Frage von lindgren, 77

DAK will die Kosten für den Rettungsdienst nicht übernehmen, obwohl es ein Notfall war?

Meine Mutter ist auch gehörlos. Vor 2 Wochen musste an einem Sonntag die 112 gerufen werden, weil sie am Fuß eine starke arterielle Blutung hatte. Das Blut schoss regelrecht heraus, innerhalb kürzester Zeit hat sie fast 500 ml Blut verloren.

Druckverband angelegt, Fax an 112 geschickt. Die Rettung war schnell da und nahm sie mit ins KH (sie nimmt zudem Blutverdünnungsmittel wegen Herzerkrankung).

Im KH ist sie behandelt worden, es musste genäht werden. Nach ca. 3 Stunden konnte ich sie abholen.

Jetzt das Schreiben: DAK übernimmt die Kosten für den Rettungsdienst nicht, weil es "nur" ambulant behandelt worden ist und nicht stationär??? Weiß man das als Laie vorher?

Jedenfalls bin ich richtig sauer. Ich habe an die DAK geschrieben, dass es kaum im Vorfeld abzusehen ist, ob man dann stationär aufgenommen wird oder nicht. Bei so starker Blutung und bei Einnahme der Blutverdünnungsmittel bestand ja Lebensgefahr.

Ich verstehe die Welt nicht. Im Grunde genommen ist es etwas für die BILD-Zeitung.

Kann hier wer helfen? Widerspruch wird heute noch abgeschickt. Danke.

Antwort
von Kamihe, 32

Ich hab mich kundig gemacht. Damit die KK zahlt müssen Sie sich eine Verordnung " Muster 4 " vom Notarzt ausstellen lassen. Kontakt mit Notfalldienstzentrale aufnehmen. Sie müssen die Rechnung trotzdem erst einmal selber bezahlen, stellen einen Antrag bei der KK auf Kostenerstattung und schildern die Umstände, da Ihre Mutter Schwerbehindert ist dürfte die KK einwilligen. Sie müssen dann nur die Zuzahlung selber leisten.

Antwort
von Kamihe, 36

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es für Notfälle kein Sonderregelung gibt. Sie müssen mit jemanden sprechen der sich mit so was auskennt. Ich denke hier währe so ein Experte aus dieser Community gefragt.

Antwort
von MoveBoy, 37

Es heißt ja, dass man die Rettung lieber einmal zu viel als einmal zu wenig rufen soll. Daher denke ich schon das der Betrag, bis auf den Eigenanteil von der Kasse übernommen werden sollte.

Antwort
von Kamihe, 27

Fragen Sie doch mal bei der Rentenversicherung nach, ihre Mutter muss doch irgendwo abgesichert sein.

Antwort
von sternstefan, 39

Das muss tatsächlich im Vorfeld von der Krankenkasse genehmigt werden:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/krankentransporte-wann-die-krankenkass...

Kommentar von lindgren ,

Im Vorfeld? Bei Notfällen, starker Blutung an einem Sonntag? Wie soll das funktionieren?

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