Frage von KyotoMogami, 152

Dafür ENTSCHEIDEN, gläubig zu sein?

Vor einiger Zeit erfuhr ich von einer Bekannten, dass sie der freien Kirche beigetreten ist. Sie war dort schon ein paar Jahre. Nachdem ich sie darauf angesprochen hatte, erzählte sie, warum sie denn plötzlich von ungläubig zu gläubig mit Kirche gewechselt ist: Sie hätte von ihren Eltern keine bedingungslose Liebe erfahren und Gott kann ihr diese Liebe geben.

Ich kann nicht verstehen, wie das funktionieren kann. Man kann sich doch nicht aussuchen, dass man glaubt. Ich weiß schon, bedingungslos geliebt zu werden ist sicher ein unheimlicher Ansporn, aber nur weil ich gerne hätte, dass etwas existiert, tut es das doch noch lange nicht.

Ich verurteile hier weder, Gläubige, noch Angehörige der freien Kirche, aber ich verstehe diese Begründung einfach nicht.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 74

Nun, der Mensch hat emotionale Bedürfnisse und die verschiedenen Religionen befriedigen eben einen Teil dieser menschlichen Bedürfnisse.

Religiös oder gläubig zu werden, ist keine rein rationale Entscheidung.

Gehen wir mal von einem Gottesdienst mit starker emotionaler Komponente aus, wie bei Evangelikalen, Charismatikern, Pfingstler und ähnlichen Gruppen, dann fallen dabei teilweise Menschen in Trance, weil sie dabei angeblich vom "Heiligen Geist" berührt werden.

Solch eine Erfahrung, wie auch einfach emotionale Ausbrüche aufgrund von gruppendynamischen Prozessen und eine Art von "Massenhysterie" ist für manche Menschen eben Grund genug, gläubig zu werden.

Diese persönliche Erfahrung des Glaubens, ist für sie überzeugender, als lediglich das theoretische Studium der Bibel und führt eben zum "Glauben".

Auf ähnliche Methoden von emotionaler Aufladung, psychologischen Effekten und Trance setzen auch so genannte Sekten und Psychogruppen, etwa durch dynamisches Tanzen, die ständige Wiederholung von Gesängen usw..

In solchen Fällen ist also psychische Labilität und das Bedürfnis nach emotionaler Zuwendung der Grund für die plötzliche Erweckung eines bislang nicht erlebten Glaubensgefühls.

Das "Love Bombing" also die Überschüttung der Menschen mit Lob, Komplimenten und dem Vorgaukeln einer harmonischen Gemeinschaft förder das natürlich.

Kommentar von Enzylexikon ,

Sie hätte von ihren Eltern keine bedingungslose Liebe erfahren und Gott kann ihr diese Liebe geben.

Wenn sie meint, während eines Gottesdienstes eine solche Liebe erfahren zu haben, dann kann das eine Art emotionaler Ersatz sein.

Wie gesagt gibt es religiöse Gruppierungen, die gezielt auf solche Bedürfnisse eingehen und "Erfahrungsreligiosität" vermitteln.

Für Außenstehende kann das sehr befremdlich anmuten, wenn plötzlich jemand aufspringt und ruft "Gelobet sei der Herr, ich kann ihn sehen!!" und schließlich immer mehr Gemeindemitglieder rufen "Ja! Ich sehe auch das Licht des Herrn!! Halleluja!!"

Man kann sich doch nicht aussuchen, dass man glaubt

Natürlich gibt es Menschen, die ihre Konfession bewusst und aus freiem Willen wählen, weil sie ihnen schlüssig erscheint.

Ich bin beispielsweise liberal und unreligiös aufgewachsen und später nach reiflicher Prüfung dann Buddhist geworden.

bedingungslos geliebt zu werden ist sicher ein unheimlicher Ansporn,

Wie gesagt, dass ist nicht nur einfach ein theoretischer Ansporn - diese Menschen erleben diese Gefühle sogar und führen dass dann auf die Macht Gottes zurück.

Menschen können unglaublich schnell von etwas zu überzeugen sein, wenn man sie nicht nur theoretisch anspricht, sondern ihnen eine leibhaftige Erfahrung zukommen lässt.

Ein nicht-religiöses Beispiel:

Die Noten eines Rock-Songs zu lesen, dürfte für die meisten Menschen eher wenig inspirierend  sein.

Mit zehntausend Fans auf einem Rockfestival gemeinsam jeder Aufforderung des Band-Leaders zum Mitklatschen zu folgen und den Refrain aus tausend Kehlen mitzusingen, ist etwas ganz anderes.

Antwort
von Giustolisi, 28

Man kann sich nicht entscheiden, etwas zu glauben. Man glaubt es, oder man glaubt es nicht.
Wenn ich dir mittags um 12 sage "es ist Nacht", dann kannst du dich mit deinem ganzen willen bemühen und kannst es doch nicht glauben. Du kannst sagen "Ja, es ist Nacht", aber das wäre eine Lüge.
Wenn man dir aber lange genug das Gehirn wäscht, dann hältst du es irgendwann für wahr, auch wenn alles dagegen spricht.

So ist es auch mit den Gläubigen. Man kann sich nicht entscheiden, an einen Gott zu glauben, deswegen verrennen sich so wenige ungläubige Erwachsene in dieser Fantasiewelt von Göttern und Feenstaub. Sie lassen sich auch nicht so leicht das Gehirn waschen, wenn sie geistig gesund sind, deswegen wurden die meisten Gläubigen im Kindesalter indoktriniert, also einer Gehirnwäsche unterzogen.
Die Indoktrinierung wird auch durch psychische Probleme wie Depressionen, Trauer oder Ähnliches vereinfacht. Betroffene Menschen erliegen viel leichter der Illusion, es gäbe Götter.
Befindet man sich in einem psychischen tief, ist man einfach viel empfänglicher für alles, was Hilfe verspricht, selbst wenn es dem gesunden Menschenverstand widerspricht. Deswegen wenden sich so viele Menschen in Notlagen irgendeinem Glauben zu. Sie erkennen nicht, dass es nur eine Illusion ist.

Menschen, die an Götter glauben, denken dass diese tatsächlich existieren. Sie haben dafür keine rationale Begründung, deswegen ist es auch Glaube und nicht Wissen. Sie sind sich aber absolut sicher richtig zu liegen. Als rational denkender Mensch kann man das nicht nachvollziehen.

Antwort
von JTKirk2000, 38

Ich selbst bin ebenfalls gewissermaßen aus eigener Entscheidun gläubig. Ich glaubte, soweit ich mich zurückerinnern kann, schon immer an ein ewiges Dasein und an eine ewige Liebe.

Mein Glaube an Gott kam hinzu, als ich mich für die evangelische Kirche zu interessieren begann. Später fand ich jedoch einige Differenzen zwischen den in der Bibel klar enthaltenen Aussagen und der Kirchenlehre, die allenfalls auf Interpretationen und damit Einschränknugen dieser Klarheit basieren. Aufgrund dieser Differenzen verlor ich meinen Glauben an die evngelische Kirche, aber nie leinen Glauben an Gott. Später, im Alter von 30 Jahren, fand ich eine Kirche, welche dieser Klarheit entspricht, und hatte mich dieser dann (vor mittlerweile 10 Jahren) angeschlossen. Das Einzige, was mich an dieser noch stört, ist die reservierte Haltung in Bezug auf die in der Bibel als geistige Gaben bezeichneten Möglichkeiten.

Um auf den Kern der Frage zurückzukommen habe ich mich in meiner Kindheit aus eigener Entscheidung dazu entschieden mich für die evangelische Kirche zu interessieren und demnach gläubig zu werden.

Antwort
von Zicke52, 22

Natürlich kann man nicht entscheiden, etwas zu glauben. Wenn ich etwas als unwahr erkenne, kann ich nicht beschliessen, es für wahr zu halten. Ich kann höchstens behaupten, es für wahr zu halten., aber das wäre nur Lippenbekenntnis und Selbstlüge.

Ich hätte durchaus gern das ewige Leben, aber ich kann nicht daran glauben. Mein Verstand hindert mich daran. An meinem Willen liegt's bestimmt nicht.

Aber es gibt offenbar Leute, die ein grosses Potentiell an Autosuggestion haben. Ich vermute dahinter eine wackliche Psyche und so mächtige ungestillte Bedürfnisse, dass sich der Mensch einen Weg schaffen MUSS, um diese Bedürfnisse zu stillen. Und ein Weg ist, sich eine Geschichte so lange einzureden (oder einreden zu lassen), bis man daran glaubt. Den Sinn für Realität muss man dabei desaktivieren. Ich kann es nicht nachvollziehen, denn bei mir klappt sowas nicht. Also wird es für mich wohl ein Geheimnis bleiben, wie es funktioniert.

Was allerdings die "bedingungslose Liebe" betrifft, irrt deine Bekannte. Gottes Liebe ist nicht bedingungslos, im Gegenteil, niemand hat so knallharte Bedingungen. Gratis gibt's da gar nichts. Der Preis ist vollständige Unterwerfung, bedingungslose Anbetung (auf den Knien bitte!), Dank für alles Gute (kommt von IHM), keine Motzerei für Schlechtes (kommt immer von UNS), absolute Exklusivität - nur Gott darf uns wichtig sein, alles andere, auch unsere Familie, muss hinten angestellt werden. Er verträgt keine Konkurrenz.

Ausserdem ist er unfähig, zu verzeihen: für das Streben nach Erkenntnis hat er die gesamte Menschheit verdammt. Für die Christen hat er zwar als angebliche Versöhnungsgeste seinen Sohn töten lassen, aber dadurch hat der Mensch wieder neue Schuld auf sich geladen und muss sich Jesu Tod vorwerfen lassen. Und die daraus resultierende "Erlösung" ist auch nicht gratis: man bekommt sie nur, wenn man "einsieht", dass man ein durch und durch schlechtes, sündiges Wesen ist. Also sich bis zum Gehtnichtmehr erniedrigt. Und die zweite Bedingung ist, dass man die ganze Geschichte glaubt, was man aber mit seinem Willen nicht beschließen kann - siehe oben.

Und somit schliesst sich der Kreis.

Antwort
von wildcarts2, 31

Natürlich kann man sich aussuchen was man glaubt. Schließlich ist Glauben nur ein künstiches Gedankenkonstrukt.

Meist wird Glauben durch die Eltern weitergegeben. Die meisten bleiben dann dabei oder legen ihn ab. Wechseln tun nur die Menschen, die Probleme habe. Wenn nun jemand eine augenscheinliche Hoffnung anbietet, geraten einige in die Schlinge und fangen an zu glauben, was ihnen die Ohren kitzelt...

Glaube ist irrational. Viele Menschen denken, sie würden damit aber ihre Probleme lösen, Liebe erfahren, Hoffnung erhalten. Das ist aber nur eine Illusion. Tatsächlich verdrängen sie nur ihre Probleme und leben in einer Scheinwelt.

Besonders Freie Kirchen angeln ihre Mitglieder mit einer solchen Scheinwelt. Sie machen einen auf Friede-Freude-Eierkuchen und locken die Menschen mit sozialen und gesellschaftlichen Events. So fühlen sich die Menschen in einer Gemeinschaft wohl und denken, man würde sie als Person wertschätzen. In Wirklichkeit ist das aber großer Egoismus. Diese "Liebe" ist künstlich. Sie sind nur so "lieb", weil sie sich das eigene "Seelenheil" davon erhoffen. Würde man diese Belohnung ausklammern, würden solche Gemeinden sehr schnell zerbrechen.

Antwort
von pinkyitalycsb, 6

Man kann sich sehr wohl entscheiden, sich ganz allgemein mit Religion oder einer bestimmten Kirche zu befassen, wenn man irgendwann erkannt hat, dass etwas grundlegend Wichtiges im Leben fehlt!

Schließlich sollte sich früher oder später jeder mal fragen, wer wir sind, woher wir kommen, warum wir hier sind und wohin wir gehen!

Ich glaube kaum, dass deine Bekannte von einem Moment zum anderen einfach so leichtfertig entschieden hat, von „ungläubig“ zu „gläubig“ zu wechseln. Ganz sicher folgt sie ihrem inneren Bedürfnis, das sie vielleicht lange ignorieren wollte, und bekommt nun in dieser Kirche die notwendige Hilfe, um Gott näher zu kommen.

Meiner Ansicht nach ist es wunderbar, dass sie bereits die Liebe Gottes erkannt hat, denn unser Vater im Himmel liebt uns als seine Kinder wirklich und steht uns zur Seite, damit wir die Hürden in diesem Leben besser überwinden können!


Antwort
von nowka20, 14

brauchst du auch nicht verstehen, aber das war eine fundamentale lebenshilbe

Antwort
von derMannohnePlan, 45

Ich möchte nicht gegen die Kirche und gegen organisierte Religion sprechen, das liegt bei Ihnen.

Ich gehöre keiner organisierten Religion oder Kirche an, weil es für mich keine Bedeutung hat. 

Ich will nur aufzeigen, dass ein Mensch, der ernsthaft nach dem Wirklichen sucht, all das beiseite setzen muss; was noch nicht heißt, dass ich angreife. Wenn man angreift, muss man auch verteidigen. Ich möchte hier aber weder angreifen noch verteidigen.

Wir versuchen, das Daseinsproblem in seiner Gesamtheit zu verstehen, und dazu gehören auch Kirche und organisierte Religion.

Ich glaube nicht daran, dass eine organisierte Religion dem Menschen hilft, Gott oder die Wahrheit zu finden.

Religionen bedingen den Menschen, an Gott zu glauben; genauso wie ein Kommunist bedingt wird, nicht zu glauben; – es ist im Grunde dasselbe, ich sehe keinen großen Unterschied.

Der Mensch, der sagt: »ich glaube an Gott«, weil er von Kindheit an dazu erzogen worden ist, und der Mensch, der sagt: »ich glaube nicht an Gott«, weil er bedingt worden ist, solchen Unsinn zu wiederholen, – stehen beide auf derselben Ebene.

Wer aber selber etwas herausfinden möchte, fängt an zu untersuchen. Er wird keine Autorität, kein Buch, keinen Erlöser blindlings annehmen.

Wenn es ihm wirklich ernst damit ist, wenn er es täglich durchdenkt und untersucht, es in seinem Leben verfolgt und zu verstehen trachtet, – dann hat er auf irgendwelche Weise allen Glauben abgelegt.
Er ist ein wahrhaft Suchender ohne jeden Beweggrund; er ist ganz allein auf einer Entdeckungsreise. Und wenn er findet, bekommt das Leben eine ganz andere Bedeutung für ihn. Vielleicht kann er dann den Menschen helfen, frei zu werden?

Die Frage lautet weiter: »Haben die Religionen nicht viel Gutes getan?« Glauben Sie? Ich glaube, es gibt nur eine einzige organisierte Religion, die den Menschen nicht durch Krieg ins Elend gebracht hat, – und das ist bestimmt nicht das Christentum oder der Islam!

Die Christen haben möglicherweise mehr Kriege geführt als irgendeine andere Religionsgemeinschaft,— und stets im Namen des Friedens, der Liebe, Güte und Freiheit.

Sie haben hier wahrscheinlich mehr als die meisten anderen Völker unter den Schrecken des Krieges und der Erniedrigung gelitten; – während beide Seiten stets Gott für sich anforderten.

Sie wissen all das selber, auch ohne dass ich es wiederhole.
Ich fürchte, wir haben die Welt zu dem gemacht, was sie ist, – wir, Sie und ich, – sie ist nicht von Weisheit, Wahrheit oder Gott erschaffen worden.

Ehe wir uns nicht von Grund auf ändern, wird keine organisierte Religion der Menschheit Gutes bringen. 

Religionen können oberflächliche Verbesserungen herbeiführen oder auf sozialem Gebiet Gutes tun; aber es hat Jahrhunderte gedauert, ehe die Religionen zivilisiert wurden, und es wird ebenso lange dauern, bis der Kommunismus zivilisiert ist.

Ein wahrhaft ernster Mensch muss von diesen Dingen frei sein; er muss über alle Erlöser und Götter hinausgehen, um das Wahre zu finden.

Kommentar von KyotoMogami ,

"Die Frage lautet weiter: »Haben die Religionen nicht viel Gutes getan?« Glauben Sie? Ich glaube, es gibt nur eine einzige organisierte Religion, die den Menschen nicht durch Krieg ins Elend gebracht hat, – und das ist bestimmt nicht das Christentum oder der Islam!" --- danke für die Anregung, ich bin derselben Meinung, von der Kirche als Institution halte ich nichts (wobei sie sicher dabei ist sich zu verändern, das kann man nicht abstreiten) allerdings hier leider Off Topic!

Kommentar von derMannohnePlan ,

Ok, dann frag doch deine Bekannte. Sie ist die einzige die dir die Antwort auf deine gestellte Frage konkret beantworten kann!

Antwort
von CountDracula, 24

Hallo,

hat sie denn gesagt, dass sie sich dazu entschieden hat, zu glauben? Oder hat sie vielleicht schon vorher geglaubt und die Freikirche passt einfach am besten zu ihren Ansichten?

Antwort
von Bebish05, 44

Naja es kann durchaus sein, dass Ungläubige iwann zu Gläubigen werden. Oft ist es so, dass sie aufgrund von mangelndes Wissen nicht daran glauben. Ich kenne auch einige die nachdem sie sich über eine gewisse Religion interessieren, erleuchtet werden und an Erkenntnis gewinnen. Somit öffnen sie ihr Herz und erfahren die Liebe Gottes, die viel viel stärker ist, als die Liebe die du man von Menschen erfährt.

Kommentar von DreiBesen ,

Wissen hat nichts, aber auch nichts! mit Glauben zu tun. Umgekehrt ist es genauso der Fall.

Ich glaube zu wissen, dass du da was ganz gründlich durcheinanderbringst.

Kommentar von Bebish05 ,

Man muss ein gewisses Wissen besitzen, um an etwas zu glauben.
Wenn ich mich beispielsweise nicht mit dem Koran beschäftigt hätte, wäre mein Glauben an Gott schwacher als es jetzt ist. Erst kommt die Erkenntnis, daraufhin der Glaube.

Antwort
von christ1235, 32

ja ich kann dich verstehen.. ich kenne deine Bekannte nicht.. aber ich denke das wenn sie echte Christin geworden ist, ist es nicht nur das- bedingungslos geliebt zu werden.

Klar das ist eine Eigenschaft Gottes. Aber weißt du, erstmal möchte ich den Unterschied klar machen zwischen religiös zu sein( viele nennen sich Christen, nur weil sie an Gott glauben), und ein ECHTER Christ zu sein.

Jeder der Christ geworden ist, glaubt an Jesus Christus, aber es liegt NICHT NUR an ihm, sondern auch an  Gott der ihn gesucht hat. Gott redet zu uns Menschen, durch verschiede Formen, meistens durch sein Wort, die Bibel.

 Wenn jemand anfängt die Bibel zu lesen, mit ein offenes Herz( also nicht nur um Geschichten zu lesen, sondern bereit das Gott zu einem spricht) dann fängt Gott an durch sein Wort im Herzen des Menschen was zu machen.

Oft begegnet man dann Christen die einem auch über Jesus erzählen, und man merkt das das die Wahrheit ist. 

Gott fängt an in dem Herzen richtig zu arbeiten, in meinem Fall war es so, das auch Viele Schwierigkeiten gekommen sind, so das ich dachte ICH schaffe es nicht mehr, ich hab mein Leben nicht mehr im Griff, ich hab so vieles falsch gemacht,  ich brauche Jesus.

Gott überzeugt den Menschen das er ein Sünder ist, und auf einmal tut es einem richtig Leid, man sieht sich selbst vor Gott als der schlimmste Sünder, und man glaubt dann an Jesus Christus, nämlich das ER an unserer Stelle gestorben ist am Kreuz, und nur deshalb können wir Gottes Kinder werden.  

Es ist ein Werk das Gott tut. Wenn man die Wahrheit hört, entscheidet man ob man daran glaubt oder nicht,

manchmal gibt es Menschen die gerne glauben wollen aber können es nicht, aber wenn der Mensch wirklich von Herzen will, dann schenkt Gott ihm den errettenden Glauben. Und dann, bekommt man ein Frieden den man früher nicht hatte, weil die Beziehung mit unserem Schöpfer wieder in Ordnung ist.

Ich hoffe ich konnte dir deine Frage beantworten

Kommentar von KyotoMogami ,

Okay, ich verstehe, was du sagen willst. Vom Standpunkt eines Gläubigen aus kann man bestimmt so argumentieren.

Wenn sie es mir so sagen würde wie du:"manchmal gibt es Menschen die gerne glauben wollen aber können es nicht, aber wenn der Mensch wirklich von Herzen will, dann schenkt Gott ihm den errettenden Glauben.", dann könnte ich es nachvollziehen, es würde dieses Gespräch und ihre Antwort erklären. Es würde dieses "plötzliche gläubig-werden" erklären. So eindeutig hat sie das allerdings nicht gesagt.

Kommentar von christ1235 ,

dann ist sie vielleicht noch keine echte Christin geworden, möchte aber mehr über Gott wissen, interessiert sich für Ihn, und sucht ihn...

es ist sehr sehr selten das man von einem Tag auf den anderen ein Christ wird. Oft vergeht eine lange Zeit, bis der Mensch sich das richtig überlegt, und bis Gott wirkt.

Kommentar von wildcarts2 ,

 "Gott wirkt" definitiv nicht, da es ihn nicht gibt. Was wirkt, ist die Einbildung und die Methodik einer Religion bzw. eines Glaubenskonzeptes. Glaube kann nicht entstehen, wenn man es nicht will.

Glaube ist in erster Linie Selbstbetrug, da er Wunschdenken ist. Glaube ist der Wunsch, dass Dinge geschehen oder geschehen sind, die dem eigenen Leben einen übergeordneten Sinn verleihen und die eigene Situation irgendwann verbessern werden.

Jeder der Christ geworden ist, glaubt an Jesus Christus,

Falsch. Es gibt genügend Christen, die nicht an Jesus glauben. Denn ein Christ ist man, sobald man Mitglied der römischen Kirche ist. Alle anderen sind Plagiate. "Konfessionslose Christen" gibt es nicht, sondern nur Menschen die sich ihren eigenen Glauben zurechtlegen (Rosinenpicken) und dabei christlichen Inhalten folgen, sich aber dem eigentlich Sinn der Religion entziehen: Der Kontrolle.

aber es liegt  NICHT NUR an ihm, sondern auch an  Gott der ihn gesucht hat.

Das ist ein Widerspruch. Demnach wäre Gott parteiisch und niemand könnte etwas an seiner Situation ändern. Jeder der kein Christ ist, wäre demnach bereits verurteilt...

Gott redet zu uns Menschen, durch verschiede Formen, meistens durch sein Wort, die Bibel.

Zunächst müsstest du diese leere Behauptung belegen. Moslems dagen zb das selbe über den Koran. Außerdem interpretiert jeder die Bibel anders.

Die Aussage, die Bibel sei "Gottes Wort" ist zudem äußerst überheblich und beleidigend! Damit BEHAUPTEST du nämlich, dass DEIN Gott der einzig wahre sei und alle anderen Lügner sind. Dazu fehlt dir aber jeglicher Beweis!

Das die Bibel nicht von Gott stammt, ist ausreichend bewiesen. Würde sie von einem Gott stammen, wäre dieser aber sicher nicht anbetungswürdig, weil die Inhalte der Bibel nachweislich komplett frei erfunden wurden.

Gott fängt an in dem Herzen richtig zu arbeiten, in meinem Fall war
es so, das auch Viele Schwierigkeiten gekommen sind, so das ich dachte ICH schaffe es nicht mehr, ich hab mein Leben nicht mehr im Griff, ich hab so vieles falsch gemacht,  ich brauche Jesus.

Du brauchst keine fiktive Figur, bei der du dich verstecken kannst, sondern nur mehr Selbstbewusstsein und den Wunsch die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Gott überzeugt den Menschen das er ein Sünder ist, und auf einmal tutes einem richtig Leid, man sieht sich selbst vor Gott als der schlimmste Sünder,

Damit machst du dich selbst klein und flüchtest in eine Fantasiewelt, da mit du dir nicht eingestehen musst, dass es deine eigene Schuld ist.

und man glaubt dann an Jesus Christus, nämlich das ER an unserer Stelle gestorben ist am Kreuz, und nur deshalb können wir Gottes Kinder werden.  

Man glaubt nur, wenn man es sich einredet. Jesus Christus ist de facto eine fiktive Figur, die dir nicht helfen kann.

Es ist ein Werk das Gott tut. Wenn man die Wahrheit hört, entscheidet man ob man daran glaubt oder nicht,

Gott tut gar nichts. Und Wahrheit findet man nicht in Religionen und Glauben. Ganz im Gegenteil.

manchmal gibt es Menschen die gerne glauben wollen aber können es nicht, aber wenn der Mensch wirklich von Herzen will, dann schenkt Gott ihm den errettenden Glauben. Und dann, bekommt man ein Frieden den man früher nicht hatte, weil die Beziehung mit unserem Schöpfer wieder in Ordnung ist.

Menschen wie du tun mir leid. Aufgrund von problemen, denen du nicht gewachsen bist, bist du in eine Fantasiewelt geflohen.

Dabei gibt es keinen einzigen Grund an derartiges Zu glauben, da es extrem viele Beweise dafür gibt, dass Götter nur Erfindungen sind und Religion den Menschen nur schadet.

Das was du tust, ist Selbstbetrug und Illusion. Würdest du dich mal ordentlich mit deiner Religion befassen, statt nur die vermeintlich schönen Geschichten zu lesen, würdest du schnell wieder in die Realität finden.

Das wünsche ich dir aus ganzem Herzen!"

Kommentar von christ1235 ,

warum mischt du dich ein in Fragen über Gott, wenn es deiner Meinung nach Ihn gar nicht gibt?? ist das nicht Zeitverschwendung??

ich respektiere voll das du an Gott gar nicht glaubst, aber meinst du das ich irgendwie mein Glauben ändern werde nur weil ich das lese was du schreibst?

Menschen wie du tun mir leid. Aufgrund von problemen, denen du nicht gewachsen bist, bist du in eine Fantasiewelt geflohen.

Ich brauche dir nicht Leid zu tun, ich bin glücklich, habe wahren Frieden gefunden, und eine echte Freude in Jesus Christus. Und das schon so einige Jahre, und wurde noch NIE von Ihm enttäuscht!

Kommentar von Zicke52 ,

@christ1235: "Gott überzeugt den Menschen, dass er ein Sünder ist....man sieht sich selbst als der schlimmste Sünder..."

Und das nennst du Liebe? Jemanden zu überzeugen, wie minderwertig er ist?

Für mich ist das das Gegenteil von Liebe.

Jemand, der mir sagt "du bist das letzte Stück Dr.ck und nicht wert, von mir geliebt zu werden. Aber stell dir vor, ich liebe dich trotzdem! Was für ein unverdientes Glück du hast! Denn du brauchst mich, ohne mich bist du nichts!", dem schmeisse ich seine "Liebe" vor die Füße und die Tür vor der Nase zu!

Kommentar von christ1235 ,

das ist die Wahrheit. Du kannst es nicht ändern.

Gott ist so wie er ist, er ist heillig und kann nicht mit der sünde üebreinstimmen.

Stell dir vor ich töte jemand von deiner Familie und stehe dan vor Gericht, und der "liebevolle" Richter sagt: du bist gar nicht so schlimm, im Kern bist du gut, ich vergebe dir alles.

Was würdest du sagen? dieser Richter wäre schlimmer als der Täter, und so ist auch Gott. Er ist gerecht, er muss die Sünde bestrafen.

Aber seine Liebe zeigt er darin, das er seinen einzigen Sohn gestraft hat, mit dem Tod, an unserer Stelle. damit wir Leben.

So eine Liebe hab ich nie vorher  in meinem Leben erfahren, und ich habe zwei wunderbare Eltern, Geschwister, Freunde die mich auch lieben, aber es hat keiner sein Leben für mich gegeben, wie Jesus es gemacht hat

Kommentar von Zicke52 ,

@christ1235: "Das ist die Wahrheit"

Dass ich der schlimmste Sünder bin? Kennst du mich?

"Du kannst es nicht ändern"

Dann ist es auch nicht meine Schuld. Schuld setzt eine Wahlmoeglichkeit voraus.

"Stell dir vor ich töte jemanden"

Ich habe aber niemanden getötet. Und wenn ich es getan hätte, fände ich die Tatsache, dass der Richter einen anderen an meiner Stelle bestraft (und sei es sein eigener Sohn), viiiiieeel ungerechter, als wenn er mich freispräche.

Was du Liebe nennst, ich für mich das Gegenteil von Liebe. Es gibt sie auch in menschlichen Beziehungen: Da macht z.B. der Mann seine Frau klein, redet ihr ein, sie sei dumm, nutzlos, ein Nichts. Zum Glück hätte sie ihn, sonst wäre sie in der Gosse gelandet. Und die Frau lässt sich davon überzeugen, weil sie nach und nach jedes Selbstbewusstsein verliert, und bleibt so in der Ehehölle gefangen. Und wenn sie sich irgendwann doch davon befreit, stellt sie fest, dass sie in der Lage ist, für sich zu sorgen, zu arbeiten, Freunde zu finden, glücklich zu sein...und dass sie jahrelang der Lüge ihres Mannes aufgesessen ist.

Menschen wie der Mann in meinem Beispiel können nicht lieben. Sie müssen den Partner klein machen und seine Psyche zerstören, um ihn völlig von sich abhängig zu machen und zu besitzen.

Wenn mir jemand seine Verachtung ins Gesicht schleudert, liebt er mich nicht. Niemand muss für mich sterben, um mir seine Liebe zu beweisen. Sondern mich einfach so nehmen, wie ich bin. Denn so schlimm bin ich nicht.

Kommentar von christ1235 ,

ich verstehe deine Gedanken- ich habe früher das auch nicht verstanden und fand das unmöglich, Gott schien mir so ein liebloser Gott zu sein.

Aber weißt du? Gott liebt uns so wie wir sind, keine Frage, aber er hasst Sünde. Und es reicht eine kleine Lüge aus, um auf ewig von Gott getrennt zu sein. warum das so ist? weil Er heilig ist, er ist perfekt.

Was haben den Adam und Eva gemacht um vom Garten Eden vertrieben zu werden und von Gott getrennt zu sein? sie haben einfach was verbotenes gegessen. Wir würden sagen, was für ein Schwachsinn, sowas ist doch gar nicht Schlimm,

aber es hat gereicht, es war Ungehorsam gegenüber Gottes Wort.

Gott ist wie er ist, das ist eine Tatsache die wir nicht ändern können auch wenn wir anderer Meinung sind, und das heftige an der Sache ist, das Er das letzte Wort hat.

Keiner von uns schafft es Gott ganz zu gefallen, wenn du denkst du kommst in den Himmel, dann müsstest du noch NIE in deinem Leben gelogen haben, oder gestritten, oder Zornig gewesen, usw.

Die Bibel sagt, alle haben gesündigt. Und ich schreib das dir nicht weil ich mit dir diskutieren möchte, auf keinen Fall, aber ich habe entdeckt das es die Wahrheit ist, was GOTT gesagt hat.

Gott will uns nicht irgendwie unterdrücken, aber bevor ich eine Beziehung mit Ihm haben kann, müssen meine Sünden erstmal ausgeräumt werden, und das hat Jesus gemacht- Als Er am Kreuz hing, für uns Menschen, hat er an jeden von uns gedacht. Er wusste das ist die einzige Möglichkeit uns zu retten.

Weißt du, als ich daran geglaubt habe, ja, habe ich mich als der schlimmste Sünder gefühlt; ich habe Ihn um Vergebung gebeten, und er hat mein Herz gereinigt, mich Befreit von der Schuld die auf mir lag.

Aber in dem Moment gab er mir, (und gibt mir immer noch) eine tiefe Freude und Frieden im Herzen, er bereitet für mich ein Haus im Himmel vor,

und wenn es mir mal richtig dreckig geht, komme ich zu Jesus im Gebet und Er stärkt mich, gibt mir Kraft und Trost.

Sicher ist es nicht einfach als Christ in diese Welt zu leben, die meisten verspotten uns, oder denken wir sind Verrückt, und das ist oft nicht einfach. Aber Jesus geht mit mir, durch diese schwere Zeiten.

Vielleicht bedeutet es nicht Liebe für dich, ich habe noch NIE so eine Liebe erfahren. Das der Schöpfer der Welt mich zu seinem Kind gemacht hat, aus Gnade.

Sorry wenn das jetzt wie eine Predigt anhört, aber wer das erlebt hat , kann einfach nicht still bleiben und es nur für sich behalten sondern möchte das auch andere IHN kennenlernen.

hier erklärt es jemand ganz gut:

Antwort
von TechnologKing68, 57

Gott ist eine Illusion und alle Gläubigen reden sich ein, durch ihren Glauben irgendeine Ersatzbefriedigung zu kriegen. 

Manche wurden von Mami und Papi zu wenig geliebt, andere sind Versager, dritte sind Pädophil und glauben, so geheilt zu werden, Vierte sind körperlich krank und letztere können sich nicht damit abfinden, dass sich keine Sau mehr für sie interessiert, wenn sie abgekratzt sind.

Deine Freundin ist das beste Beispiel dafür. Aber was willst du machen, sie lebt in einer Scheinwelt und bildet sich darin Liebe ein, so verpasst sie die Möglichkeit, Liebe im echten Leben zu finden, aber was willst du tun, sie muss das alleine entscheiden.

Kommentar von KyotoMogami ,

Das stimmt, die Parallele zu kranken Menschen ist mir nicht in den Sinn gekommen. Ich kenne nur jemanden in die Richtung und der war vorher schon gläubig, deswegen ist es mir nicht so fern, das zu verstehen.

Kommentar von treckerschorsch ,

Für dich ist Gott eine Illusion....? Deine Meinung über Gott so zu interpretieren als wäre sie der Weisheit letzter Schluss ist schon dreist. 

Diejenigen Menschen, die Gott erfahren haben und ihn lieben, als psychisch Kranke zu bezeichnen, kann ich mir nur damit erklären, daß du den Hauptteil deiner Zeit damit verbringst, dir dein eigenes Weltbild zu zeichnen.

Kommentar von christ1235 ,

da stimmt, für viele ist Gott nur eine Illusion, aber das sind Menschen die nur an die Existenz Gottes glauben, ihn nicht wirklich kennen. Davon gibt es viele.

Aber es gibt auch Menschen(so wie ich) die Jesus persönlich erfahren haben im Leben, die früher nicht geglaubt haben, aber von Gott selbst überzeugt wurden, und dieser Glaube ist etwas anders, der verändert unser Leben. Man glaubt nicht nur das es einen Gott gibt, sondern an das was Er getan hat für uns, aus Liebe.

Antwort
von Misrach, 13

Natürlich kann man sich das aussuchen, man soll es sogar. meine eltern haben mich nie zum glauben gezwungen, das habe ich aus freien Stücken entschieden.

Kommentar von Zicke52 ,

Du hast aus freien Stücken entschieden, etwas, was du für unwahr hältst, als wahr du betrachten? Wie geht denn das?

Darum geht es nämlich in der Frage: die Bekannte der FS fand nicht aus Ueberzeugung, sondern aus einem Bedürfnis heraus zum "Glauben": ich wünsche mir jemanden, der mich liebt, also erschaffe ich mir diesen Jemand und halte ihn für wahr.

Ich verstehe nicht, wie das funktioniert. Ich schaffe es nicht, mich selbst zu belügen, denn im Grunde weiss ich, was stimmt und was nicht. Wenn mich niemand liebt, kann ich noch so sehr versuchen, mir einzureden, ich hätte einen Freund. Es gelingt mir nicht, denn ich weiss, dass es nicht stimmt

Kommentar von Misrach ,

Sie hat nichts erschaffen, sie hat ihrer sichtweise geändert. Sie hat sich mit einem Thama ausseinadergesetzt und ist zu einem entschluss gekommen.

Du hast aus freien Stücken entschieden, etwas, was du für unwahr hältst, als wahr du betrachten? Wie geht denn das?

 Verstehe die frage nicht, wie kommst du auf die Idee?

Antwort
von aicas771, 2

In der Bibel stellt sich der Gott "Jahwe" (="Ich bin da") vor und macht uns Menschen ein Angebot:

Wer an mich glaubt, wer sich dafür entscheidet, mit mir und nach meinen Geboten zu Leben, der bekommt von mir die Vergebung seiner Schuld und das ewige Leben bei mir nach dem Tod.

Jeder Mensch ist aufgefordert, sich zu entscheiden: für Gott oder gegen Gott.

Man wird nicht als Christ geboren, sondern man wird Christ aufgrund einer bewussten Entscheidung - auch wenn die großen Kirchen etwas anderes lehren und praktizieren. Lies selbst nach in der Bibel. Deine Bekannte hat genau danach gehandelt. Man kann sich sehr wohl aussuchen, was man glaubt. Das hat für mich aber nur sehr bedingt etwas damit zu tun, wie viel oder wie wenig Liebe man von z.B. den eigenen Eltern erfahren hat.

http://www.bibleserver.com/text/GNB/Roemer3

Man kann sich auf die Zusagen der Bibel einlassen, erfahren, dass sie wahr sind und ganz subjektiv im Seelenleben wirken. Das ist aber ein längerer Prozess. Aber die Entscheidung, das auszuprobieren, muss man vorher irgendwann einmal treffen.

Antwort
von tryanswer, 51

Man entscheidet sich auch nicht wirklich, man erkennt.

Kommentar von NadarrVebb ,

Du bist bedauernswert.

Kommentar von tryanswer ,

Und warum? Ich habe ein super Leben, keine Geldsorgen und bin glücklich - manche Menschen halten das für erstrebenswert. Wie kommst du also dazu mich zu bedauern?

Antwort
von fricktorel, 15

Wir alle sollten uns entscheiden (5.Mose 30,19; Joh.6,35).

In Gottes Reich wird es dann "ernst" (Offb.20,12).

Antwort
von Rendric, 59

Natürlich kann man sich aussuchen, was man glaubt. Man glaubt an das, was einem logisch und verständlich erscheint.

Kommentar von KyotoMogami ,

Ich würde auch gerne bedingungslos geliebt werden und mir sicher sein, dass nach dem Tod noch etwas kommt (nur als Beispiel jetzt zwei Dinge die mit der katholischen Religion kommen), aber es ist nicht ansatzweise ein Grund für mich gläubig zu werden. Ich kann doch nicht nur für einen Vorteil plötzlich an etwas glauben.

Kommentar von Rendric ,

Du gehst die Sache falsch an.

Wenn ich mich geliebt fühle von einem Gott und sicher bin, dass es ihn gibt. Wenn ich daran glaube, nach dem Tod ins Paradies zu kommen, dann glaubst du.

Du kannst das Pferd nicht von hinten aufzäunen ;-)

Kommentar von NadarrVebb ,

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks. (Karl Marx "das Kapital")

Kommentar von wildcarts2 ,

Wenn ich mich geliebt fühle von einem Gott und sicher bin, dass es ihn gibt. Wenn ich daran glaube, nach dem Tod ins Paradies zu kommen, dann glaubst du.

Diese Aussage ist unlogisch. Glaube entsteht auf zwei Arten. Entweder durch Erziehung oder durch eigenes Lernen.

Bei der Erziehung wird ein Weltbild vermittelt, welches man als Normal ansieht. Die wenigsten Menschen lösen sich von der in der Kindheit erlernten Religion. Entweder sie bleiben inaktives Mitglied und machen nur die Traditionen mit, die ihnen gefallen (aber nicht aus glaubensgründen) oder sie praktizieren ebenfalls diesen Glauben. Nur wenige wechseln ihren Glauben oder schaffen es, ganz von diesem Konzept weg zu kommen.

Wer selbst lernt, der sucht sich aus was er glauben will. Eine solche Suche hat immer mit persönlichen Problemen zu tun. Man sucht nicht nach Glauben, wenn man zufrieden ist. Also sucht man nach einer Lehre, die einem vermeintlich bei genau dem Problem hilft, das man hat.

Erst kommt die Angst vor dem Tod, dann eine schöne Geschichte die einem die Angst nimmt, und dann der Glaube.

Kommentar von wildcarts2 ,

und mir sicher sein, dass nach dem Tod noch etwas kommt

Hier kann ich dir helfen:

Es kommt definitiv nichts mehr nach dem Tod. Tod bedeutet "Ende der Existenz". Vor deiner Geburt warst du nichts und nach deinem Tod wirst du wieder nichts.

Sobald der Mensch stirbt, sind seine Gedanken, Erinnerungen, Gefühle etc. sofort unwiederuflich verloren. Denn Diese Dinge sind nichts weiter als chemisch-elektrische Verbindungen in deinem Gehirn. Wird das Gehirn nicht mehr mit Energie versorgt, fangen diese Verbindungen sofort an zu verfallen.

Kommentar von Zicke52 ,

@Rendric: Aber was mir logisch und verständlich erscheint, entscheidet mein Verstand, nicht mein Wille.

Auch wenn ich glauben wollte, dass der Frosch in meinem Garten ein verzauberter Prinz ist, gelänge es mir nicht. Deshalb küsse ich ihn auch nicht: mein Verstand sagt mir, dass es sinnlos wäre. Da kann mein Wille nur resignieren.

Kommentar von Rendric ,

Deswegen sind wir alle Atheisten, weil wir nicht an etwas glauben können, was für uns unlogisch ist.

Es gibt Menschen, die an verzauberte Frösche glauben können. Ist einfach so.

Und Glaube und Religion ist mehr ein Gefühl, als eine Verstandsache.

Kommentar von wildcarts2 ,

Deswegen sind wir alle Atheisten, weil wir nicht an etwas glauben können, was für uns unlogisch ist.

Das hat nichts mit Atheismus zu tun. Ein Atheist ist jemand, der keine Kenntnisse von dem Konzept "Gottglauben" hat. Jeder Mensch wird als Atheist, also "ohne Gott(glauben)" geboren.

Kommentar von Zicke52 ,

@wildcarts2: "Ein Atheist ist jemand, der keine Kenntnisse von dem Konzept "Gottglauben" hat"

Nein. Ich bin Atheist, habe aber durchaus Kenntnisse vom Konzept "Gottglauben". Ich war sogar selbst mal gläubig, kenne das Konzept also von innen.

Aber jetzt glaube ich nicht mehr an Gott.

Kommentar von KyotoMogami ,

Danke für den guten Vergleich, so ist es bei mir angekommen, als sie mir das erzählt hat.

Antwort
von Dobrogean, 44

Wieso denn nur weil es vorher für sie nicht existiert hat? Das heißt ja nicht dass das immer so sein muss. Menschen ändern oft ihre Meinung und vor allem im Glauben kommt es nicht auf existieren oder wann man damit anfängt an. Es konvertieren jeden Tag Menschen zu einer Religion wieso also nicht auch sie?

Kommentar von KyotoMogami ,

Nein, eben nicht deswegen. Wegen ihrer Begründung. Hätte sie gesagt "weil es mir unbeschreiblich ist, dass es nichts Größeres gibt", dann würde mich das nicht verwundern.

Kommentar von Dobrogean ,

Ja die Begründung ist mysteriös aber kann ja auch sein dass sie dir nicht alles erzählt hat? Vielleicht will sie nicht drüber reden und hat gehofft du gibst dich damit zufrieden.

Kommentar von KyotoMogami ,

Ja, da hast du natürlich recht. Sie hat so offen gewirkt, dass ich das vielleicht alles zu wörtlich genommen habe.

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