Wer hat das Buch gelesen "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" vom Kinderpsychiater Dr. Michael Winterhoff? Sind seine Thesen, z.B., dass es nicht gut ist, sein Kind als gleichwertigen Partner zu betrachten, für Euch nachvollziehbar? Dass die Psyche eines Kindes lange Zeit braucht, um zu reifen und dass Eltern und Pädagogen die Kinder dabei nicht überfordern sollen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und sie sollen nicht als solche behandelt werden, sonst kommt es dazu, dass sie keinen Respekt vor Erwachsenen haben.
Ein Kind sollte von seiner Mutter zwar auf partnerschaftlicher Art behandelt werden, aber nicht als gleichwertiger Partner. Ich stimme dem Autor des Buches zu!
Kinder brauchen klare, aber liebevolle (Macht)strukturen.
man kann kinder nicht wie gleiche partner behandeln, da sie mit dem kognitiven und geistigen reife noch nicht so weit sind wie wir erwachsenen. Kinder machen bis zu einem bestimmten alter noch alles für ihre eltern und nicht für sich selber. Man sollte ihnen alles erklären, warum man z.B. die betten macht oder aufräumen usw. Man sollte kinder nicht wie dumme behandeln aber als gleichwertige partner sollte man sie nicht behandeln
Im Ganzen stimme ich zu - Kindern zu sagen "Du lernst für dich und nicht für mich", verstehen sie nicht. Dieses Verständnis kommt erst viel viel später (bei vielen erst, wenn sie längst aus der Schule raus sind).
Aber Kindern immer alles erklären, warum sie diese und jene Aufgabe erledigen müssen? Da kann ich nicht zustimmen. Zu viele Erklärungen animieren zum Widerspruch. Ab einem bestimmten Alter sollte das Bettenmachen einfach als Aufgabe gestellt werden. Als Kind wurde es ebenfalls von mir gefordert - und ich kann mich entsinnen: auch ohne Erklärung hab ich es nicht verstanden "Wozu, am Abend lege ich mich ja doch wieder rein?". Das Bett habe ich letztendlich meiner Mutter zuliebe gemacht, weil sie es verlangt hat. Aber ich vermute, du hast es so ähnlich auch gemeint ...

Moin! Ich kenne das Buch nicht, aber in der aktuellen ELTERN geht es auch darum: "Hört auf mit dem Tyrannen-Gerede" (S. 74 ELTERN 8/2008)und da kommt es ja weniger gut weg - Okay, manche Ansätze mögen gut sein, aber ansonsten halte ich das eher für enorm fragwürdig!

kenne das buch nicht, aber die aussagen finde ich gut. ich hasse es, wenn manche kinder die aussprache einer 30jährigen haben.

"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und sie sollen nicht als solche behandelt werden, sonst kommt es dazu, dass sie keinen Respekt vor Erwachsenen haben."
Absolut JA!!!!!! Ich habe ein 1A Beziehung zu meine Kinder. Sie sind die Beste Kinder der Welt und das liegt daran dass ich mit meine Kinder altersgemäß umgehe. Z.B.: Meine Tochter ist 6J., sie ist nicht in der lage wichtige Entscheindung zu treffen, darum übernehme ich das für sie. Aber mein Sohn ist 12, er kann Dinge schon genau beurteilen, daher darf er MITentscheinden und irgendwann wird er alles allein entscheiden können. So lernen Kinder die Eltern zu schätzen! Ich mute meine Kinder nur soviel zu, wie sie in ihre alter vertragen können.
Du hast absolut recht! (Gratulation zu deinem bisherigem - wirklich gutem Ergebnis). Es ist sicher nicht immer einfach, aber Kinder müssen altersgerecht behandelt werden. Kinder wollen Eltern, denen sie vertrauen können. Sie auf die gleiche Stufe wie Erwachsene zu stellen, überfordert sie. Spätestens in der Pupertät ist das Ergebnis spürbar. Das Kind wird allmählich erwachsen. Das bedeutet u.a. ein "Ausbrechen" aus den Kinderschuhen. Es wurde wie schon vorher ein Erwachsener behandelt? Jetzt bricht es aus - was ist die Steigerung zum Erwachsenen? --> ein Tyrann ...
Ich bin mir nicht Sicher ob wir hier von dem gleichen Buch sprechen.
Mir liegt das Buch "Kindererziehung - Pro und Kontra "Kinderkrippe" vor und hier schreibt der Autor sehr treffend:
"Kinder werden niemals böse geboren !
Sie suchen Orientierung in der Welt am Vorbild ihrer actiongeladenen Scheinwelt. Sie können ihr Menschsein nur in der Begegnung mit diesen Idolen ergreifen. Hier brauchen Kinder moralische Gesinnung der Erwachsenen !
Kinder erleben Sprache zu wenig als Teil eines aktiven, liebevollen Zuwendungsprozesses. Vielmehr begegnet sie ihnen häufig nur noch passiv im Fernsehkonsum; Gespräche kommen kaum noch zustande. Mit dem Ergebnis :
Bei der Tür zum Dialog ist nur noch der Briefschlitz für das Taschengeld geöffnet."
Das Buch hilft nach merner Ansicht mit Fakten und Analysen für eine zeitgemäße Erziehung

ich signalisiere meinen kindern dass ich ihre wünsche so weit als möglich - auf jeden fall aber ihre gefühle respektiere. trotzdem ist es für kinder wichtig dass sie von uns grenzen erfahren. diese grenzen brauchen sie um sich sicher zu fühlen. denn woher kann ich als kind wissen, ob eine mutter/ein vater der mir keine grenzen setzt in der lage ist, meine grenzen zu schützen, wenn andere sie überschreiten? auch zur orientierung brauchen sie diese grenzen, die sie von uns erfahren wollen. bei meinem sohn habe ich das im nachhinein sehr deutlich erkennen können. (bei ihm hatte ich noch nicht gelernt grenzen zu setzen. wollte unser verhältnis gleichwertig gestalten, hatte oft kein gefühl dafür wo überhaupt grenzen sein müssten und wenn ich es spürte wusste ich nicht wie ich sie setzten konnte) sehr oft war es so dass er buchstäblich die grenzen von mir herausgefordert hat. hat bei irgendeinem unfug oder grenzüberschreitungen mir gegenüber immer und immer noch einen drauf gesetzt, weil er wissen wollte, ob und wo ich ihm denn nun endlich eine grenze setzte. als ich das begriffen hab war es für ihn und unsere beziehung schon zu spät. da haben andere (familienhelfer) gerettet was noch zu retten war. erst mein zweites kind konnte von der erfahrung profitieren, die ich so schmerzlich gemacht hatte. da hatte ich so ein gespür entwickelt, wann ich einschreiten musste und meist hatte ich auch eine idee wie ich es tun konnte.

Habe gerade genau das Buch angefangen zu lesen, vorher hatte ich das Buch " Lob der Disziplin " von Bernhard Bueb gelesen, ist aber genau das gleiche, nur das erste von einem Kinderpsychologen und das andere von einem Internatsleiter geschrieben. Bis jetzt finde ich beide Bücher gut, nicht immer im jeden Detail mit meiner Meinung übereinstimmend aber dennoch richtungsweisend. Ich finde das auch, Kinder sind Kinder und keine Partner, nicht desto trotz sollte man auch Kinder mit Respekt behandeln.
Dr. Michael Winterhoff ist nicht Psychologe sondern Kinderpsychiater. Natürlich kennt er sich auch mit der normalen Entwicklung der kindlichen Psyche (Seele) aus.

ich kenne das Buch nicht aber was du über das Buch schreibst klingt vernünftig
Kinder sind Kinder. Erwachsene sind Erwachsene. Wir als Erwachsene- Eltern haben die Pflicht unsere Kinder auf das Erwachsenenleben vorzubereiten. Das ist unser „Job“ und gelingt mit Liebe und Beispiel. Kinder brauchen einen Orientierungspunkt, den wir Ihnen geben müssen. Meinen besten „Erziehungserfolg“ sehe ich darin, dass meine Kinder als Erwachsene selbstständig, selbstbestimmt und zufrieden leben können. Kinder lieben bedingungslos und das sollten wir als Erwachsene zu werten wissen und selbst auch tun und nicht für uns zum Negativ der Kinder ausnutzen. Wenn Kinder nicht bedingungslos lieben würden, warum gibt es dann so viel Missbrauch der vielfältigsten Art von Eltern an ihren Kindern? Manche Eltern, die von Ihren Kindern sagen, weil sie diese selten „zu Gesicht bekommen“: Die sind sooo selbständig. Guckt man dann ein wenig genauer hin, stellt man fest, dass diese Eltern Ihren Kindern nicht die Aufmerksamkeit widmen die Ihnen gebührt. Beginnt hier nicht schon eine kleine Verwahrlosung?
Kinder sind gleichwertig, aber nicht gleich berechtigt. Mehr gibt es, seit ich diesen Spruch gelesen habe, für mich nicht dazu zu sagen. Gleichwertig immer... aber ich bin die Mama und entscheide. Natürlich gerecht, altersgerecht und liebevoll. LG Susa

das sehe ich auch so, vor allem nach dem Studium eines Artikels in einem der letzen Stern
Ich finde es auch furchtbar, wenn Eltern ihre Kinder ständig zutexten und alles erklären und sie in alles einbeziehen. Sie können und sollen manche Dinge gar nicht verstehen. Das ist Aufgabe der Eltern abzuwägen, wo eine Erklärung oder ein Einbeziehen sinnvoll und wichtig ist und wo nicht.
Genau auf dem Punkt gebracht, manchmal muß man Kindern Dinge erklären und manchmal eben sind kurze klare Ansagen angebracht. Das zu unterscheiden müssen Eltern ( ist auch ein Lernprozeß, man wird ja nicht als Eltern geboren ).