Frage von gri1su,

Dalai Lama beliebter als der Papst ?

Der Dalai Lama erfreut sich in Deutschland größerer Beliebtheit als Papst Benedikt XVI. Wenige Tage vor Beginn eines zehntägigen Deutschlandbesuchs des geistlichen Oberhaupts der Tibeter nannten ihn in einer Umfrage von TNS-Forschung 44 Prozent der Bundesbürger als Vorbild - und nur 42 Prozent den deutschen Papst. Vor allem unter den Jüngeren und Gebildeteren liegt der Dalai Lama klar vorne, wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtete. (Auszug aus einem Artikel von AP, von heute)

Ist das tatsächlich so? Was macht den Dalai Lama so beliebt? Ist durch den Deutschlandbesuch ein größerer Wechsel in seine Religion zu erwarten?

Hilfreichste Antwort von Szintilator,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Mir ist der Dalai Lama bedeutent lieber als der Papst. In einer tägl. erscheinenden Schlagzeilenzeitung war damal zu lesen: Wir sind Papst! Damit habe ich mich nie mit identifizieren wollen. Der Papst hat nun auch verlauten lassen, die Protestanten, die evgl. sind keine Kirche! Evtl. geht jetzt der Schritt der kath. Kirche zurück zum Ablasshandel und zu den Kreuzzügen, vorwärts Kameraden, wir müssen zurück! Willst du nicht meines Glaubens sein, so schlag ich dir den Schädel ein. Im TV habe ich den Dalai Lama mal in einer Talkrunde gesehen, und war sehr angetan von ihm. Aber deswegen trete ich nicht zum Buddhismus über.

Antwort von solf1,
13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Dalai Lama ist unabhängig von Religion eine sehr bemerkenswerte und aussergewöhnliche Persönlichkeit. Dieser Mensch fasziniert mich seit Jahren. Der Papst ist dagegen ein nichts! sorry Gruss Solf

Kommentar von gri1su,

sorry wofür? Deine Meinung akzeptiere und respektiere ich doch.

Kommentar von solf1,

Danke gri1su..! Was hustet unser fennek?? :-)

Kommentar von fennek,

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Kommentar von waldweibchen,

Deine Antwort zeigt, dass du nicht viel von der Persönlichkeit des Dalai Lama verstanden hast.

Kommentar von solf1,

Bitte erkläre mir das waldweibchen..! bin gespannt!

Kommentar von waldweibchen,

Der Dalai Lama liebt alle Menschen, weil nach dem Buddhismus Alle Suchende auf dem richtigen Weg zum Nirwana sind.Das Nirvana ist die Auflösung der eigenen Seele im Nichts. Das höchste Glück, das ein Buddhist erreichen kann, die Stufe, auf der die Seele nicht mehr Wiedergeboren werden muss. Wiedergeburt bedeutet ein erneutes Leben im Leid. Der Dalai Lama hat diese Vollkommenheit bereits erreicht und aus Mitgefühl für die Menschen darauf verzichtet, nicht mehr wiedergeboren zu werden. Er wird Benedikt sicher nicht als ein Nichts bezeichnen. Ansonsten bin ich auch eine sehr grosse Bewunderin des Dalai Lama.

Kommentar von WildeFee,

Solf sieht aber den Papst als Nichts, und seine Meinung ist hier gefragt, nicht die des Dalai Lama.

Von der Persönlichkeit her kann der Papst dem Dalai Lama nicht im Entferntesten das Wasser reichen - und das ist m.E. völlig unabhängig von der Glaube und Zielsetzung.

Die Menschen zu lieben ist nichts, das man üben könnte, sondern Teil eigener harter Arbeit an sich und seiner Einstellung. Und das macht den D.L. zu einer so besonderen Persönlichkeit - ein Leben der Weisheit und Liebe gewidmet, mit vielen Entbehrungen, Flucht aus der Heimat, jahrzehntelanger Einsatz um selbige.

Kommentar von solf1,

Du hast recht.. ich habe sie nur als Menschen verglichen: Der Dalai Lama ist viel weiter.. Danke für deine Ausführungen. Gruss Solf

Kommentar von waldweibchen,

Ich war hier wohl schon einen Schritt weiter. Einen Menschen zu bewundern, heisst für mich, es ihm gleichzutun. Ein besser oder schlechter kann es hier doch sowieso nicht geben. Ich wollte einfach nur sagen, dass auch Benedikt ein Mensch ist, dem unser Respekt gebührt, egal ob wir seiner Meinung sind oder nicht.

Antwort von soust,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Dalai Lama ist zweifellos eine bewundernswerte Persönlichkeit. Er besticht in Dokumentationen und Interviews durch seine einfache, ehrliche, entgegenkommende Art.

Zu bedenken gebe ich aber eins: wenn ein/e Deutsche/r eine Beurteilung des Papstes abgibt, tut er/sie damit meist gleichzeitig seine/ihre Einstellung zur christlichen Religion kund.

Wer sich über den Dalai Lama äußert, kann dies in dem Punkt neutraler angehen, sofern er/sie nicht gerade Buddhist ist.

Außerdem: stehen einem Repräsentanten eines unterdrückten Volkes, der sich noch dazu im Exil befindet, nicht von vornherein ganz andere Sympathiewerte zu als einem etablierten Kirchenoberhaupt, das in seinem eigenen Staat lebt? - Diese Wege geht die Sympathie eben auf dieser Welt. Und der Dalai Lama hat sicherlich jede Sympathie verdient.

Antwort von krueschahn,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hi gri1su, gute Frage! Ich entdecke schon in Deinem Text die Aussage: für die Bundesbürger als Vorbild. Buddismus ist für mich eine Weltanschauung, welche ganz besonders NICHT in gut o. böse selektiert. Der Lama lebt seine Gesinnung, hier spürst Du sein Vorbild, einfach ganz Mensch, für jede + jeden nachzuvollziehen, keine Urteile, nur Empfehlungen auf wahre Besinnung. Was macht die Kirche? Hier werden Regeln u. Massnahmen exzerziert, ganz schlimm der Kreuzzug. Und überhaupt die Wahl eines Oberhauptes, von ausgesuchten Mitgliedern, Gottgleiche unter sich. Kirche ist für mich Politikum, lenken, bestimmen, betrafen, u.s.w. Der Dalai Lama hat Charisma, was hat Benedikt?

Antwort von Mokli1,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Dalai Lama ist ein guter Freund des Mannes meiner Freundin. Dadurch hatte ich vor ein paar Jahren die große Ehre, ihn persönlich kennenzulernen. Es war ein wahnsinniges Erlebnis. Ich war und bin so begeistert, von seiner Schlichtheit, seinem Lächeln, seiner Weltoffenheit, seiner Herzlichkeit. Er ist ein Mensch, der durch seine Art andere in den Bann zieht, ohne sie bekehren zu wollen. Wir haben damals in der Küche meiner Freundin gesessen und hatten einen wunderschönen Tag, den ich nie im Leben vergessen werde. Nächstes Jahr kommt er in meine Heimatstadt. Ich freue mich jetzt schon darauf und hoffe, dass ich noch mal live erleben kann.

Kommentar von fennek,

Hallo Partner, darf man erfahren wo das ist ?

Kommentar von Mokli1,

Darf man, ich mache da kein Geheimnis draus. In Mönchengladbach. Die Stadt hat sich einfallen lassen, Nobelpreisträger einzuladen. Finde ich irgendwie toll

Antwort von engelhaar,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich kann alles was hier geschrieben wurde nur Bestätigen. Jedoch wurde hier seine sehr weltliche Güte und sein Humor noch nicht erwähnt. Der Papst ist eher Weltfremd und erstarrt in seinen kirchlichen Reglementierungen.

Antwort von waldweibchen,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Dalai Lama ist bei Menschen jeglicher Religionszugehörigkeit beliebt. Zu Benedikt bekennen sich sicher hauptsächlich Christen, vor allem Katholiken. Er ist als Mensch beliebt, nicht so sehr als Religionsführer. Er ist auch schon viel länger Führer der tibetischen Buddhisten als Benedikt Pabst. Vergleichbarer wäre hier wohl eher Johannes Paul, sein Vorgänger. Ein grösser Wechsel zum Buddhismus ist wohl nicht zu erwarten.

Antwort von eckhard2807,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Dalai Lama ist weltoffen und nicht so abgekanzelt wie der Papst.

Kommentar von Lexa1,

Hallo, genau meine Meinung

Antwort von Albrecht,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Unterschied ist nicht groß und nur bemerkenswert, weil in Deutschland deutlich mehr Katholiken als Buddhisten leben.

Die Umfrage bezog sich anscheinend nur auf die Vorbildrolle von Personen, nicht auf die Bevorzugung einer Religion oder gar ein Bekenntnis zu ihr. Der Dalai Lama hat sich über einen längeren Zeitraum als in seinem persönlichen Verhalten moralisch überzeugend, sanft und friedlich dargestellt und wird wohl unabhängig von einer genauen Beurteilung seiner Lehren von vielen für weise gehalten.

Papst Benedikt XVI. war vorher Leiter der Glaubenskongregation, die gegen von der offiziellen Kirchenlehre abweichende Meinungen vorgeht. Ein beliebtes Vorbild wird damit jemand in einer Gesellschaft, die auf Freiheit und Toleranz Wert legt, eher wenig. Außerdem vertritt er teilweise kirchenrechtliche und -politische Standpunkte, die von vielen als dogmatisch und schroff empfunden werden. Der Eindruck persönlicher Bescheidenheit und theologischer Gelehrsamkeit kann dies nicht auslöschen.

Antwort von fennek,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

...SOLF1 liegt nicht daneben !

Kommentar von solf1,

Solf fühlt sich gebauchpinselt von fennek..! :-)

Kommentar von engelhaar,

@solf1: da Du den Dalai Lama so bemerkenswert findest, kannst Du Dir evtl. ein wenig von seiner unendlichen Toleranz abschauen ;-) !! In Bezug auf Deinen Kommentar um 16:08 Uhr.

Kommentar von waldweibchen,

Hier kann ich mich nur anschliessen.

Antwort von Mikatto,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

"NUR" 42 Prozent für den Papst??? Sorry, wer kann so einen rückständigen realitätsverweigernden alten Mann als Vorbild haben?
Da kommt mir das kalte Grausen...

Antwort von WolfRichter,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Na ja, zwei Prozentpunkte Differenz stellt keinen so großen Unterschied dar und einer muß nun einmal vorne liegen. (Ich weiß, ich weiß: wenn man nicht auch die letzten Zahlen hinter dem Komma betrachtet, wäre auch Gleichstand möglich.)

Ich denke, das spricht weder für noch gegen einen der beiden. (Ich selbst halte von all diesen Dingen Abstand und betrachte mich als neutral.)

Kommentar von runner02,

Zum Dalai Lama: Solange er nicht gegen den Inhalt der 10 Gebote verstößt, ist es für mich Ok. dass er eine andere Religion für die Wahre hält als ich. Es gibt höchstwarscheinlich nicht nur eine einzige richtige Religion; sondern alle, die zu Gott durch Tugend führen. Ob man ihn nun Gott, Yahwe oder anders nennt, wird ihm egal sein. Spätenstens im Himmel, wenn er sieht, dass es Gott wirklich gibt, wird er sich zu ihm bekennen. Gott ist die Verzeihung in Person, darum lässt er ihn sicher in den Himmel... Das ist meine Meinung, der jeder wiedersprechen kann (Zitat vom Papst)

Kommentar von WolfRichter,

@runner02: Weshalb setzt Du Deinen christlichen Kommentar ausgerechnet zu meiner Antwort? Ich vertrete hier nicht den Dalai Lama. Ich vertrete auch nicht den Papst. Ich sehe keinen Grund für den Dala Lama, sich an die 10 Gebote zu halten (an das 1. wird er sich sicher nicht halten) und ich sehe keinen Grund für den Papst z.B. an die Wiedergeburt zu glauben.

Übrigens gibt es nach der Ringparabel aus Lessings "Nathan der Weise" keine existierende richtige Religion. ("Der echte Ring ging wohl verloren.") Allenfalls eine imaginäre bzw. ideale solche.

Ob der Papst oder der Dalai Lama recht hat; oder keiner von beiden (was ich persönlich denke), ist nicht der Punkt. Jedenfalls finde ich es sehr überheblich, darüber befinden zu wollen, ob der Dalai Lama in den Himmel (was immer das sein mag) kommen kann.

Ich betone noch einmal: ich bin hier neutral.

Antwort von Bruno,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es geht um zwei ganz unterschiedliche Persoenlichkeiten. Beliebt, weniger beliebt. Unser Menschenurteil ist eine Empfindung, gesteuert von Warnehmung geausserter Aussagen in Religions-und/oder \lebensfragen. Die Persoenlichkeit eines jeden kennen wir viel zuwenig, um ein Urteil abzugeben. Wir messen, was wir zu erkennen glauben, also subjektiv. Mir gefaellt der Papst nicht, jetzt auch noch sein Angriff auf die Protestanten. Meine Sympathie gilt dem Dalai Lama.

Antwort von HugoGuth,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Mir ist der Dalai Lama auch sympathischer als Prof. Dr. Joseph Ratzinger! Und dass sich letzterer mit Künstlernamen "Benedikt der 16." nennt, ist mir offen gesagt auch schnuppe - da ich evangelischer Christ bin - und die evangelischen Christen gehören nach röm.-kath. Verständnis ja keiner Kirche an!! Aber welchen persönlichen Rat suchst Du nun?!? Übertritte zur Religion des Dalai Lama (tibetischer Buddismus) wird es wohl kaum geben! Richtig ist, dass sich viele deutsche für eine Art von Esoterik interessieren, die mit Buddismus verwechselt wird!

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