Frage von Eralbr, 56

CRP Wert auf 0,67, laut Rheumaärztin trotzdem keine entzündliche-rheumatische Erkrankung vorhanden?

Am 20. April war ich wegen meine Beschwerden zur Abklärung bei eine Rheumatologin in Behandlung. Obwohl mein CRP Wert auf 0.67 erhöht war schrieb Sie: In der Zusammenschluß der Befunde kann eine entzündlich-rheumatische Erkrankung erfreuerlicherrweise ausgeschlossen werden" Es wurde lediglich eine Fibromyalgie diagnostiziert mit der Bemerkung: Eine rheumatologische Wiedervorstellung ist nicht zwingend notwendig. Letzes Jahr im Juni, wurde bei mir in eine Rheumaklinik eine: "Seronegative non-erosive rheumatoiden Arthritis" diagnostiziert und sollte schon seit dieser Zeit MTX nehmen. Ich habe es nicht getan, wollte noch eine Meinung holen...jetzt weiß ich gar nichts mehr. Mein Hausarzt hat auf die erhöhte CRP Werte überahaupt nicht reagiert und so getan als wäre das nicht so schlimm. Was soll ich tun? Kann mir jemand etwas hierzu sagen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Lirin, 25

Hallo!

Dein CRP Wert ist wirklich nur ganz leicht erhöht. Wie sehen deine Beschwerden aus?

Fibromyalgie ist auch eine Rheumaerkrankung aber nicht entzündlich und sie sollte sehr wohl behandelt werden! Auch vierteljährliche Kontrollen sind unbedingt notwendig. Meist zeigt sie sich durch undefinierbare Schmerzen am ganzen Körper.

Hast du auch Schmerzen an Gelenken? Ein paar Anzeichen für eine entzündliche Rheumaart sind:

** Morgensteifigkeit - morgens, nach dem Aufstehen fühlen sich die Gelenke steif und unbeweglich an - das wird nach einiger Zeit der Bewegung wieder besser

** überwärmte Gelenke - entzündete Gelenke sind meist ein wenig wärmer

** geschwollene Gelenke - oftmals sehr stark, manchmal aber auch kaum zu bemerken

Auf der Seite Rheuma-online.de gibt es eine Liste empfehlenswerter Rheumatologen mit Tipps, wie man einen wirklich guten Rheumatologen findet.

https://www.rheuma-online.de/aerzteliste/

Vielleicht findest du dort ja einen Arzt in deiner Nähe!

Die Liste wurde von Betroffenen selbst erstellt und wird auch laufend erweitert.

Die Seite wird von einem namhaften düsseldorfer Rheumatologen geführt und hat eine große Datenbank zu fast allen rheumatischen Erkrankungen! Auch das Forum ist sehr gut besucht und man bekommt schnelle Antworten.

Gegen die Schmerzen könntest du mal Eispackungen versuchen. Am besten geht das mit einem Coolpack aber zur Not kannst du auch zwerstoßene Eiswürfel in einen Plastiksack füllen, ihn zuknoten und in einen kleinen Polsterüberzug oder ein Tuch wickeln.

Lass es 20-30 Minuten drauf, dann eine Pause und nochmal so lange. Eskönnte, wegen der Kälte, ein wenig unangenehm werden aber solange deineSchmerzen nicht mehr werden ist es okay!

Bei mir hilft ein Coolpack immer und ich mache dann zusätzlich
autogenes Training. Das entspannt ungemein und lindert die Schmerzen.

Ich wünsche dir baldige Besserung und noch viele schmerzfreie Tage!

Glg Lirin

Antwort
von Klaraaha, 31

Was soll man dazu sagen. 3 Ärzte-3 Meinungen.  Der CRP-Wert spielt alleine keine große Rolle. Ist auch nicht stark erhöht. Aber auch das hat nicht immer was zu sagen. Warum gehst du nicht nochmal in diese Klinik? Da wurden doch etliche Untersuchungen gemacht. Die sollten evtl. mal einen Versuch mit Cortison starten. Wenn es dir dann besser geht, hatten die Ärzte in der Klinik wohl recht und du kannst dann mit MTX weitermachen. Der Hausarzt ist für eine Basis-Therapie nicht zuständig Die wird von Fachärzten eingeleitet und regelmäßig überwacht.

Antwort
von Alexuwe, 34

Toll , drei studierte und ausgebildete Fachärzte konsultieren und dann bei gutefrage.net  eine Diagnose erwarten 

meine Glaskugel sagt , Hypochonder! !!

Kommentar von Eralbr ,

Hallo, bevor Sie mich lt. ihre Glaskugel: Hypochonder nennen, lesen Sie bitte nocheinmal meine Frage! Ich brauche keine Diagnose mehr! Das habe ich schon ...so wie Sie richtig beschreiben: Von drei studierte und ausgebildete Fachärzte! Mein Problem ist: Wer von diese drei Fachärzte sagt die Wahrheit? Auf wem soll ich mich verlassen? Bzw. warum sagen drei Fachärzte drei verschiedene Diagnosen bei einer Person? Trotzdem, nett dass Sie etwas geantwortet haben. Mein Glaskugel sagt: Meine Frage nicht richtig verstanden. Herzliche Grüße

Kommentar von Lirin ,

Grundsätzlich ist Rheuma nur ein Überbegriff für eine Vielzahl an unterschiedlichen Erkrankungen. Das Feld ist so weit gesteckt, dass auch Fachärzte Probleme haben eine gesicherte Diagnose zu erstellen.

Oftmals sind auch die Symptome nicht ganz eindeutig und dann gibt es mehrere Ansätze. Einige rheumatische Erkrankungen haben gleiche oder ähnliche Symptome, dann wird es ganz schwer!

Da gehört viel Erfahrung und das Erkennen von Zusammenhängen dazu.  Trotzdem ist nicht jeder älter Rheumatologe wirklich gut aber er hatte wenigstens die Zeit Erfahrungen zu sammeln.

Ich kenne einen Rheumatologen (Prof.DR.Dr. Oberarzt....), der kaum einmal eine richtige Diagnose stellt. Macht er den Mund auf, kommt - sogar für mich - nur Blödsinn raus! Aber sein Assistenzarzt, ein relativ junger Arzt mit einer Exzellenten Ausbildung und viel Gefühl für die Menschen, wird sicherlich mal ein wunderbarer Oberarzt!

Es ist sicher nicht leicht bei so vielen verschiedenen Erkrankungen.

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