Frage von Buri93, 108

D5300 mit 18-105 oder D5500 mit 18-55?

Hallo, ich bin ziemlich neu in der Welt der Fotografie. Ich werde mir eine neue Kamera anschaffen. Mein Budget ist so Ca. 600-700€
Folgende Frage: soll ich mir die D5500 mit 18-55 oder die D5300 mit 18-105 Objektiv anschaffen ?
Mit welchen Set werde ich die besseren Ergebnisse erzielen ?
Hauptsächlich mache ich Portraitfotografie ( sehr oft in Dunkelheit)
Danke für die Antworten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GePeterF, 28

Nun, das Objektiv ist das A und O bei einer Kamera. Ich würde Dir, wenn Du "nur" 600-700€ ausgeben willst, die Kombination D5300 mit 18-55mm objektiv empfehlen. Wenn diese dann billiger kommen sollte, kannst das übrige Geld dann für die Anschaffung eines richtigen Objektivs mit durchgängiger Öffnung von f2.8 bei 18-50mm Brennweite verwenden, oder Du holst dir 'ne Festbrennweite mit um die 35mm Brennweite (das entspräche auf deiner Nikon mit APS-C-Chip einer Brennweite von etwa 50mm, die man ja vorwiegend bei Portraits nutzt.

Wenn Dir aber die Offenblendeigenschaften des Objektivs nicht ganz so wichtig sind und Du einfach nur eine Kamera suchst, um gute Portraitsfotos zu machen, aber keine Ansprüche stellst, wie sie Profis oder gehobene Amateuere stellen würden, wenn Du die Kamera also auch für kleines Geld gerne und viel auch auf Reisen einsetzen magst, für die üblichen Erinnerungsschnapschüsse, dann würde ich eher zu der Version mit dem 18-105 greifen, denn da wirst schon ganz gerne auch etwas mehr Brennweite haben wollen.

Die Kameras selber sind heute gar nicht mal mehr so entscheidend, sie werden tendenziell sogar, je neuer, desto schlechter, denn das mehr an Megapixel sorgt auch für ein mehr an Rauschen, bzw. die Rauschfilter bügeln die Details immer mehr weg... Objektive sind für gute Bilder bedeutend wichtiger als die Kamera selber. Wenn Deine Ansprüche steigen, wirst Du dann auch fest stellen, dass Du mit einem 18-50mm f2.8-Objektiv ganz andere Bilder wirst machen können, als mit dem standard Kit-Objektiv.

Wenn Du also deine Ausrüstung später erweitern, verbessern willst, fange mit der günstigeren Kamera-Objektiv-Kombi an und erweitere Sie dann um bessere Objektive, die Du dann auch mit dem Mehr an Erfahrungen auch nutzen wirst können. Wenn Du einfach nur schöne Portraits und schöne Urlaubserinnerungsschnappschüsse machen willst, dann nimm die größere Brennweite - wobei Du allerdings bei einem Zoo-Besuch fest stellen wirst, dass da selbst 200mm noch oft zu kurz sein können - da brauchst dann schon auch ein starkes Tele mit 300mm oder mehr... ;)

Kommentar von Buri93 ,

Kannst du mir vielleicht ein passendes Objektiv für Portraits empfehlen ?

Expertenantwort
von IXXIac, Community-Experte für Fotografie, 30

Hallo

- D5300 und D5500 sind zwar "nette" Kameras bringen aber fotografisch keine wesentlichen Fortschritte zu der D3000er Serie
- zum fotografieren braucht man Licht bzw der Fotograf versucht das Licht zu kontrollieren. Die Meinung bzw der Wunsch man könne mit einer Einsteiger DSLR/Systemkamera im "Dunklen" auf Knopfdruck gute Portraits erzeugen ist (noch) technischer Wunschtraum. Was man einigermassen hinbekommt ist dass man bei Zimmerhelligkeit oder in Sporthallen noch auf eine gute Balance zwischen Verschlusszeit, Blendenwert und ISO kommt oder eben zur Not mit einem der preiswerten "Dunkelzooms" noch einigermassen auskommt.
- Aktuelle Nikon APS-C machen bis ISO 800 saubere also "Rauschfreie" Bilder und wenn man nur Fotoreportagequalität (JPEG) umsetzen muss/will geht auch ISO 6400. Das ist ein Qualitätslevel welcher vor 5 Jahren nur bei Vollfomatkameras der 2500€ Klasse umsetzbar war. Dennoch sieht man regelmässig wie Knipser damit nichts anfangen können (bzw die Vollautomatiken der Kamera). ISO 3200 ist zwar noch "Rauscharm" aber man hat dann nur noch 6 Lichtwerte Dynamik und müsste noch genauer arbeiten (BZW genauer als die automatische Lichtmessung)

- das 18-55 VR II ist eine "solide" Optik aber die damit erzielbaren Bildqualitäten und Looks (Freistellung/Bokeh) kann man auch mit einer lichtstarken Prosumerkamera wie einer Lumix LX7 oder Olympus ZX2 erzeugen. Deswegen muss man sich keine DSLR kaufen und rumschleppen.
- das 18-105 VR ist optisch nicht wesentlich besser aber es hat viel mehr Potential und man kann damit einigermassen "arbeiten" (Fotografieren ist Arbeit, Kameras und Optiken sind Werkzeuge)

Mein Tipp wäre; Wenn es Nikon sein muss dann besorgt man sich eine

- D3200 mit 18-105VR für zz um 450€ und nimmt das AFS 35/1.8, das AFS 40/2.8 Makro oder das AFS 50/1.8 dazu und landet damit bei 650€
- D3200 mit Sigma 18-125/3.8-5.6 OS HSM für um 500€ und nimmt das AFS 35/1.8, das AFS 40/2.8 Makro oder das AFS 50/1.8 dazu und landet damit bei 700€
- D3200 mit Tamron 17-50/2.8 für um 550€
- D3200 mit Tamron 17-50/2.8 VC für um 600€
- D3200 mit Sigma 17-50/2.8 OS HSM für um 600€
- D3200 mit Sigma 17-70/2.8-4 C OS HSM für um 650€

Die D3200 Preise ziehen seit Weihnachten wieder an (von 240 auf inzwischen 270€) während die D3300 Preise weiter fallen. So bei 50€ Differenz ist die neuere D3300 interesannt, ua weil der Sensor besser mit Zoomoptiken klar kommt. Speziel im Randbereich hat die D3300 noch Detailzeichnung wo eine D3200 nur noch "Matsch" wiedergibt.

Es spricht auch wenig gegen Gebrauchtkauf aus seriöser Quelle. Für 400€ aufwärts findet man eine Nikon D7000 mit 18-105VR für 100€ weniger eine D90 mit 18-105. Diese Kameras haben Stangenfocus und einen richtigen Pentaprimsensucher wo die Schärfelage und Verteilung im optischen Sucher mit eigenem Auge erkennbar ist und man nicht auf LED Signale achten und denn Rest abschätzen oder in der Rückschau kontrollieren muss.

Kommentar von Buri93 ,

Es muss keine Nikon sein wichtig ist für mich aber dann doch WLAN und die 3000er Serie will ich nicht. Lohnt sich dann der Aufpreis der 7000er Serie statt dem 5000er ?
Oder gibt es eine andere Marke zu der ich ein Auge daraufwerfen sollte ?

Kommentar von ersoyyilmaz ,

Nein. Behalte dein Geld für was anderes auf, den du für den Aufpreis zahlen würdest.

Antwort
von Airbus380, 42

Fuer "Dunkelportraits" taugen beide Objektive nichts. Da waere eine lichtstarke Festbrennweite (50, 60 oder 70mm) von Nikon, Sigma oder Tamron optimal. Als "Portraitzoom" ist das Tamron 28-75mm/2,8 sehr brauchbar.

Hast Du denn schon eine Systemkamera oder waere die Nikon die erste. Und warum soll es nur eine Nikon sein?

Kommentar von Buri93 ,

Ich hatte mal eine Nikon d3100 und das wird jetzt die zweite sein.

Antwort
von nextreme, 21

Mit nem Tamron oder Sigma und durchgehend f2.8 bist du wesentlich besser aufgestellt als mit denn üblichen Kitgurken wenns den was zum zoomen sein soll, gerade wenns um Dämmerlicht geht vergiss große Zoomweiten oder viele Megagpixel. Hier ist Blendenöffnung und Sensorgröße gefragt. Und ja, irgendwann lohnt sich ein Stativ. Lowlight knippst man nicht im shooterstyle. 

Antwort
von Hasibert, 38

Von der Abbildungsleistung nehmen sich beide nicht viel, sowohl kameraseitig als auch von den Objektiven her. Die 5500 hat ein paar Spielereien mehr wie z.B. Touchscreen usw. Mit dem 18-105er bist du etwas flexibler, da 50 mm mehr Brennweite und kannst etwas mehr zoomen. Für Portraits empfiehlt sich (vielleicht später) noch eine lichtstarke Festbrennweite wie das AF-S Nikkor 50 mm 1:1,8 G.

Kommentar von Buri93 ,

Ok und was ist der Unterschied zwischen dem 8G 8D und 4G ?

Kommentar von IXXIac ,

Hallo

- 8D > f1.8 AF-D Optik mit Blendendrehring und "Stangenfocusantrieb" aber kein Autofocus an Amateur DSLR
- 8G > f1.8 AF-G Optik mit AF-S Motor aber ohne Blendendrehring
- 4G > f1.4 AF-G Optik mit AF-S Motor aber ohne Blendendrehring
- DX > Digitaler Bildkreis für Cropkameras (Faktor 1,55)
- FX > Film Bildkreis also Vollformat (Faktor 1)

Antwort
von MariVsTheToast, 44

Ich habe die D5300 und ein 18-70mm Objektiv und meiner Meinung nach kann man damit wunderbare Fotos machen! Das mit der Dunkelheit ist letztlich kein Problem, insofern du an der Iso herumdrehst und die Belichtungszeit richtig einstellst. 

Abgesehen davon ist die D5300 vor allem für Unerfahrene sehr gut, da alles sehr einfach gehalten und mit anschaulichen Bildchen gut erklärt wird ;) und trotzdem kann man professionelle Fotos erzeugen. (: 

Kommentar von floppydisk ,

"insofern du an der Iso herumdrehst"

was man aber natürlich grundsätzlich nur im äußersten notfall machen sollte. bevor ich an der iso rumschraube, kauf ich mir lieber ein lichtstärkeres objektiv. ;)

Kommentar von MariVsTheToast ,

Natürlich (; aber ab und zu hilft es auch, wenn man nicht gleich ein extrem teures Objektiv für dieses eine Foto kaufen will ;b

Antwort
von floppydisk, 29

definitiv das 18-105er.

du musst dich mit der technik beschäftigen, dann merkst du schnell, dass deine einstellungen und das objektiv das wichtige für ein gutes foto sind. die 18-55er kitgläser sind meines erachtens nach fast für die tonne.

ich habe vor vielen jahren ebenfalls mit einem 18-105er angefangen, der brennweitenbereich ist in ordnung, die abbildungsleistung gut. für den start ok, ansonsten ist das teil bei mir auch schnell in die schublade gewandert und einem lichtstärken glas gewichen.

Kommentar von Buri93 ,

Ok und wie wäre das d5500 mit dem 18-105er, werde ich da spürbar Unterschiede merken zum D5300 mit 18-105 ?

Kommentar von floppydisk ,

nein, quasi keiner.

sofern du auf dunkelheit gehst, solltest du eigentlich zu keiner der kombinationen greifen. die lichtstärke ist bei beiden einfach zu schlecht. würde zu einem 35mm f1.8g oder entsprechent 50mm greifen. andere zoom-option ist ein tamron 17-50mm f2.8.

Kommentar von Flintsch ,

Bei der D5300 hat man immerhin noch das GPS Modul. Und bei den vorgeschlagenen Objektiven würde ich für Portraits zum 50mm 1.8G raten. Beim 35mm wäre mir die Gefahr von Verzerrungen durch den doch sehr geringen Abstand zum Motiv bei reinen Gesichtsportraits etwas zu groß.

Antwort
von Flintsch, 36

Ich würde zur D5300 mit 18-105mm greifen. mal von der Portraitfotografie abgesehen, nervt mich hin und wieder der häufige Wechsel vom 18-55mm zum Tamron 70-300mm.

Für Portraitaufnahmen würde ich an deiner Stelle noch zusätzlich das 50mm Objektiv von Nikon kaufen, welches bei schlechten Lichtverhältnissen durch die höhere Lichtempfindlichkeit besser geeignet ist. Und solltest du noch einen vernünftigen Blitzer benötigen, dann greif zum Yongnuo YN-560 IV.

Kommentar von Buri93 ,

Wie sind denn die Objektive von Tamron ?

Kommentar von Flintsch ,

Ich kann momentan nur das Tamron 70-300mm f:4-5.6 mit Verwacklungsschutz beurteilen. meiner Meinung nach ist es ein klasse Objektiv. dieses Jahr werde ich noch das 150-600mm und das 90mm Macro kaufen. ich konnte mich von beiden Objektiven bei Bekannten überzeugen und bin vollauf begeistert von ihnen. Du solltest aber vor dem Kauf eines Objektivs unbedingt die Testvideos bei YouTube ansehen.

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