Frage von k1282, 34

Crowdfunding waehrend Elternzeit?

Hallo zusammen,

Ich habe ein relativ komplizierte Situation und benoetige einen Rat: 

1. Ich bin bei einem Unternehmen als Vollzeit Arbeitnehmer angestellt 

2. Aktuell bin ich seit paar Monaten in Elternzeit und beziehe Elterngeld bis November, da ich ab dann wieder Vollzeit arbeiten wuerde 

3. Ich ueberlege nun zu gruenden und will zunaechst nicht auf mein Elterngeld verzichten 

4. Im Zuge der Gruendung moechte ich vorab meine Geschaeftsidee per Crowdfunding Kampagne testen

Meine Fragen nun: 

1. Kann ich eine Crowdfunding Kampagne ohne Anmeldung einer UG starten oder ist das ueberhaupt so empfehlenswert? 

2. Kann ich eine UG gruenden, ohne auf Elterngeld zu verzichten? 

3. Muss ich i.d.R. meine UG bei meinem Arbeitgeber melden? 

4. Wenn mein Funding Ziel in einer Crowdfunding Kampagne erreicht werden sollte, muss ich das auf mein Elterngeld anrechnen? Oder muss ich das erst auf mein Elterngeld anrechnen wenn ich den Betrag aus der Kampagne abbuche?

Hintergrund meiner Frage ist, dass ich bei einer erfolgreichen Crowdfunding Kampagne, meinen Job kuendigen und die Elternzeit aufheben moechte.

Bevor ich aber nicht weiss, dass die Kampagne ein Erfolg wird, moechte ich weder meinen Arbeitgeber verunsichern noch mein Elterngeld stoppen.

Koennt ihr mir weiterhelfen?

Antwort
von traxG, 15

Vielleicht eine Idee ...

- eine UG (haftungsbeschränkt) ist eine juristische Person. Diese kann auch jemand anders gründen (z. B. Deine Lebensgefährtin / Dein Lebensgefährte) und dann Gesellschafter + Geschäftsführer werden. Dann hat das erst Mal mit Dir noch nichts zu tun.

- Falls die Croudfunding-Kampagne ohne Bezug zu Deiner Person eine Chance hat, kann die UG (genauer der GF) die Kampagne ja anstoßen.

- Wenn die Kampagne gut läuft, kündigst Du Deinem Arbeitgeber, schließt einen Arbeitsvertrag mit der UG, kümmerst Dich um das Elterngeld und schaust, dass Dein Projekt läuft. Dann übernimmst (kaufst) Du die Gesellschaftsanteile und wirst durch Gesellschafterbeschluss GF.

Voraussetzung ist natürlich, dass Du eine entsprechende Person hast, der Du unbedingt vertraust, dass Du sie so stark einbinden kannst.

Antwort
von wfwbinder, 11

1. Nein, die Crowdfundingeinnahmen (wenn es crowdfunding und nicht Crowdinvesting ist) wären Betriebseinnahmen und würden die Sache mit dem Elterngeld torpedieren.

2. Geht, weil die Gründung einer UG ist reine Vermögensverwaltung. Da Du ja Geschäftsführerin wärst sollte man ggf. erklären, das diese Tätigkeit kein Einkommen erbracht hat, weil die Gesellschaft noch nicht tätig war. die reine Kapitalbeschaffung wäre noch keine gewerbliche Tätigkeit.

3. Ja natürlich.

4. Nein, wenn die UG das Geld bekommt.

Ich rate dringend das mit einem Berufskollegen von mir (Gründundsberater/GRündercoach) zu besprechen.

Die Kampagne muss ja auch vernünftig vorbereitet werden, sonst nimmt das keine Plattform an.

Kommentar von k1282 ,

Ich habe ein gutes Netzwerk an Gruendern, die mir bei der Kampagne helfen koennen. 

Meine etwas exotische Situation macht es mir gerade nur schwer mich rechtlich erstmal richtig aufzustellen. Dabei kann mir auch mein Gruender Netzwerk nicht helfen.

Aber Deine Aussagen helfen mir schonmal sehr viel weiter. Danke Dir! Jetzt wo ich das Was kenne, kann ich mich jetzt wenigstens um das Wie kuemmern ;)

Antwort
von ichweisses2000, 19

Da das crowdfunding Geld nicht du als privat Person bekommst sondern deine Firma/ unternehmen das du gründest denke ich das es mit dem Elterngeld erstmal kein Problem ist ... Du musst deinen Arbeitgeber von deiner Unternehmensgründung erzählen , musst ja auch n Gewerbeschein haben usw man muss ja schließlich auch den Arbeitgeber fragen ob man 450€ job nebenher machen darf .

Antwort
von ichweisses2000, 16

Es ist echt kompliziert in deinen Fall

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