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Dachfonds um Abgeltungssteuer zu umgehen?

gefragt von huetchenspieler am 18.07.2008 um 14:53 Uhr

Ich hatte ursprünglich geplant dass Aktienfonds einen wichtigen Teil meiner Altervorsorge ausmachen sollten. Weil der Staat nun allerdings mit dem Eintritt der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 Steuern auf meine Kursgewinne erheben wird, sorge ich mich um meine Finanzen. Ein Freund hat mir deshalb Dachfonds empfohlen, weil das Finanzamt bei dieser Anlageform leer ausgeht. Trotzdem habe ich gehört, dass Dachfonds bei Verbraucherschützern umstritten sind. Wo liegen die Nachteile/Risiken dabei?

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Niklaus
beantwortet von Niklaus am 18. Juli 2008 15:18
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Die Abgeltungssteuer kann nur umgehen,wenn man Produkte hat, die nicht davon betroffen sind. Mit Investmentfonds kann man nur Besteuerung der Kursgewinne umgehen, wenn man noch vor dem 31.12.2008 investiert. Aber auch hier sollte man auf Lagerort, Herkunft des Fonds und Gewinnverwendung achten. Bei normalen Sparplänen kommt man um die Abgeltungssteuer nicht herum. Einzige legale Ausnahme aus heutiger Sicht ist die Übersparung eines Riesterfondssparplanes.

Dachfonds werden deshalb als Lösung gegen die Abgeltungssteuer gesehen, weil eventuelle Umschichtungen innerhalb des DF nicht zur Abgeltungssteuer führen, ganz im Gegensatz dazu, wenn man selbst umschichtet. Dies impliziert aber auch, das man ohne Umschichtungen keine Abgeltungssteuer zahlen muss für die Kursgewinne. Das bedeutet, wenn du gute Fonds findest, die du langfristig behalten kannst, brauchst du nicht umschichten und erzeugst keine abgeltungssteuerpflichtige neue Anteile. Was ich damit sagen will ist, dass DF nur eine Möglichkeit sind Abgeltungssteuer zu sparen. http://www.meine-finanzseite.de/Abgeltungssteuer.asp


anonym
beantwortet von dolabella am 18. Juli 2008 14:59
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Umgehen kannst Du die Abgeltungssteuer nicht, Du verschiebst sie nur auf später. Das kann sich aber lohnen, da die steuerliche Belastung als Rentner normalerweise niedriger ist als als Arbeitnehmer.

Umstritten sind Dachfonds deswegen, weil Managementgebühren bei dieser Konstruktion zweimal anfallen. Einmal bei den Einzelfonds, zusätzlich beim Dachfonds.


anonym
beantwortet von FrankoNero am 18. Juli 2008 14:56
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Du musst relativ hohe Gebühren für ihn bezahlen. 2% im Jahr und mehr. Rechne dir das mal durch...

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 18. Juli 2008 15:19

Das wäre immer noch besser als 27,82 % Abgeltungssteuer zu zahlen.

Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrow am 18. Juli 2008 17:17

Vorsicht: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen!

Die Gebühren von ca. 2 % p.a. werden auf das Fondsvermögen gerechnet und ergeben sich i.w. aus den Managementgebühren des Dach- und der Unterfonds. Und das Jahr für Jahr!

Die Abgeltungssteuer wird auf die (ausgeschütteten oder thesaurierten) steuerpflichtigen Erträge berechnet (und bei den ab 2009 gekauften Fonds auf den bei Verkauf realisierten Kursgewinn).

Zunächst kostet das Management 2 % p.a. vom Fondswert. Wenn danach noch Erträge übrig bleiben werden die mit der Abgeltungssteuer belastet. Dadurch werden Dachfonds überhaupt nicht besser.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 19. Juli 2008 13:06

@LittleArrow: Du weißt doch genau, dass die Kosten bei einer Kapitalanlage wirklich nur zweitrangig sind. Was nutzt ein Anlage mit 0 % Kosten, wenn sie nur 3 % Rendite macht. Dagegen eine Anlage mit 5% einmaligen Kosten und 1,6 % jährlichen Kosten mit einer Rendite von 8-10% p.a.


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