Frage von draufgut, 52

Dackel-Mischling mit knapp 17 Jahren nochmals operieren lassen?

Unser Dackel ist zu 90% ein Drahthaar- Rauhhaardackel Mix, somit ein Mischling. Er wird Anfang August 17 J alt, was für einen Dackel ein hohes Alter ist, bzw für viele Rassen schon ein enorm hohes Alter darstellt.
2013 stellten wir in der Leiste nahe der Hoden ein Geschwülst fest, somit mußte der Hoden und das Geschwülst entfernt werden. 2014 trat ein Geschwülst am Oberlauf des hinteren rechten Beines auf, welches so groß wie ein Wachtelei wurde. Es wurde per OP entfernt. Genau 12 Monate später trat diese Wucherung erneut auf, wuchs aber die Größe eines Hühnereis heran, und mußte abermals per OP entfernt werden. Das war aber 2015 schlimmer denn die Innenseite der Haut war davon benetzt und ein Teil der Haut vom Schenkel mußte mit entfernt werden. Damals grübelten wir schon darüber, ob wir unseren Hund mit der 3 Geschwülst OP und der 2. Bein OP einen Gefallen tun. Er erholte sich in 2 Monaten wie ein junger Hund.
Klar er war letztes Jahr schon 16 und Gassi gehen nur noch am Morgen, danach die Notdurft am Tage nur noch im Garten. Nun baut er aber von der Fitness seit Januar ab, ist aber noch fitt um Treppen zu steigen. Alles änderte sich aber vor 4 Wochen. Das Geschwür ist wieder da, war zuerst nur eine Vermutung und hat nun den ganzen rechten Hinterlauf eingenommen.
Er humpelt wenn er sein rechten hinteren Lauf benutzen will, kommt aber damit zurecht. Er weint wenn er sich falsch hingelegt hat, und es dauert bis er die richtige Liegeposition gefunden hat. Man merkt er ist ein Kämpfer. Dazu muß ich sagen, er hat das Vestibularsyndrom seit 3 Jahren und den grauen Star.
Er frisst, hat Hunger und will immer mit, wenn wir das Haus verlassen.

Nun meine Frage. 17 Jahre alter Hund , Freund und Begleiter, würdet ihr euren Hund nochmals operieren lassen, oder ihn wegen der Behinderung und teilw. den vorhandenen Schmerzen erlösen? Der rechte Hinterlauf ist komplett betroffen. Doch es gibt Std wo er noch Kaspern oder schmußen will, oder mit der Pfote nach seinen Leckerli verlangt. Was würdet ihr tun? Sorry langer Text, aber es ist schwer zu erklären

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von douschka, 31

Bitte keine OP mehr. Geht zu einem TA oder Tierheilpraktikerin, die versiert in Palliativmedizin sind. Seine Lebensqualität würde weitgehenst schmerzfrei begleitet und erhalten. Irgendwann ist Schluss. Hochbetagt mit gutem Leben, darf er seinen Gang gehen. Nicht aus Angst vor dem Verlust weiteren schweren Eingriff, mit Einschränkungen danach.

Er kämpft seinen eigenen Kampf, ihr den Euren. Gebt ihm die Chance für seinen gewählten Abgang und helft ihm dabei. Wieviel Zeit würde er im Falle des Überlebens der OP gewinnen und wie lange bräuchte er zur Erholung davon?

Kann mir nicht vorstellen, dass ein gewissenhafter Veterinär zu einer OP in diesem stolzen Alter rät.

Kommentar von douschka ,

Alle Gute und noch eine schöne gemeinsame Zeit. Danke für den Stern.

Antwort
von MrZurkon, 30

Man hängt natürlich an einem Tier,grade wenn es schon solange bei euch ist. Aber was ist besser für den Hund? Er hat gute Momente aber auch schlechte. Mit 17 solltet ihr ihm keine Op mehr zumuten , er hat genug durchgemacht und genug gekämpft. Mach ihm noch ein paar schöne Wochen und wenn es schlimmer wird, erlöse ihn.

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