Schlumpffrau am 21.07.2008 um 16:36 Uhr
Die Legende des Damenstrumpfes, der als Ersatz für einen gerissenen Keilriemen verwendet wird ist ja uralt. Aber ist da wirklich was dran, oder funktioniert das nur in netten Liebesfilmen im Kino?

Bei alten Autos funktioniert es kurzzeitig. Wurde in einem Bericht von Galileo getestet.

Nee, das geht wirklich, aber nur für kurze Strecken,bis zur nächsten Werkstatt.
Das funktioniert, wenn man den Strumpf in sich verdrillt, als Notlösung bei Autos, die wirklich noch Keilriemen haben. Moderne Autos haben Treibriemen als Flach-Rippen-Riemen, da funktioniert es definitiv NICHT! Ausserdem ist der Riemen bei neuen Autos wegen Lenkservo, Klimaanlage etc. viel zu lang. Bitte nicht mit dem Zahnriemen verwechseln - der steuert die Nockenwelle, da gibts keine Notlösung. Mein Tipp: Als wir Sonntags mal mit einem Ford liegengeblieben sind, haben wir den Treibriemen durch das breite Tesa-Paketband ersetzt. Zu zweit auf Länge ausgerollt, längs mittig zusammengeklappt, Spannrolle entlastet, vorsichtig aufgelegt, auf der Aussenseite nochmals doppelt beklebt, Spannrolle vorsichtig eingelegt, nicht zu viel Spannung, Servopumpe und Klima nicht eingebunden. Das hielt bei moderater Drehzahl bis zur nächsten Werkstatt, wo wir uns den richtigen Treibriemen besorgt haben. Wichtig waren uns Kühlung und Lima, alles andere blieb abseits. Das funktioniert, weil das Tesa-Paketband auf Länge fast unzerreissbar ist und anfangs elastisch genug, sich an die Längsrillen zu legen. Die Spannrolle sorgt dafür, dass das Band nicht abspringt. Und wenn's reißt, macht man sich einen neuen Ersatzriemen...
Schlumpffrau am 26. Juli 2008 16:37 Dankeschön für die tolle Antwort! DH