S. 166 - 168 Jacob: (…) Dieses Warten machte mich wahnsinnig. Es war jetzt fast vier Wochen her. Ich hätte gedacht, dass die Neuigkeit inzwischen irgendwie zu mir hätte durchdringen müssen. Nächtelang hatte ich wachgesessen und mir vorgestellt, wie ich es erfahren würde. Charlie schluchzend am Telefon – Bella und ihr Mann bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ein Flugzeugabsturz? Das wäre schwer zu inszenieren. Es sein denn, die Blutsauger wären bereit, einen Haufen Zuschauer umzubringen, um es glaubwürdiger zu machen, aber wieso sollten sie das tun? Vielleicht lieber ein kleines Flugzeug. So eins konnten sie bestimmt erübrigen. Oder kam der Mörder allein nach Hause zurück, gescheitert bei dem Versuch, sie in eine von ihnen zu verwandeln? Aber vielleicht war er gar nicht so weit gekommen. Vielleicht hatte er sie zerdrückt wie eine Tüte Nachos, weil er so scharf auf sie war? Weil ihr Leben ihm weniger bedeutete als sein Vergnügen… Was für eine tragische Geschichte. Bella bei einem schrecklichen Unfall ums Leben gekommen. Opfer eines missglückten Straßenraubs. Beim Abendessen an einem Bissen erstickt. Ein Autounfall, wie meine Mutter. So alltäglich. Passierte andauernd. Ob er sie mit nach Hause bringen würde? Sie um Charlies willen hier beerdigte? Der Sarg dürfte dann natürlich nicht mehr geöffnet werden. Der Sarg meiner Mutter war zugenagelt gewesen… Ich konnte nur hoffen, dass er wieder hierher kommen würde, in meine Reichweite. Vielleicht würde es aber auch gar keine Geschichte geben. Vielleicht rief Charlie irgendwann meinen Dad an und fragte ihn, ob er etwas von Dr. Cullen gehört habe, der eines Tages einfach nicht mehr zur Arbeit erschienen sei. Das Haus verlassen. Keiner der Cullens telefonisch zu erreichen. Irgendwann ging dann ein zweitklassiger Nachrichtensender dem Rätsel nach, man vermutete ein falsches Spiel… Oder vielleicht brannte das große weiße Haus einfach nieder, während alle darin gefangen waren. Dafür brauchten sie natürlich Leichen. Acht Menschen, die in etwa die passende Größe hatten. Bis zur Unerkenntlichkeit verbrannt – so dass man sie nicht mal anhand der Zähne identifizieren konnte. Jede dieser Varianten wäre vertrackt – für mich. Wenn sie nicht entdeckt werden wollten, würde es schwierig sein, sie ausfindig zu machen. Obwohl ich natürlich alle Zeit der Welt hatte, sie zu suchen. Wenn man alle Zeit der Welt hatte, konnte man jeden einzelnen Halm in einem Heuhaufen umdrehen, um zu gucken, on die Nadel dort irgendwo war. In diesem Moment hätte ich nichts dagegen gehabt, einen Heuhaufen auseinanderzunehmen. Dann hätte ich wenigstens etwas zu tun. Es war grässlich zu wissen, dass ich vielleicht meine Chance verpasste. Dass ich den Blutsaugern Zeit zur Flucht ließ, falls das ihr Plan war. Wir könnten einfach heute Nacht losziehen. Wir könnten jeden Einzelnen von ihnen ermorden, der uns über den Weg lief. Die Vorstellung gefiel mir, denn so, wie ich Edward kannte, hätte ich eine Chance, ihn zu erwischen, wenn ich jemanden aus seinem Zirkel töten würde. Er würde versuchen sich zu rächen. Und ich würde ihn mir selbst vorknöpfen – ich würde es nicht zulassen, dass meine Brüder sich im Rudel auf ihn stürzten. Es musste ein Kampf Mann gegen Mann sein, und der Bessere sollte gewinnen.
hoffe hat geholfen vielleich kriege ich ja die punkte für die hilfreichst antwort;-)
Oh, ja klar bekommst du die! Das ist genau die Stelle die ich gesucht habe! You are wounderful!!!! Beside, you are my brave and glory hero/ine THANKS A LOT!!
gern geschehen