Frage von gri1su 15.07.2007

Dalai Lama beliebter als der Papst ?

  • Hilfreichste Antwort von Szintilator 15.07.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mir ist der Dalai Lama bedeutent lieber als der Papst. In einer tägl. erscheinenden Schlagzeilenzeitung war damal zu lesen: Wir sind Papst! Damit habe ich mich nie mit identifizieren wollen. Der Papst hat nun auch verlauten lassen, die Protestanten, die evgl. sind keine Kirche! Evtl. geht jetzt der Schritt der kath. Kirche zurück zum Ablasshandel und zu den Kreuzzügen, vorwärts Kameraden, wir müssen zurück! Willst du nicht meines Glaubens sein, so schlag ich dir den Schädel ein. Im TV habe ich den Dalai Lama mal in einer Talkrunde gesehen, und war sehr angetan von ihm. Aber deswegen trete ich nicht zum Buddhismus über.

  • Antwort von solf1 15.07.2007
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Dalai Lama ist unabhängig von Religion eine sehr bemerkenswerte und aussergewöhnliche Persönlichkeit. Dieser Mensch fasziniert mich seit Jahren. Der Papst ist dagegen ein nichts! sorry Gruss Solf

  • Antwort von soust 15.07.2007
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Dalai Lama ist zweifellos eine bewundernswerte Persönlichkeit. Er besticht in Dokumentationen und Interviews durch seine einfache, ehrliche, entgegenkommende Art.

    Zu bedenken gebe ich aber eins: wenn ein/e Deutsche/r eine Beurteilung des Papstes abgibt, tut er/sie damit meist gleichzeitig seine/ihre Einstellung zur christlichen Religion kund.

    Wer sich über den Dalai Lama äußert, kann dies in dem Punkt neutraler angehen, sofern er/sie nicht gerade Buddhist ist.

    Außerdem: stehen einem Repräsentanten eines unterdrückten Volkes, der sich noch dazu im Exil befindet, nicht von vornherein ganz andere Sympathiewerte zu als einem etablierten Kirchenoberhaupt, das in seinem eigenen Staat lebt? - Diese Wege geht die Sympathie eben auf dieser Welt. Und der Dalai Lama hat sicherlich jede Sympathie verdient.

  • Antwort von krueschahn 15.07.2007
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hi gri1su, gute Frage! Ich entdecke schon in Deinem Text die Aussage: für die Bundesbürger als Vorbild. Buddismus ist für mich eine Weltanschauung, welche ganz besonders NICHT in gut o. böse selektiert. Der Lama lebt seine Gesinnung, hier spürst Du sein Vorbild, einfach ganz Mensch, für jede + jeden nachzuvollziehen, keine Urteile, nur Empfehlungen auf wahre Besinnung. Was macht die Kirche? Hier werden Regeln u. Massnahmen exzerziert, ganz schlimm der Kreuzzug. Und überhaupt die Wahl eines Oberhauptes, von ausgesuchten Mitgliedern, Gottgleiche unter sich. Kirche ist für mich Politikum, lenken, bestimmen, betrafen, u.s.w. Der Dalai Lama hat Charisma, was hat Benedikt?

  • Antwort von Mokli1 15.07.2007
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Dalai Lama ist ein guter Freund des Mannes meiner Freundin. Dadurch hatte ich vor ein paar Jahren die große Ehre, ihn persönlich kennenzulernen. Es war ein wahnsinniges Erlebnis. Ich war und bin so begeistert, von seiner Schlichtheit, seinem Lächeln, seiner Weltoffenheit, seiner Herzlichkeit. Er ist ein Mensch, der durch seine Art andere in den Bann zieht, ohne sie bekehren zu wollen. Wir haben damals in der Küche meiner Freundin gesessen und hatten einen wunderschönen Tag, den ich nie im Leben vergessen werde. Nächstes Jahr kommt er in meine Heimatstadt. Ich freue mich jetzt schon darauf und hoffe, dass ich noch mal live erleben kann.

  • Antwort von engelhaar 15.07.2007
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich kann alles was hier geschrieben wurde nur Bestätigen. Jedoch wurde hier seine sehr weltliche Güte und sein Humor noch nicht erwähnt. Der Papst ist eher Weltfremd und erstarrt in seinen kirchlichen Reglementierungen.

  • Antwort von waldweibchen 15.07.2007
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Dalai Lama ist bei Menschen jeglicher Religionszugehörigkeit beliebt. Zu Benedikt bekennen sich sicher hauptsächlich Christen, vor allem Katholiken. Er ist als Mensch beliebt, nicht so sehr als Religionsführer. Er ist auch schon viel länger Führer der tibetischen Buddhisten als Benedikt Pabst. Vergleichbarer wäre hier wohl eher Johannes Paul, sein Vorgänger. Ein grösser Wechsel zum Buddhismus ist wohl nicht zu erwarten.

  • Antwort von eckhard2807 15.07.2007
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Dalai Lama ist weltoffen und nicht so abgekanzelt wie der Papst.

  • Antwort von Albrecht 15.07.2007
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Unterschied ist nicht groß und nur bemerkenswert, weil in Deutschland deutlich mehr Katholiken als Buddhisten leben.

    Die Umfrage bezog sich anscheinend nur auf die Vorbildrolle von Personen, nicht auf die Bevorzugung einer Religion oder gar ein Bekenntnis zu ihr. Der Dalai Lama hat sich über einen längeren Zeitraum als in seinem persönlichen Verhalten moralisch überzeugend, sanft und friedlich dargestellt und wird wohl unabhängig von einer genauen Beurteilung seiner Lehren von vielen für weise gehalten.

    Papst Benedikt XVI. war vorher Leiter der Glaubenskongregation, die gegen von der offiziellen Kirchenlehre abweichende Meinungen vorgeht. Ein beliebtes Vorbild wird damit jemand in einer Gesellschaft, die auf Freiheit und Toleranz Wert legt, eher wenig. Außerdem vertritt er teilweise kirchenrechtliche und -politische Standpunkte, die von vielen als dogmatisch und schroff empfunden werden. Der Eindruck persönlicher Bescheidenheit und theologischer Gelehrsamkeit kann dies nicht auslöschen.

  • Antwort von fennek 15.07.2007
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ...SOLF1 liegt nicht daneben !

  • Antwort von Mikatto 15.07.2007
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "NUR" 42 Prozent für den Papst??? Sorry, wer kann so einen rückständigen realitätsverweigernden alten Mann als Vorbild haben?
    Da kommt mir das kalte Grausen...

  • Antwort von WolfRichter 15.07.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Na ja, zwei Prozentpunkte Differenz stellt keinen so großen Unterschied dar und einer muß nun einmal vorne liegen. (Ich weiß, ich weiß: wenn man nicht auch die letzten Zahlen hinter dem Komma betrachtet, wäre auch Gleichstand möglich.)

    Ich denke, das spricht weder für noch gegen einen der beiden. (Ich selbst halte von all diesen Dingen Abstand und betrachte mich als neutral.)

  • Antwort von Bruno 15.07.2007
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es geht um zwei ganz unterschiedliche Persoenlichkeiten. Beliebt, weniger beliebt. Unser Menschenurteil ist eine Empfindung, gesteuert von Warnehmung geausserter Aussagen in Religions-und/oder \lebensfragen. Die Persoenlichkeit eines jeden kennen wir viel zuwenig, um ein Urteil abzugeben. Wir messen, was wir zu erkennen glauben, also subjektiv. Mir gefaellt der Papst nicht, jetzt auch noch sein Angriff auf die Protestanten. Meine Sympathie gilt dem Dalai Lama.

  • Antwort von HugoGuth 22.10.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Mir ist der Dalai Lama auch sympathischer als Prof. Dr. Joseph Ratzinger! Und dass sich letzterer mit Künstlernamen "Benedikt der 16." nennt, ist mir offen gesagt auch schnuppe - da ich evangelischer Christ bin - und die evangelischen Christen gehören nach röm.-kath. Verständnis ja keiner Kirche an!! Aber welchen persönlichen Rat suchst Du nun?!? Übertritte zur Religion des Dalai Lama (tibetischer Buddismus) wird es wohl kaum geben! Richtig ist, dass sich viele deutsche für eine Art von Esoterik interessieren, die mit Buddismus verwechselt wird!

Du kennst die Antwort? Frage beantworten
Diese Frage und Antworten teilen:

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!