdet wird, darfst du da erst gar nicht (freiwillig) halten.

Antwort
von crizeo, 45

Auf jeden Fall. Das Warnblinklicht soll warnen und demnach eingeschaltet werden, wenn es Sinn macht. Das ist nicht nur an gefährlichen Stellen wie in Kurven der Fall, sondern z. B. auch, wenn andere Autofahrer sonst nicht erkennen könnten, dass du gerade hältst, sondern denken würden, dass der Verkehr stockt. Zählt also zu (1) 2.

Antwort
von BTyker99, 46

Da du das Fahrzeug, bzw andere Verkehrsteilnehmer als gefährdet ansiehst, denke ich dass es erlaubt ist.

Im Halteverbot darf man übrigens nur Ein- oder Aussteigen, also nicht beides hintereinander. Wenn beladen wird, muss das also eine andere Person von außen machen, da man selbst sonst nicht mehr ins Auto rein dürfte, ohne die Regel zu brechen. Natürlichhält sich niemand daran, aber offiziell ist es so (laut meines Fahrlehrers).

Kommentar von Crack ,

Im Halteverbot darf man übrigens nur Ein- oder Aussteigen, also nicht beides hintereinander. Wenn beladen wird, muss das also eine andere Person von außen machen, da man selbst sonst nicht mehr ins Auto rein dürfte, ohne die Regel zu brechen. Natürlichhält sich niemand daran, aber offiziell ist es so (laut meines Fahrlehrers).

Im Halteverbot darf man nichts davon.

Wie soll das gehen wenn man nicht Halten darf?

Kommentar von BTyker99 ,

Du meinst das absolue Halteverbot und ich das beschränkte (aka Parkverbot).

Kommentar von sebastianla ,

Das ist Quatsch. Natürlich darf man im eingeschränkten Haltverbot auch selbst sein Fahrzeug beladen.

Zeichen 286 (eingeschränktes Haltverbot) ist definiert als:

Ge- oder Verbot
1. Wer ein Fahrzeug führt, darf
nicht länger als drei Minuten auf der Fahrbahn halten, ausgenommen zum
Ein- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen.
2. Ladegeschäfte müssen ohne Verzögerung durchgeführt werden.

Kommentar von BTyker99 ,

Ja, das stimmt. Was man aber nicht darf ist, mit dem Auto im eingeschränkten Halteverbot anhalten, das Auto verlassen, Einladen, sich wieder ins Auto setzen und weiterfahren.

Der Grund ist, wie schon gesagt, dass man dabei sowohl ein- als auch aus-gestiegen wäre, man darf aber nur eins davon. Was erlaubt wäre ist, dass man zwischen diesen beiden Tätigkeiten das Auto ein kleines Stück verschiebt, dann darf man natürlich wieder einsteigen. Zumindest hat das mein Fahrlehrer so gelehrt.

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