1

Da mir sonst niemand mehr bleibt um denjenigen nach Rat zu fragen, frage ich euch..

Frage von Meishu Meishu

Es geht um folgendes: ich bin krank geschrieben, seit zwei Wochen schon und bei der Zeitarbeit tätig. Ich hab mir in der Arbeit eine Sehnenentzündung zugetragen, in der rechten Schulter, heute war ich bei der Krankengymnastik und hab Übungen gemacht, Fakt ist, ich kann meinen Arm nicht zu 100% gebrauchen.. Das ist schlecht.. Jetzt hab ich angst wenn ich mich eine weitere Woche krank schreiben lasse das ich gekündigt werde, aber ich hab auch bedenken wenn ich weiter arbeiten gehe dass dann vollends was reißt. Der Physiotherapeut meinte nur, es würde sich verschlimmern wenn ich jetzt wieder arbeiten gehe.. was soll ich tun?! Der Betriebsrat bei meiner Zeitarbeit nimmt nicht ab!

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (7)

  • 1
    Antwort von Familiengerd Familiengerd

    Grundlage sind zunächst einmal gesetzliche Bestimmungen: Ab einer Betriebszugehörigkeit von 4 Wochen hast Du bei Erkrankung Anspruch auf Weiterzahlung deines Gehaltes durch Deinen Arbeitgeber bis zu einer Dauer von 6 Wochen (§ 3 Entgeltfortzahlungsgesetz) - auch mit Unterbrechungen, wenn es sich etwa um die gleiche Erkrankung handelt; nach diesen 6 Wochen zahlt die Krankenkasse Krankengeld bis zu einer Dauer von 78 Wochen. Die Arbeitsunfähigkeit und ihre Dauer stellt ja der Arzt fest; wenn Du während der Krankschreibung arbeiten gehst, kann das unter Umständen erhebliche versicherungsrechtliche Probleme nach sich ziehen.

    Eine Kündigung wegen der Arbeitsunfähigkeit ist - rechtlich gesehen - für den Arbeitgeber äußerst schwierig: er muss dann z.B. in einem Kündigungsschutzprozess schon sehr gravierende Gründe vortragen und beweisen, dass die Weiterbeschäftigung für ihn aus betrieblicher Sicht unzumutbar ist (z.B. nicht tragbare finanzielle Belastung) - der Gesetzgeber hat da sehr hohe Hürden zum Schutz der Arbeitnehmer errichtet. Eine Kündigung "einfach so" wegen Erkrankung ist jedenfalls rechtlich nicht zulässig - wenn er allerdings kündigt und Du bleibst passiv, dann ist die Kündigung allerdings wirksam (aber selbst dann erlischt nicht der Anspruch auf die Entgeltfortzahlung für die Dauer der Erkrankung)!

    Die Aussage von nIkhK "Soweit ich weiß, kann der Arbeitgeber nach 4 Wochen Krankheit eine Kündigung aussprechen." ist jedenfalls absolut falsch, wenn "Krankheit" der alleinige Grund sein sollte.

    Wie - unabhängig von den gesetzlichen Bestimmungen - in einem Betrieb mit Krankgeschriebenen umgegangen wird, steht aber eventuell auf einem anderen Blatt.

    Wenn Dein Arzt meint, dass deine Arbeitsunfähigkeit weiter besteht, solltest Du ihm folgen; versuche weiter den Kontakt zum Betriebsrat - und der dürfte dir eigentlich kaum anderes sagen, wenn er seine Arbeit ernst nimmt und gewissenhaft betreibt!

    Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit der Beschäftigung an einer Stelle im Betrieb, für die Deine Erkrankung nicht von Bedeutung ist, sodass Du trotz der gesundheitlichen Probleme der Arzt dich für diese Tätigkeit gesundschreiben kann.

    Kommentar von PeterSchu PeterSchuPeterSchu

    Sehr gut.

    Lediglich bei dem Punkt "versicherungstechnische Probleme, wenn man trotz Krankheit arbeiten geht" habe ich Widerspruch. Wenn man "früher wieder gesund ist, als es das Attest besagt" und damit ordnungsgemäß als anwesend im Betrieb geführt ist, macht keine Versicherung Probleme. Aber das sollte hier keine Rolle spielen, denn wenn man krank ist, sollte man einfach nicht arbeiten gehen.

    Kommentar von Familiengerd Familiengerd

    @PeterSchu

    Es ist richtig: Wenn man trotz Krankschreibung vorzeitig wieder arbeiten geht, gibt es normalerweise keine versicherungsrechtlichen Probleme.

    Darum habe ich auch geschrieben, dass das "unter Umständen" geschehen könnte, wenn nämlich genau DANN irgend etwas passiert, sich der Gesundheitszustand wegen des vorzeitigen Arbeitsbeginns wieder verschlechtert oder was auch immer.

    Rein formal müsste der Arzt eine Gesundung vor dem Ende der ursprünglich Krankschreibung bescheinigen. - Aber: Wo kein Richter, da kein Henker!

  • 1
    Antwort von nIkhK nIkhK

    Soweit ich weis, kann der Arbeitgeber nach 4 Wochen Krankehit eine Kündigung aussprechen.

    Wie groß ist den euer Betrieb? Habt ihr einen Betriebsrat oder seid ihr Mitglied in einer Gewerkschaft? Ich weis aber leider nicht in wie weit die für dich, aufgrund der Zeitarbeitsfirma zuständig sind, aber eine erste Anlaufstelle sollte der Betriebsrat sein, oder eine Person deines Vertrauens.

    Ansonsten würde ich ganz klar mit deinem Chef sprechen und ihm sagen, dass du weiter arbeiten willst, aber natürlich deine Gesundheit nicht gefährden willst.

    Vielleicht gibt er dir noch Zwei Wochen um dich zu erholen, er ist schließlich auch nur ein Mensch und würde seine Gesundheit auch nicht aufs Spiel setzten.

    Viel Erfolg

    Kommentar von Meishu MeishuMeishu

    Den Betriebsrat wollte ich schon um Rat fragen aber einer hat mich weitergeleitet und bei der Nummer di eich b ekam nimmt keiner ab..

    Kommentar von nIkhK nIkhK

    Da solltest du auf jeden Fall nochmal anrufen, bis deine Frage geklärt ist. Dafür ist der Betriebsrat da.

    Kommentar von Meishu MeishuMeishu

    ist okay, ich versuche es morgen noch einmal, die haben wohl schon Feierabend..

    Kommentar von PeterSchu PeterSchuPeterSchu

    "Soweit ich weis, kann der Arbeitgeber nach 4 Wochen Krankehit eine Kündigung aussprechen."

    Woher hast du das denn? Du stiftest ganz schön Verwirrung damit, denn so stimmt das absolut nicht.

  • 1
    Antwort von sirachan sirachan

    Also da ich denke das die gesundheit vor geht, solltest du auf den arzt hören. es gibt ja laut merkel wieder mehr arbeit, also sollte es da mal nicht mangeln. und theoretisch dürfen die dich nicht entlassen, weil du ja ernsthaft krank bist. wenn sie es doch tun, dann könntest du mal zum arbeitsgericht und dich informieren. aber zu erst solltest du dich wirklich mal um deine gesundheit kümmern. mein bruder hat nen bandscheibenvorfall und wurde vor kurzem operiert weil er das risiko nicht eingehen wollte und weiter arbeiten gegangen ist,

  • 1
    Antwort von Unvisible Unvisible

    Was ist dir am Wichtigsten??? Deine Gesundheit oder deine Arbeit??? Wenn du gekündigt wirst, dann wirst du eben gekündigt. Was soll es. Aber wenigstens hast du die Möglichkeit, dass dein Körper weider heilt. Was nutzt dir die Arbeit, wenn du sie dann doch verlierst, weil dies dann ein "Dauerschaden" wird. Denke zuerst an Dich und dann an die anderen. In diesem Leben bekommt man keinen zweiten Körper und auch keine zweite Gesundheit.

    Kommentar von Meishu MeishuMeishu

    Ehrlich gesagt, meine Gesundheit..

  • 0
    Antwort von Familiengerd Familiengerd

    @PeterSchu

    Es ist richtig: Wenn man trotz Krankschreibung vorzeitig wieder arbeiten geht, gibt es normalerweise keine versicherungsrechtlichen Probleme.

    Darum habe ich auch geschrieben, dass das "unter Umständen" geschehen könnte, wenn nämlich genau DANN irgend etwas passiert, sich der Gesundheitszustand wegen des vorzeitigen Arbeitsbeginns wieder verschlechtert oder was auch immer.

    Rein formal müsste der Arzt eine Gesundung vor dem Ende der ursprünglich Krankschreibung bescheinigen. - Aber: Wo kein Richter, da kein Henker!

  • 0
    Antwort von PeterSchu PeterSchu

    Es macht keinen Sinn, krank zur Arbeit zu gehen. Das gilt sowohl für den Beschäftigten als auch für die Firma. Wer arbeitet, obwohl er angeschlagen ist, schadet sich nicht nur selbst sondern auch der Firma. Möglicherweise werden Bazillen im Betrieb verstreut und andere Kollegen infiziert. Möglicherweise kann man seine Arneit nicht richtig machen, macht Fehler, die viel Geld kosten.

    Ganz zu schweigen von Spätfolgen, mit denen du am Ende lange auf der Nase liegen kannst. Aber das ist den Firmen, die ihre Beschäftigten als Wegewerfware betrachten, vermutlich egal. Dann kriegst du trotz deines Einsatzs die Kündigung und eine weiterer Glücklicher darf den Job übernehmen.

    Es gibt dazu Untersuchungen, schau mal hier, und falls es nötig ist, zeig deinem Betrieb diesen Link auch:

    http://www.n-tv.de/ratgeber/Krank-zur-Arbeit-kommt-teuer-article3519931.html

  • 0
    Antwort von BabeNikita BabeNikita

    Mmhh schwere Sache, aber ich denke mir wäre die Arbeit vllt. wichtiger. Natürlich geht die Gesundheit vor! Aber man muss abwegen... Hättest du wirklich eine Beeinträchtigung in der Zukunft??? Gerade Zeitarbeitsfirmen kündigen gerne bei solchen Gründen. Oder du musst dich dort vorstellen und sagen du brauchst eine andere Tätigkeit die deine Schulter nicht belastet!!!

    Ich persönlich hänge an meinem Job und komme auch wenn es mir nicht gut geht. Hatte vor kurzem eine ziemlich schlimme Sehnscheidenentzündung im Unterarm, zusätzlich einen gebrochenen Fußzeh, ich war aber trotzdem bei der Arbeit!!

    Kommentar von sirachan sirachan

    Abreit ist mir wichtig, ja. Aber meine Gesundheit geht definitiv vor. Was bringt es mir wenn ich mir den rücken rum arbeite und dann genau deswegen noch kränker werd? wenns bei der arbeit passiert okay. aber wenn man sowas schon hat und dann seinen körper noch weiter kaputt macht das is echt hirnrissig, echt

    Kommentar von BabeNikita BabeNikitaBabeNikita

    Jeder hat da halt eine andere Meinung... Klar geht die Gesundheit vor, ich bin auch sicherlich nicht jemand der mit jeder Erkrankung zur Arbeit antritt. Aber mir muss es schon echt schlecht gehen damit ich zu Hause bleibe... Und die Sache mit der Schulter lässt sich behandeln und wie schon gesagt, man muss dann nunmal evtl. den Job wechseln! Sprich ab zur Zeitarbeitsfirma und sagen was Sache ist... Ganz einfach!!! Sicherlich kann dort eine Lösung gefunden werden. Was sagt denn der Arzt wie lange du ausfallen würdest noch?

    Kommentar von PeterSchu PeterSchuPeterSchu
    Kommentar von PeterSchu PeterSchuPeterSchu

    "ich denke mir wäre die Arbeit vllt. wichtiger. Natürlich geht die Gesundheit vor!"

    Na was denn nun ?? Entweder oder.

    "Gerade Zeitarbeitsfirmen kündigen gerne bei solchen Gründen. "

    Und sie ruinieren dabei die Gesundheit der Menschen. Ob eine solche Kündigung gerechtfertigt ist, müsste erst noch überprüft werden.

    Tja, in der Jugend ruiniert man seine Gesundheit, um Geld zu verdienen, und im Alter gibt man es wieder aus, um sie wiederzubekommen.

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.