Frage von WarmeJacke, 30

Corporate Design gegen Anteile?

Hallo,

ich habe die Möglichkeit für ein junges Start-Up das CD zu entwerfen. Dabei könnte ich mit Anteilen bezahlt werden.

Ich stelle mir das so vor das ich durch die Anteile im späteren Verlauf ein "passives" Einkommen habe.

Könnt ihr mir das so bestätigen? Und worauf muss ich bei der Verhandlung achten?

Grüße

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 15

Das ist hier nicht zu beantworten. Weil zu Komplex.

Die Mär vom passiven Einkommen. Alles gut und schön. Wenn der Laden dicht macht, dann ist der auch weg.

Unter dem Strich müsste es wirtschaftlich und steuerlich aber egal sein, ob Du gegen Bezahlung Anteile nach der Leistung erwirbst oder nicht.

Wobei es eine wichtige steuerliche Frage sein kann, ob hier willkürbares Betriebsvermögen, notwendiges Betriebsvermögen oder notwendiges Privatvermögen entsteht.

Gehe mit Deinem Anliegen zu Deinem Steuerberater. Der kann dann die Einzelheiten mit Dir besprechen.

Kommentar von Johnbobs ,

Das könnte auch nach hinten losgehen. Deine Anteile sind nichts Wert wenn das Unternehmen es zu nichts bringt. In dem Fall arbeitest du umsonst. Zumal kommt es auch drauf an wie viele Anteile du bekommst und wie du die Lage einschätzt. Ich wäre da ganz vorsichtig.

Kommentar von WarmeJacke ,

Das Risiko das ich umsonst arbeite ist natürlich groß. 

Aber aus wirtschaftlicher Sicht ist mir das erstmal egal, da ich bereits ein gesichertes Einkommen beziehe.

Was mich interessieren würde ist was im schlimmsten Fall passieren kann. Könnte ich bei einer eventuellen Insolvenz auch zur Kasse gebeten werden etc.?

Kommentar von Johnbobs ,

Das würde ich hier mal ganz speziell als Frage einstellen, das geht schon ziemlich ins Detail. Wichtig, setze bei der Frage gute Tags damit Leute hier, die sich damit beschäftigen auf deine Frage aufmerksam werden.

Soweit ich aber weiß, kommt es drauf an wie deine Anteile eingerichtet sind, also ob du eine gewisse Beteiligung inne hast oder was auch immer. Da kenn ich mich aber nicht mit aus.

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Was schlimmsten Falls passieren kann? Es kommt doch hierbei auf Vertragsarten und Vertragsgestaltungen an.

Wer es richtig dumm ohne entsprechende rechtliche Beratung macht, der zahlt erst mal Steuern für Geld, das er nicht hätte bekommen können und landet in der Privatinsolvenz.

Wenn noch einer oben drauf soll, dann kommt der Inhaber vor Gericht wegen Insolvenzverschleppung und Du mit. Weil Du Dich nicht gekümmert hast bekommt Ihr beide x Tagessätze aufgebrummt. Ist das x groß genug, dann gibt es noch einen fünfjährigen Eintrag im Gewerberegister.

Was ist Dir mit so einer Aussage geholfen? Gar nichts.

Diese Frage gehört hier einfach nicht her. Wer bei den Großen mitspielen will, der muss sich da auch an die Regeln halten. Wer sie nicht kennt (und keiner kennt sie alle) muss sich eben Rat von einem Anwalt und einem Steuerberater holen.

Kostet Geld, gehört aber zu den Spielregeln. Und keiner aus dem kleinen Kreise derer, die hier die Antworten kennen hat geantwortet. Warum? Weil man eben eine aufwendige und teure (oft selbst bezahlte) Ausbildung benötigt. Die Klärung auch nur den richtigen Rahmen für die Verträge zu benennen kostet Zeit und auch wieder Geld.

Hier sind einige, wie ich, die eine super Ausbildung haben und das nicht wie eine andere Frage hier mal im vorbei Gehen bearbeiten würden.

Weil: Wenn ich Dir hier in dem Rahmen Informationen geben würde, dann kostet mich das 5.000 Euro. Einen unsinnigen Abmahnversuch hat bei mir schon einer probiert. Allein die Abwehr eines solchen Versuches kostet auch wieder Zeit.

Suche Dir die entsprechenden Berater oder nimm die Risiken auf Deine Kappe. So einfach ist das. Und auch die Konkretisierung wie von Johnbobs Vorschlag lautet, die kannst Du hier lassen. Es wird nicht eine weitere Antwort geben (das ist jedenfalls meine Prognose).

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