Darf Arbeitgeber die Aneignung von spezifischen Wissensinhalten vorschreiben?

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3 Antworten

relevant ist ist in erster Linie dein Arbeitsvertrag. In viele Verträgen stehen Klauseln, nachdem der AG dem AN auch andere Tätigkeiten zuweisen darf, unabhängig davon darf er auch so ähnliche / verwandte Tätigkeiten zuweisen.

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Kommentar von drachenvieh2
05.04.2016, 14:06

Ist ja schön und gut. Ich kann aber nur darauf Bezug nehmen was er mit mir vereinbart hat mündlich, denn es ist ein mündlicher Arbeitsvertrag und einen schriftlichen Nachweis darüber hat er seit Juli 2014 nicht ausgehändigt. Auch nach mehrmaligen Auffordern, dies zu erledigen. Jedenfalls war von solch einer Klausel im Gespräch nicht die Rede gewesen...

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Und neuerdings möchte er, dass ich mir bestimmte Dinge anschaue, damit ich unsere Hauptprogrammier nicht fragen muss, wenn ich mal nicht weiter komme.

Offenbar benötigst Du das Wissen ja durchaus für Deine Arbeit, sondern müsstest Du ja andere Kollegen nicht ständig belästigen und von ihrer Arbeit abhalten. Vielleicht hat der Hauptprogrammierer sich beschwert?

Er nennt es "Wissensfüllung".

Ja, so könnte man das durchaus bezeichnen. Du hast Lücken und daher fragst Du dauernd Kollegen, die Du damit bei ihrer Arbeit unterbrichst. Dein AG bietet Dir nun an, Dich entsprechend weiterzubilden und Deine Wissenslücken zu füllen. Das ist sehr umsichtig von ihm - auch gegenüber Deinen Kollegen.

Verstößt das nicht gegen mein Persönlichkeitsrecht, wenn ich mir Wissen für das ich kein Interesse zeige und dieses für mein Beruf auch nicht benötige, anzueignen habe?

Wenn Du das Wissen nicht benötigst - warum fragst Du dann Deine Kollegen und hälst diese dadurch von ihrer Arbeit ab?

Niemand verlangt von Dir Aufgaben, die für Deinen Job als unzumutbar angesehen werden könnten - Du sollst nicht die Klos putzen oder ähnliches. Also reiß Dich zusammen oder kündige.

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Kommentar von drachenvieh2
05.04.2016, 14:25

du kennst meine Arbeitsstelle nicht, also erläuter ich das nochmal kurz.

Die Leute hier sitzen sehr oft rum, manchmal Tage, weil es keine Entscheidungen seitens des Arbeitgebers gibt oder er ist noch nicht mal da (kein Stellvertreter). 

Das Wissen was ich mir aneignen soll, brauche ich nicht täglich sondern alle paar Monate aufgrund mangelhafter Beschäftigung, und es sind kleine Dinge, für die ich Tage brauch um sie zu lernen und umzusetzen wo ein Programmier sie in maximal 30 Minuten erledigt. Das Wissen was ich mir dann aneigne ist dann relativ schnell wieder weg, da es nicht routiniert angewandt wird.

Das Wissen was ich benötigen würde für die tägliche Arbeit wird untergraben. Das darf ich NICHT lernen. Und tue ich das Während der langen Wartezeiten doch, fordert er mich auf das zu lassen und setzt mich dann stundenlang auf Bereitsschaft im Büro (ich sitze rum und muss warten bis sich was regt, also wie im Wartezimmer beim Arzt)

Von einem "ständig die Kollegen fragen" war hier auch nicht die Rede, sondern "damit ich nicht fragen muss". Sowas kommt alle paar Monate mal vor. Sonst würde das selbe für meine Mediengestalter-Kollegen gelten, die mich fragen ob ich ihnen was machen kann. Hier ist genau die umgedrehte Situation. Hier werden meine Kollegen aufgefordert dies nicht zu lernen, da andere das können.

Es ist regelrecht eine Zwangseinteilung in Bereiche. Mein Freund (selber Betrieb) hat die selbe Ausbildung gemacht wie ich, aber nur ich hab die auch real so durchgeführt wie  es sein sollte. Er wurde von Anfang an ganz woanders eingesetzt und hat jetzt quasi nur einen Titel aber keine Bildung in dem Bereich.

Und zu unzumutbaren Aufgaben. Ja auch das Putzen des Büros einschließlich das Klo sieht der Arbeitgeber als angemessen, da es nur "kleine Tätigkeiten" sind und als Beschäftigung gilt.

Zur Kündigung: Werd ich wohl bald müssen, denn die Zustände hier betreffen jeden. Keiner ist zufrieden mit der Art und Weise wie Projekte geführt und koordiniert werde. 

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Ja, Auffordrung zu Aneignung von  Wissen, das man im Job braucht (auch wenn n icht laufend) , ist absolut strafbar.

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