Weil ich eine realistische Lebenseinstellung habe, werde ich immer mal wieder um Rat in Liebesangelegenheiten gefragt. Ich bin allerdings nicht psychologisch geschult.
Nun habe ich folgendes Problem: Zwar gebe ich gerne Rat aus meiner Lebenserfahrung heraus, sehe mich dann aber konfrontiert mit der Tatsache, dass meine Ratschläge 1 : 1 umgesetzt werden. Das macht mir allmählich Angst, denn ich bin, wie gesagt, keine Psychologin.
Ich gebe mal ein Beispiel: Bei einem mit mir befreundeten Ehepaar mittleren Jahrgangs „wackeln die Wände“. Die Kinder sind aus dem Haus, und nun streiten beide sich um Nichts und wieder Nichts. Ich habe den beiden den Rat gegeben, sich einmal „auf Zeit“ zu trennen und sich nach alten/neuen Hobbies umzusehen. Sich zu besinnen und zu fragen, was erwarte ich noch vom Leben und wo will ich in 10 Jahren sein/stehen.
Durch diese Trennung haben beide festgestellt: Wir trennen uns für immer, es hat keinen Zweck mehr. Ich hatte genau das Gegenteil erwartet - nämlich eine Besinnung auf vergangene schöne Zeiten und einen Neuanfang mit wieder entdeckten oder auch neuen Hobbies.
Ich bin verunsichert - noch eine Ehe möchte ich nicht auf dem Gewissen haben !!! Wie verhalte ich mich von nun an? Gebe ich weiter „gute Ratschläge“ oder höre ich mir ihre Probleme lediglich an und halte mich mit Rat und Tipps zurück?
Dieser Fall hat mich so betroffen gemacht, weil ich die Ehe "retten" wollte. Ich schiele nicht unbedingt nach einen "Freispruch" in diesem speziellen Fall, sondern suche Rat, wie ich mich in Zukunft verhalten soll.
es liegt bei den Beratenden,wie sie deinen Rat umsetzen und ob überhaupt! Wie du dich weiterhin verhalten sollst:bleibe ehrlich,helfe wo Hilfe gebraucht wird,sage was du denkst und nicht was andere hören wollen.Deine Betroffenheit kann ich verstehen aber bist du schon auf den Gedanken gekommen,dass die Beiden (oder ein Teil des Ehepaares)dir in aller Stille vielleicht auch dankbar sind?